• Werbung

    "Leider Ausverkauft !"

    Nett erklärt , gut rüber gebracht ist die Beste Werbung, bevor der Murgs beginnt .

    😂😂😂


    Beste Werbung, aber für den Nachbarimker. Ich verkaufe jetzt seit rund zwanzig Jahren Honig, an der Tür und auf und in Märkten. Du wie lange? Die Delle die dann passiert schleppst Du danach noch monatelang mit. Da hast Du zwar keine Erfahrung mit, glaubst es aber feste und rätst das dann anderen Leuten? Warum?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von rase ()

  • Nachtrag: wegen so doofer Tips hab ich in den ersten Jahren richtig Geld verloren. Im Nachhinein kamen dann so Sprüche wie 'ja weiß man doch'. Alles nur nacherzähltes Blablabla um sich zu profilieren. Nervt.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • "Leider Ausverkauft !"

    Nett erklärt , gut rüber gebracht ist die Beste Werbung, bevor der Murgs beginnt .

    😂😂😂


    Beste Werbung, aber für den Nachbarimker. Ich verkaufe jetzt seit rund zwanzig Jahren Honig, an der Tür und auf und in Märkten. Du wie lange? Die Delle die dann passiert schleppst Du danach noch monatelang mit. Da hast Du zwar keine Erfahrung mit, glaubst es aber feste und rätst das dann anderen Leuten? Warum?

    Ich bleibe so innerhalb meiner mir und den Bienen zugestandenen Möglichkeiten, Fähigkeiten und versteige mich deshalb auch nicht .:)


    Gruss Markus

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Offenbar hat man uns im Grundkurs auch in dieser Hinsicht Elementares beigebracht mit der Grundregel: Ein Imker sollte immer 3 Ernten vorrätig haben: Eine auf der Bank, eine im Lager und eine in den Völkern.

  • Nachtrag :

    Da sollte man womöglich zwischen Erwerbsimkern und Hobbyimkern unterscheiden .

    Doch auch dann , Kasse sollte dann nach Businessnplan ja entspannend voll sein .

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Nein, es ging im Grundkurs nicht um Businesspläne oder Erwerbsimkerei, sondern um die schlichte Vernunft, die auch vor Hobbyimkereien nicht Halt machen sollte. Wenn sogar die Finanzämter in D ohne jeden Nachweis anerkennen, daß eine Imkerei unter 30 Völkern nur ein Verlustgeschäft, also nichts anderes als Liebhaberei sein kann, sollte das den Hobbyimker nicht davon abhalten, Grundregeln zu kennen und zu beherzigen. Nicht mehr und nicht weniger wollte man uns damals sagen.

    Für Erwerbsimker ist eine solch grobe Grundregel zwar richtig, aber viel zu ungenau. Ich gehe davon aus, daß Erwerbsimker sich viel detaillierter mit betriebswirtschaftlichen Grundlagen im Einzelnen befassen und diese in ihrer Imkerei auch ständig überwachen müssen, als es über diese Grundregel möglich ist.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • Gut kommuniziert könnte man in der Verlegenheit auch stehst ein Glas Honig vom Imkerkollegen , deklariert als solchen zur Hand haben - der schmeckt natürlich nicht so doll . :)

    Denn es gilt auch :

    " Ist der Handel noch so klein , so bringt er mehr als Arbeit ein ."

    Gruss Markus

    " Wohlstand ist die Summe aller Sünden ." (mw)

  • Ich denke hier muss grundlegend zwischen Erwerbs- und Hobbyimkern unterschieden werden. Ohne das ich Ahnung von der Erwerbsimkerei hätte erscheint mit das, was Ralf sagt mehr als plausibel (Kein Honig, Kunde geht zum nächsten Imker, bleibt dort da auch gut).


    In der Fragestellung geht es allerdings um sechs Völker, deren Honig in der Nachbarschaft verkauft werden soll und keine Erweiterung geplant ist. Ich denke hier ist es völlig in Ordnung, wenn man irgendwann mangels Masse der Verkauf einstellt statt zu zu kaufen. Ich habe den Verkauf über meine SB-Box auch bereits eingestellt, da die Nachfrage viel höher als erwartet war. Darin hängt jetzt ein Zettel, der dies erklärt und meine Kontaktdaten, damit besonders Interessierte noch Gläser aus den zurück gehaltenen Restbeständen erwerben können. Im kommenden Jahr gibt es dann eben wieder frische, eigene Ware.


    Problematisch wird es meiner Meinung nach erst, wenn der finanziell nicht auf den Ertrag angewiesene Hobby-Imker auf seinem Honig sitzen bleibt. Und selbst dann kann man noch eimerweise an Imker-Kollegen verkaufen (statt ihn zu verschleudern). Wenn dann der ein oder andere Kunde in der Zwischenzeit einen anderen Stamm-Imker gefunden hat, tut es mir (als Hobby-Imker) nicht weh.

  • Grade am Anfang. Da isses doch alles elendig teuer und zäh. Um da dabei zubleiben hilft es sehr, wenn auch dauerhaft was reinkommt, Arbeit isses eh genug und einen soliden Kundenstamm aufbauen ist kein Selbstläufer. Das dauert Jahre. Dann kommt nämlich ein besonderes gutes Jahr und in meiner Zeit als Student hab ich da erkannt, das 100kg Honig im Keller nicht das gleiche ist wie 1000 DM in der Tasche, vor allem wenn man Kisten kaufen muß und Rähmchen und und und. Da geht mir das moralinsaure Gewidder etwas auf den Sack, ob im Verkauf oder der bessere Biene. Mach das mal ein paar Jahre, aber mach Dich doch hier nicht zum Brot, wenn Du gestandenen Leuten erklären willst, wie's laufen soll (Deiner Meinung nach). Ist doch auch nicht selbstverständlich, Mitbewerbern Tipps zu geben. Ich bin jetzt mal raus hier, ich denk die Botschaft ist klar ;)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Grade am Anfang. Da isses doch alles elendig teuer und zäh. Um da dabei zubleiben hilft es sehr, wenn auch dauerhaft was reinkommt, Arbeit isses eh genug und einen soliden Kundenstamm aufbauen ist kein Selbstläufer. Das dauert Jahre.

    Also diese Aussage kann ich voll und ganz bestätigen. Ja am Anfang hat man schon so seine Probleme. Hat man Honig, hat man zu wenig Kunden, hat man genug Kunden, hat man zu wenig Honig. Ich meine die Qualität des Honigs sollte von Anfang an besondere Qualität haben und dabei muss es auch bleiben. Am Anfang denkt man vielleicht, da verlange ich einen hohen Preis für ein Glas und meint, da habe ich mein Geschäft gemacht. Dabei hat man vergessen, das echte Honigkunden, schon vorher bei Profis Honig gekauft haben und hier kommt wieder die Qualität des Honigs zum Tragen.

    Ein Lieferengpass von 2-3 Wochen kann schon mal passieren, aber sollte man möglichst vermeiden. Ich habe da genügend Kundenerfahrung gemacht, Zuverlässigkeit macht sich bezahlt.

    Ich musste auch vor Jahren Honig zukaufen, da glaubt man nicht wie unterschiedlich die Qualität ist, hier lieber beim Profi kaufen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Für mich gehört es aber auch dazu, dass ich an meiner Haustür den Honig von meinen Bienen verkaufe oder den zugekauften Honig entsprechend deklariere.

    Bei mir steht das beim meinem Honig auf dem Etikett, dass dieser Honig von meinen Bienen ist. Für die zugekauften (Sorten-)honige steht das beim Stand auf dem Preisschild und ich sage es auch ungefragt, dass ich sowas von einem Kollegen zukaufe und nur abfülle. Honig vom Kollegen kaufen und mit meinem Etikett verkaufen oder mit einer Variante, wo dann die Hinweise auf meine eigenen Bienen einfach fehlen, finde ich Betrug - auch wenn das zweite rechtlich in Ordnung ist, weil ich ja nix anderes versprochen habe als Bienenhonig. Ich nutze dabei dennoch aus, dass jemand meine Bienen sieht und beim Honigverkauf automatisch davon ausgeht, dass ich kein Honig-Händler, sondern Imker bin, der Produkte seiner Imkerei verkauft. Ich finde das auch beim Metzger oder Bäcker nervig, wenn er nicht dazu stehen kann, dass er nicht alles selber macht. Wenn er als Fachmann Qualität zukauft, kann er das doch sagen - ich kann ja dann nur seine Waren nehmen, wenn ich die zugekauften Sachen nicht will.

    Meine Kunden kommen übrigens wieder, auch wenn ich teilweise bei der Glasrückgabe Fremdgläser bekomme und so sehe, dass ich nicht der einzige Imker in ihrem Leben bin. Manche der zugekauften Honige kaufen sie dann auch mal wieder, andere scheinen gegenüber den eigenen Honigen weniger gefragt zu sein.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Da geht mir das moralinsaure Gewidder etwas auf den Sack, ob im Verkauf oder der bessere Biene. Mach das mal ein paar Jahre, aber mach Dich doch hier nicht zum Brot, wenn Du gestandenen Leuten erklären willst, wie's laufen soll (Deiner Meinung nach).

    Na, unterschiedliche Meinungen sind doch kein Grund unfreundlich zu werden. Ich erkläre dir auch nicht, wie du dein Geschäft zu führen hast, steht auch recht deutlich in meinem Beitag oben. wBiene schreibt , dass er nur sechs Wirtschaftsvölker hat und dies auch nicht ausbauen will. Damit kann man nunmal nicht das ganze Jahr noch 100 kg eigenen Honig im Keller stehen haben - und brauch auch nicht ständig weitere 1000 Mark/Euro für neue Kisten. Was du hier vorschlägst mit fremden Honig zukaufen etc. ist meiner Meinung nach der Anfang vom Ende der Imkerei als relativ stressfreiem Hobby. Das hast du vielleicht gewollt und dann den für dich richtigen Weg eingeschlagen und auf dem Level würde ich mir auch nicht anmaßen dir Marketing-Tipps geben zu wollen. Das bedeutet aber nicht, dass dein Weg für alle richtig ist.


    Grad beim Verkauf innerhalb der eigenen Siedlung, wo man recht viele Leute kennt und insgesamt eher kleine Mengen absetzen kann und will spricht doch überhaupt nichts dagegen, zur Not mal jemanden auf kommenden Mai zu vertrösten. Hier kaufen die Leute doch vor allem gerne, weil der Honig (villeicht) auch direkt im eigenen Garten gesammelt wurde.Damit kann zumindest ich sehr viel besser mit leben als mit An- und Weiterverkauf anzufangen und mir da auch noch Stress für ein paar zusäzliche Kröten zu machen auf die man nicht angewiesen ist (Stichwort Hobby).


    Und für mich als Hobbyimker kommt noch dazu, dass ich meinen eigenen Honig durchaus mit etwas Stolz verkaufe - bei zugekauftem Honig bin ich nur noch Händler und dieser Punkt fällt weg.

  • Wer von der Imkerei leben will, der ist darauf angewiesen, dass er kontinuierlich immer wieder auch Honig einer gleichbleibenden Qualität zur Verfügung stellen kann.


    Wie machen das Breitsamer und Co.?


    Da hörst Du nicht, dass der Honig x jetzt ausverkauft ist oder dass Honig y heuer nicht so gut ist.


    Es ist wichtig seinem Kunden reinen Wein äh Honig auszuschenken äh zu verkaufen.


    Man spricht ja vom guten Deutschen Honig mit den Qualitätsmerkmalen die hinlänglich bekannt sind.

    Was macht das aus, wenn der Honigverkäufer sein Sortiment um Sortenhonige erweitert, die er selbst nicht hat?


    Und gerade der sogenannte 0815-Honig ist doch das, was den Kleinimker vom Erwerbsimker unterscheidet.


    Im 0815-Honig ist doch gerade das beste aus der ganzen Gegend drin. Ein Stück Heimat.

    Ist es da ein Problem, wenn man sich vom Imker, der seine Völker gerade mal 500 m oder 1 km entfernt stehen hat, Honig für den eigenen Verkauf zulegt?


    Manche können besser imkern und andere besser verkaufen.


    Oder wollen gar nicht im Glas verkaufen.


    Ich freue mich über jeden Imker der meine Sortenhonige aus der Wanderei kauft und dann bei sich verkauft. So wo ist denn das Problem?


    Und ich gebe auch gerne meinen 0815-Honig her, der mir selbst auch ganz hervorragend schmeckt.

    Ich halte den sogar für meinen wertvollsten Honig.

    Repräsentiert dieser regionale Honig doch auch die Bestäubungsleistung meiner eigenen Bienen.

    Und manchmal auch die meines Standnachbarn.

    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • ...0815-Honig her, der mir selbst auch ganz hervorragend schmeckt.

    Ich halte den sogar für meinen wertvollsten Honig.

    Repräsentiert dieser regionale Honig doch auch die Bestäubungsleistung meiner eigenen Bienen.


    :u_idea_bulb02:

    So ist es. Honig = Spiegelbild der Landschaft, in der er gesammelt wurde und Spiegelbild vom Charakter des jeweiligen Bienenvolkes, dessen demografischem, gesundheitlichen und sonstigen Gesamtzustandes, der ja in gewissem Maße auch vom Imker abhängt. So ähnlich wie Wein Spiegelbild des Bodens ist, auf dem er wächst und vom Charakter und der Arbeitsauffassung nicht zuletzt des Winzers abhängt, der ihn pflegt, erntet, keltert und ausbaut...