Auswirkungen langer Sommer 2018

  • Hallo zusammen,


    Dieses Jahr zog sich das warme Wetter sehr lange in den Herbst hinein. Teilweise war noch sehr viel Flugverkehr Ende Oktober, Anfang November zu sehen und die Völker haben lange gebrütet. Habt ihr schon Veränderungen gegenüber 'normalen' Jahren an euren Völkern beobachten können? Sind sie auffallend stark oder schwach für Ende November?

  • Also bei uns hat die Brut ab Oktober stark nachgelassen, da die Bienen kaum Trachtquellen gefunden haben durch die Trockenheit. Die Herbstaussaaten kamen bei uns erst Anfang November zum blühen, für mich und meine Bienen ein großes Glück, obwohl von dort nur vereinzelt Bienen Pollen geholt haben. Bei meiner gestrigen Träufelung mit OS, konnte ich keine auffallend starke, aber dennoch gleichmäßig starke Völker vorfinden. Vergangenes Jahr waren sie schwächer.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ja, dieser Sommer war schon besonders.

    Die erste sehr schöne Auswirkung war, dass ich noch nie so viel Honig geerntet habe.
    Zudem erfolgte der Eintrag sehr spät, so dass einige Kollegen nochmal die Schleuder anwerfen mussten.
    Bei der Varroabehandlung mit AS sind kaum Varroen gefallen.

    Ein Nachbar hat sich beschwert, dass an seinem Teich so viele Bienen waren, dass seine Wasserschildkröten wohl angst hatten aufzutauchen.

    :P

    Ferner sind die Völker wohl so stark in den Herbst gegangen wie noch nie.
    Etliche Imker hatten die Völker wohl noch auf drei Zargen stehen, wovon ich nichts halte. Jetzt nach den ersten Frösten zeigt sich, dass wohl noch etliche Bienen abgegangen sind, obwohl die noch vor kurzem gebrütet haben.
    Da ich noch keine Winterbehandlung durchgeführt habe, kann ich zu der Milbenlast nichts sagen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Wie in den vergangenen Jahren.

    Sie haben nur sehr viel Futter verbraucht, und sicher nichtnur zum Brüten. Es war auch eine lange Zeit ohne Tracht. Habe wiedermal einfüttern müssen.

    Sie sind nicht stärker als in vergangenen Jahren.

    Gruß

    Harald

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Sehr viel und zu lange Flugverkehr gab es leider auch für die Wespen!

    Die haben sich am Stand das stärkste Volk mit dem größten Flugloch ausgesucht (voll offene Segeberger) und dermaßen überfallen, das selbst nach dem wohl zu späten Einengen mit einem Fluglochkeil kaum noch Gegenwehr erfolgte. Innen kaum Futtervorräte und ein zerlöchertes Brutnest war die Folge, da hab ich gedanklich schon ein Kreuz auf dem Kasten...:(

    Ansonsten kann man sich aber über diesen super Sommer wohl nicht beschweren, außer vielleicht noch über das Schleppen der vielen Honigeimer...:)

    Das war so viel, das ich mein letztes Warre-Volk und die eine TBH gar nicht mehr abgeerntet habe, um mir das Auffüttern zu ersparen. (Auswirkung des langen Sommers...) Das geht also auch. Imkern ohne Honig zu ernten, total naturnah und wesensgemäß...;).

    Hab dann aber wenigstens der TBH noch eine neue Königin verpasst, damit die vielleicht nächstes Jahr mehr eintragen. Bei Warre im Stabilbau ist man dagegen fast völlig machtlos, die ideale Beute für Anfänger! (Denkste)

  • Jetzt nach den ersten Frösten zeigt sich, dass wohl noch etliche Bienen abgegangen sind, obwohl die noch vor kurzem gebrütet haben.

    Und das bei einem Varroabefall ( bei mir) von meist unter 2 Prozent! Da haben sich viele Bienen an der zu späten Brut den Winterbienenmodus (Fettkörper) wechgearbeitet.

    Sie haben sehr viel Futter verbraucht

    So auch bei mir.

    Mal sehen wie das ausgeht.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Hm, ok also zum Teil viel Abgang an Bienen nach den ersten Frösten. Das Gefühl habe ich bei mir auch. Innerhalb von wenigen nach dem Kälteeinbruch sind viele Bienen abgegangen. Zumindest vom Gefühl her, weil ich noch keine Erfahrung habe im Winter.

  • Also meine Bauchschmerzen bzgl. eines Kunstschwarmes den ich schon als Wackelkandidat im Auge hatte hat sich nun heute leider bestätigt.

    Durch das lang anhaltende Flugwetter fällt der Totenfall und Abgang der Bienenmasse auch nicht so auf. Die Bienen arbeiten sich unnötig ab und leben dadurch auch nicht so lange. Brut in allen Stadien war vorhanden, mal eine Hand voll verdeckelter Zellen geöffnet. Soweit unauffälig, auch keine Spuren von Varroakot.


    Gutes langes Flugwetter, dabei noch hoher Futterverbrauch um diese Zeit. Mal schauen wie es weitergeht.


    Gruß Chris