Der optimale Verdampfer ...

  • Mehr als 15 min. brauche ich für einen Stand mit 12 Völkern nicht, inkl. Motorhaube auf und Anklemmen. Varrox geht sehr gut, irgendwie auch ohne angekokelte Rähmchen, aber immer mit ein paar gegrillten neugierigen Bienen ...

    Wie machst Du das?


    1. Allein die Heiz-/Sublimationsdauer wird vom Hersteller mit 2,5 min/Volk angegeben -> bei 12 Völkern also reine Sublimationsdauer von 30 min.

    Dann käme noch die Wartezeit von mindestens 3 min/Volk dazu, in der sich die Reste der OX-Wolke unter dem Beutenboden in die Beute hinein verziehen soll. Selbst wenn man den Verdampfer entgegen der Anwendungsempfehlung nicht ins Kühlwasser taucht, sondern mit Restwärme gleich unter die Nachbarbeute steckt, kommt man kaum unter 5 min/Volk -> bei 12 Völkern also: 60 min.


    2. Gegrillte Bienen gibt es nur, wenn zwischen Verdampfer und Bienen keine Bodengaze o.ä. Hindernis ist. Die von mir beobachteten Sublimationen wurden größtenteils unter dem ohnehin vorhandenen Drahtgitter des Beutenbodens in die Beute hinein vorgenommen. Dabei wurde anstelle der Windel eine feuerfeste Unterlage von hinten in die Windelnuten des Bodens eingeschoben, darauf der Verdampfer abgelegt und der hontere Luftspalt von Unterlage zu Beutenboden mit Schaumstoffstreifen verschlossen (ebenso wie das Flugloch) und der Verdampfer angeheizt. Freilich bleibt etwas OX im Bodengitter haften und auch etwas an etwaig vorhandenen hölzernen Querstreben des Beutenbodens. Die betreffenden Imker haben gleichwohl keinen Wirksamkeitsabfall dadurch feststellen können.

  • Mehr als 15 min. brauche ich für einen Stand mit 12 Völkern nicht, inkl. Motorhaube auf und Anklemmen

    Nun es dauert so lange weil

    - Anfahrt Stand
    - Mäusegitter entfernen
    - Varrox bestücken
    - Varrox rein, mit Schaumstoff abdichten
    - 3 min. warten
    - Varrox raus
    - mit Schaumstoff abdichten
    - nächste Beute

    Nach 10 min kann das Mäusegitter wieder rein und dei Beute ist abgeschlossen

  • Zunächst mal: 15 min war von mir in Eifer etwas zu gering geschätzt. Mehr als 30 min sind es aber trotzdem nicht.

    Beim Varrox schenk ich mir ehrlich gesagt die Heizphase. Ich habe vorbereitete

    Schaumstoffstreifen, die kommen in die Floglöcher und dann kann zügig ein Volk nach dem anderen bedampft werden. Mit den Tabletten geht das Beladen auch problemlos. Man muss halt schnell sein mit dem Einbringen in das Volk, sonst geht der Rauch schon draussen ab. Das krieg ich aber mittllerweile hin. Gekühlt wird nicht. Da habe ich ohnehin Bedenken, dass die Glühkerze das nicht besonders mag und der Verdampfer wegen Materialermüdung den Geist aufgibt.

  • Immenreiner : Zur Vermeidung von Mißverständnissen: Du läßt den Varrox 30 min an der Stromquelle? Glüht der dann nicht bereits nach 5 min?

    -> Wie viel Jahre/Anwendungszyklen hält der solche Dauerbelastungen aus?

    -> Wie stellst Du dabei sicher, daß die OX sublimiert (bei 157 Grad) und nicht größtenteils zersetzt wird (ab 189,5 Grad)?


    p.s.: Du sprichst vom Glühkerzenverdampfer. Der Varrox aber arbeitet wie ein Tauchsieder mit innenliegender Heizwendel.

  • Moin,

    wenn ich hier so manche Beiträge lese, habe ich das Gefühl, dass es auch einigen Hobby-Imkern darum geht, wer oder welches System das Schnellste ist. (Berufsimkerei ist etwas anderes!)

    Beim Verdampfen geht es aber doch hauptsächlich darum, welches wirkungsvoll und am bienenverträglichsten ist. Sonst kann ich doch auch bei AS bleiben.


    Ja, ich verdampfe mit dem Oxamaten Jumbo und Autobatterie. Für meine derzeit 15 WV benötige ich mit allem drum und drann auch an die 2 Stunden. Dieses ist für mich (Rentner)

    aber auch kein Problem, da meine Bienen unmittelbar neben meiner Gartenlaube stehen, die als Imker Reservatenkammer genutzt wird. Hier kann ich dann während der reinen Verdampferzeit von ca. 6-7 Min/Volk kleine Arbeiten verrichten. Im Sommer evtl. ein kühles oder im Winter ein wärmendes Getränk zu mir nehmen.

    Ich habe keine offene Flamme in unmittelbarer Nähe der Beuten.

    Eine entsprechend ausgelegte Autobatterie sichert mir die nötige Energiequelle.

    Ich habe keine verschmorten Bienen die sich zu nahe an den Verdampfer gewagt haben.
    Die Bienen genießen es wie eine Art Wellnessdusche sich unter dem warmen Luftstrom zu versammeln.
    Ich brauche keine Atemschutzmaske, weil ich beim unmittelbarem Verdampfungsprozess nicht bei den Beuten bin, sondern mich Abseits aufhalte.
    Ein Timer sagt mir wenn der Verdampfungsprozess bei einer Beute fertig ist und das Equipment auf die nächste Beute umgesetzt werden kann.

    Seit ich mit diesem System OX verdampfe habe ich keine Verluste an Bienen durch die Varroabehandlung gehabt.

    Warum muß es beim Hobbyimker immer schneller gehen?


    Grüße aus Cuxhaven
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)



  • Warum muß es beim Hobbyimker immer schneller gehen?


    Grüße aus Cuxhaven
    Bernhard

    Weil hier nicht blos Hobbyimker unterwegs sind, sondern auch Nebenerwerb und Berufsimker.

    Ich als Hobbyimker gehe aber noch die ganze Woche arbeiten und verbringe dazu noch 2 Stunden auf der Straße, weil ich noch kein Rentner bin.

    Und da ist mir eine Zeitersparnis schon wichtig.

    Deshalb habe ich 2 Oxamate(n):)

  • Warum muß es beim Hobbyimker immer schneller gehen?

    Es muss nicht schnell gehen.

    Ich rechne einfach pro Volk 10 Min. beim Verdampfen mit allem und wenn es weniger ist, ist es auch gut. Die drei Stunden bei mir sind dann aber auch von zuhause zu den drei Ständen Behandlung und zurück. Ich denke damit kann ich leben. Träufeln oder was auch immer würde schneller gehen aber ich träume nun man vom Verdampfen.

    Gruß

    Martin

  • Moin Martin,

    es kann ja jeder so machen, wie es einfach für einen passt. Das soll auch keinerlei Kritik an ein bestimmtes Verfahren oder gar ein Statement für ein anderes Verfahren sein. Auch ist klar, das Berufsimker oder Imker die mit den Bienen Geld verdienen müssen/wollen, für den benötigten Zeitaufwand andere Maßstäbe anlegen.

    Mir ist nur aufgefallen, dass hier so eine Art der zeitlichen Unterbietung stattfindet und kaum was positives von Anwendungen zu den Bienen eine Rolle spielt, bzw. erwähnt wird.

    Ich bin von der AS weg und hin zur OS Verdampfung, weil es einfach für die Bienen besser und die Wirkung gut ist.

    Gruß
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Ich bin von der AS weg und hin zur OS Verdampfung, weil es einfach für die Bienen besser und die Wirkung gut ist.

    Ich ging davon aus, dass diese Überlegung schon der Auslöser für die Frage des TO war. AS habe ich zwar noch im Schrank, aber seit langen Jahren nicht mehr eingesetzt. Mit OS kann man gut arbeiten und die Bienen anscheinend auch leben.


    Gruß

    Reiner

  • Hallo zusammen,


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    Zuletzt gibt's noch die Teelichtverdampfer. Kostenkünstig. Aber ob das funktioniert??

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    Gruß Bernd http://www.hommel-blechtechnik.de

    "Das ist der ganze Jammer: Die Dummen sind so sicher und die Gescheiten so voller Zweifel."

    (Bertrand Russel, englischer Philosoph und Mathematiker 1872 - 1970, Nobelpreis für Literatur 1950)