Es wird niemals eine varroatolerante Honigbiene bei uns geben...

  • Man kann nichts aus einer Rasse herausselektieren oder züchten, was nicht schon in der EINEN Rasse vohanden ist.

    Hallo,

    genau so sehe ich das auch.

    Und man wenn sich die Fortschritte der letzten vierzig Jahre in Punkto Varroatoleranz ansehen möchte muß man feststellen , .... wir sind dort wo wir angefangen haben.

    Man kann ohne Bienen leben, ... aber es lohnt sich nicht.

  • hartmut mach doch bitte den Faden zu! (Das bringt doch alles nichts außer Verdruss.)

    Können wir hier auch über Bienenzucht diskutieren

    Gerne, aber in diesem Faden wurde NIE diskutiert...


    Das ist ja nicht mehr auszuhalten diese Diskreditierungen, austauschen von Vorwürfen und Ignoranz mit Beleidigungen gepaart... ;-(


    Behaltet bitte Eure Meinungen für Euch, Leute wie mich interessieren die nicht und Anfänger werden abgeschreckt neue Wege zu denken oder zu beschreiten... ;-(

  • Um noch mal auf den eigentlichen Ursprung des Fadens zurück zu kommen:

    Ich fand' das Video deswegen interessant, weil es

    1. eine steile These aufstellt,

    2. selbige aber auch begründet,

    3. vor kurzem scheinbar in Donaueschingen diesbezüglich interessante Neuigkeiten gab.


    Ich dachte mir, da kann vielleicht der ein- oder andere etwas Erhellendes der These entgegenstellen oder selbige stützen - wie auch immer.


    Meine persönliche Meinung: Das Video trifft eine absolutistische Aussage. Dafür ist aber der spärlich kopfbehaarte Hobbyimker aus Norddeutschland ja auch leidlich bekannt.

    Ich finde solche BASTA-Aussagen immer schwierig, denn in der Vergangenheit gab es genug Leute, die ein "Das geht nicht" nicht akzeptieren wollten, und am Ende gezeigt haben, dass es sehr wohl geht.

    Ich persönlich finde alles, was sich methodisch, wissenschaftlich, ehrgeizig und aufwändig mit dem Thema "Varroaresistenz" beschäftigt spannend. Und ich glaube auch nicht, dass da schon alle Messen gesungen sind. In diesem Sinne auch von mir meinen Dank an alle, die dafür arbeiten, dass es irgendwann mal leichter werden kann!


    Schönes WE an alle,

    Ralf

  • Hallo,

    so ist das schon viel besser.

    Wer einem bestimmten Gedanken nicht folgen kann oder will muss sich ja auch nicht äußern.

    Es lohnt sich,einfach abzuwarten!

    Nur Geduld! Es wird schon. Ich hoffe sehr.

    Einen schönen Sonntag wünscht allen

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Man kann nichts aus einer Rasse herausselektieren oder züchten, was nicht schon in der EINEN Rasse vohanden ist.

    Das stimmt so nicht - in jeder Rasse gibt es Mutationen, welche neue (gewollte oder ungewollte) Eigenschaften hervorbringen. Dazu braucht es keine Kreuzung verschiedener Rassen.

    DIe Mutation erfolgt aber rein zufällig aus Genommutationen, Chromosomenmutationen und Genmutationen. Steuern darf man aus rechtlichen Gründen nicht. Aber: Interessant ist dabei nur die Genommutation. Alles andere ist nicht erbfest und kann nach dem Ablegen der Regentin nicht fortgesetzt werden. Werden Chromosomensätze nicht vollständig zur Mutation freigegeben, kann mal selektieren bis zum gehtnichtmehr; klappt nicht. Für eine Genommutation braucht man daher eine mutierte und erbfeste Königin, die das ganze so weitergeben kann. Erfolgsaussicht: Unwahrscheinlich bis Wolkenkuckucksheim. Daher stimmt die obige Aussage.


    Meine bescheidene Meinung: Biologisch gesehen ist die Selektion ein Weg in die verkehrte Richtung. Da kann aus verschiedenen Gründen (s.o.) nichts weittragendes herum kommen. Zufallstreffer kann man natürlich immer haben. Aber F1,F2, Fxy sind dann interessant. Und da hört das Imkerlatein dann wieder auf und die Wissenschaft übernimmt die Zügel.


    Dennoch: Viel Erfolg beim Mendeln!

  • Erfolgsaussicht: Unwahrscheinlich bis Wolkenkuckucksheim. Daher stimmt die obige Aussage

    Warum?

    Es gibt Rassen/Unterarten der Apis melifera, die mit der Varroa keine Probleme haben. Das gilt für praktisch alle Bienen in Afrika und auch für die Afrikanisierte Honigbiene in Süd- und Mittelamerika.

    Warum sollte es dann bei Europäischen Rassen nicht gehen?


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • ...Und man wenn sich die Fortschritte der letzten vierzig Jahre in Punkto Varroatoleranz ansehen möchte muß man feststellen , .... wir sind dort wo wir angefangen haben.

    Jein!
    Es gibt einzelne enorme Fortschritte.
    In der Breite aber ist die Situation weit schwieriger als am Anfang.

    Ich weiß dass ich nicht weiß. (Sokrates)

  • ... Biologisch gesehen ist die Selektion ein Weg in die verkehrte Richtung. Da kann aus verschiedenen Gründen (s.o.) nichts weittragendes herum kommen. ...


    ... das würde ja bedeuten, dass die Evolution nicht funktioniert. Und das Züchten von sehr vielen Hunderassen aus dem Wolf hätte auch nicht funktionieren können. Aber das Beispiel Hund zeigt, welche enorme genetische Breite im Wolfsgenom vorhanden ist.

    Überhaupt: Züchtung wäre prinzipiell nicht möglich (weil kein Zuchtfortschritt erreicht werden könnte).

    Man sollte anerkennen (erkennen!) ...


    Das Kriterium der Wahrheit ist die Realität!

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von wald&wiese () aus folgendem Grund: "Drum lernet Theorie, sonst bleibt Ihr praktische Stümper Euer Leben lang". (von Berlepsch)

  • Die Diskussion ob bzw. wie und wann es eventuell varroatolerante oder -resistente Völker es geben kann/wird, wurde doch hier schon sehr oft geführt.

    Sind wir wirklich weiter gekommen? Diese Frage sollte sich jeder für sich selber beantworten.

    Ich habe hier im Forum gesucht und bin auf nicht wenige Faden und Beiträge gestoßen, die das Thema behandeln, z.B. hier:

    Selektionskriterien für Varroatoleranz


    Argumente sind also ausgetauscht, bloß man muß auch mal aktiv werden! Die Züchter der AG Toleranzzucht leisten leisten hervorragende Pionierarbeit!

    Wer den Artikel im neuen DBJ (Seiten 6 - 9) gelesen hat, sollte doch begriffen haben, dass wir Zuchtarbeit nicht auf VSH-Verhalten fokussieren sollten. Ich denke, wir brauchen parallel dazu noch einen anderen Ansatz (weil wir immer noch nicht Selektionskriterien definieren können - und wer im Neben stochert, der muß einfach eine breite genetische Basis zur Selektion heranziehen).

    Ich bin so frei und zitiere mich selber, um klar zu machen, was ich meine:

    Auslesekriterien bei "toleranten" Bienen

    Symbiose der Varroa/Bienen

    Und diese Gedanken von Rudi sollten alles, die sich gedanklich mit dem Problem auseinander setzen, in ihrer praktischen Vermehrungs- und Behandlungsweisen berücksichtigen:

    Selektionskriterien für Varroatoleranz


    Es ist übrigens interessant, die alten Diskussionsstränge hier nochmals von Anfang bis Ende durchzulesen....

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Danke an diejenigen,

    Die sich noch trauen, die Wahrscheinlichkeit der Varroatoleranz nach dem Tread mit einer genau so hohen Wahrscheinlichkeit einzuschätzen, wie ich es tat.

    Allerdings wurde die Argumentation auf wesentlich wissenschaftlicher Weise weiter geführt, wie ich es je vermocht hätte.
    Hut ab, über so viel Wissen und Mut.

    Wenn man genauso Martialisch auf Kommentare antwortet, wie sie einem entgegen geworfen werden, dann muss man anscheinend einer besonderen Gruppe angehören


    Ja Hartmut, mach den Treat besser zu:

    Es gibt keinen nach wissenschaftlichen Methoden erhobenen Nachweis, dass da Fortschritte erzielt wurden. Solche Beweise müssen reproduziert werden können und von unabhängiger Stelle bestätigt werden können. Wie so etwas geht, kann man bei der Fischermühle über den Einsatz der Oxalsäure nachsehen.

    Das geht auch bei einem Varroabefall von Milben, über Jahre hinweg und mit einer sigfinikanten Abweichung.
    Solange die nicht existieren, kann man nur weiter spekulieren.

    Da kann man noch so mit Phrasen kommen und über Anstand sprechen, nur weil man noch so viel Follower und Anhänger verfügt.
    Hut ab vor der schwarzen Biene. In dem Fall Gut gemacht.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hallo Ralf,

    Um noch mal auf den eigentlichen Ursprung des Fadens zurück zu kommen:

    Ich fand' das Video deswegen interessant, weil es

    1. eine steile These aufstellt,

    2. selbige aber auch begründet,

    3. vor kurzem scheinbar in Donaueschingen diesbezüglich interessante Neuigkeiten gab.

    interessant, ich denke jetzt habe ich Deine Intension verstanden diesen Thread zu starten, diese scheint ja nicht schlecht gewesen zu sein :-) - was ich leider vermutet hatte, das tut mir leid...


    Ich beschäftige mich mit diesem Thema schon länger und für mich hat das von Dir zitierte Video nur den Sachstand vor fast 20 Jahren wiedergeben mit ein paar "pointern" zu aktuellen Bestrebungen/Initiativen. Das ist für mich nur eine polemische Methode um damit Aktualität der Information vorzutäuschen und um reißerisch Beachtung zu generieren.
    Für mich war daher klar das der Author sich in den letzten 20 Jahren mit dem Thema wohl nicht sonderlich beschäftigt haben kann. (Fast der ganze Thread hätte eine Kopie aus den Jahren 1999 bis 2002 sein können...)


    Ich dachte das, alleine aus den diesbezüglichen Diskussionen hier im Forum aus den letzten 12 Monaten, das klar sein sollte - da hatte ich mich wohl geirrt. ;-(


    Selbst Bieneninstitute haben in den letzten 20-25 Jahren Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht, publizieren diese Ergebnisse und man kann den Instituten nicht vorwerfen von wissenschaftlicher Arbeit keine Ahnung zu haben. Schade ist nur das viele hier im Forum offensichtlich nur Ergebnisse anerkennen können, wenn die von Instituten in Deutschland gemacht werden.



    Bedenke bitte das dies ein deutsches öffentliches allgemeines Forum zum Thema Imkerei/Bienen ist.



    Gruß

    Franz

  • ich denke jetzt habe ich Deine Intension verstanden diesen Thread zu starten, diese scheint ja nicht schlecht gewesen zu sein

    Sagen wir mal so, ich wollte auf keinen Fall die Arbeit der AGT und anderer diskreditieren. Im Gegenteil!

    Es gab da dieses Video, welches eine bestimmte These aufstellt.

    Und ich hatte auf fundierte Anti-Thesen gehofft, gerade von jenen, die da Erfahrungen (und auch Erfolge) vorzuweisen haben.


    Aber ich verstehe jetzt auch, dass dieses Thema scheinbar emotional ganz schön aufgeladen ist und eine Debatte darüber nicht einfach. Vielleicht ist dazu dieses Forum auch das falsche Medium, bzw. ich kann mir einen Sachstand auch aus den fragmentierten Informationen im Netz und in diesem Forum zusammensuchen.

    Nichts für ungut, der Faden kann gerne geschlossen werden.

    Grüße

    Ralf