Einzarger oder Mehrzarger ?

  • AX_EL  

    Oh, Baurahmen, das ist ein großes extra Thema...

    Ich wollte nur sagen, das ich nicht "regelmässig" weiter ausschneide, sondern nur ein oder zwei mal pro Volk im frühen Frühjahr, und dann den Baurahmen drin lasse und das Brutnest gar nicht mehr öffne.

  • AX_EL  

    Oh, Baurahmen, das ist ein großes extra Thema...

    Ich wollte nur sagen, das ich nicht "regelmässig" weiter ausschneide, sondern nur ein oder zwei mal pro Volk im frühen Frühjahr, und dann den Baurahmen drin lasse und das Brutnest gar nicht mehr öffne.

    Und wie machst du dann die Schwarmkontrolle?

  • Und wie machst du dann die Schwarmkontrolle?

    ... gar keine, wenn die Genetik stimmt. Je geschlossener das BN, um so besser ist die Wärmehaltung und der dafür notwendige Energiebedarf. Und die Milbenentwicklung in der Brut ist nicht beschleunigt durch längere Entw.zeiten wegen Temperaturschwankungen.


    Geht nicht mit schwarmlustigen Abkömmlingen oder lässt halt schwärmen. Ich habe beobachtet, dass die Schwarmneigung bei engem Brutnest - egal, ob DN, DN1,5 oder DD jew. m. Schied - eher abnimmt und vice versa.

  • So sieht das im 1. Honigraum aus:

    img_2831_600.jpg

    Leere geputzte Zellen sind über ASG direkt über den Brutrahmen, dann Pollen, dann erst Honig.

    Die Brutrahmen in der untersten Zarge sind fast alle voll mit Brut von Holz zu Holz.

    img_2835_600.jpg

  • ....

    Die Brutrahmen in der untersten Zarge sind fast alle voll mit Brut von Holz zu Holz.

    Hallo Kruppi,

    so langsam verliere ich die Übersicht, bitte verzeiht:

    Sind das die Brutrahmen in der untersten Zarge, die den einzigen BR bildet? Das würde das virtuelle Brutnest über dem ASG erklären?

    Danke und vg

    Axel

  • Ich greife mal in die Zitate-Kiste.

  • das deckt sich mit meinen Beobachtungen - in gut angepassten Völkern hat man nur Flecken von Pollen im virtuellen Brutnest, da ist Kruppis Foto schon ein Pollenbrett, wahrscheinlich weil es eine alte Brutwabe ist. Wann wurde die Wabe aufgenommen?

    Als Randwabe im Brutraum würde ich sie schon für Ableger rausnehmen.


  • Ja sag mal, wo hast du das denn gefunden?

    google --> Reizzone Pfefferle --> zweiter Treffer.

    Alles kein Hexenwerk und auch nicht auf meinem Mist gewachsen. Hier im Forum steht ja bereits nahezu alles drin - von A wie Ableger über B wie Betriebsweise und V wie Varroa-Behandlung und Nicht-Behandlung zu Z wie Zucht.

    Meistens fehlen nur die richtigen Stichworte für die Suche.

  • Richtig, und alles im gleichen Maß. Bei ca. 20 Völkern auf drei Standorte verteilt kommen da dann jedes Wochenende je nach Tracht ca. 20- 50 Kg zusammen, um die ich mich alleine kümmern darf, wie das Eichhörnchen... :)

    Also rechnen wir mal 360 kg im Durchschnitt, bei 12 Ernten also 360 vll 400 kg. Was für ne Arbeit, Das habe ich dieses Jahr bei der halben Völkerzahl nach dem Raps schon geschleudert gehabt (gut die ersten Königinnen waren aber auch schon nachm Raps mehr oder minder Futsch).

    Ich kann getrosst sagen, ich habe jetzt so ziemlich alle der gängigen Systeme durch.
    Meine Empfehlung bleibt ganz eindeutig das man sich zuerst klar macht, das eine moderne Imkerei in Deutschland definitiv nicht mehr um die Verjüngung durch den Zukauf von Königinnen herumkommt und um ein eindeutiges Konzept, welches man auch durchziehen muss. Eine rumgespiele mit den Bienen ist leider dem Bien eher Abträglich, auch wenn wir heute meist Kuschelbienen haben, zum Kuscheln sind sie die falsche Tierart.

    Das Vorweg, wenn man sich das klar gemacht hat, gibt es zwei Rähmchenarten zwischen denen man sich entscheiden sollte:
    1 DN-Familie
    2 Langstroth-Familie


    Fällt die Wahl auf die DN Familie, dann empfehle ich jedem Anfänger ganz eindeutig die Segeberger Beute und die Kombination aus DN 1,5 und Halb- oder Flachzargen als Honigräume.
    Lasst euch blos nicht von altimkern einreden das ein durchgängiges Wabenmass viele Vorteile bringt und das man Waben von unten nach oben Tauschen kann (das machen Ordentlich gezüchtete Bienern heute selber so gut), bzw. der alte HR einfach zum neuem BR werden kann. Das braucht man einfach nicht. Wenn man frische Waben braucht, tauscht einfach alle Waben gegen Mittelwände aus.

    Außerdem muss man ganz eindeutig sagen, dass 22 Waben DN doch schon eher zu groß ist.

    Im DN 1,5 in der Segeberger kann man sich durchaus auch überlegen das man die hinteren zwei Waben durch eine Permanente Futtertasche (also mit Deckel und Steigrohr) ersetz.

    Dazu kommt noch der Fakt das Flach und Halbzargen euren Rücken immens entlasten, achtet darauf, nieman will sein Hobby aufgeben müssen, da der Rücken nicht mitmacht und die Schmerzen sind auch alles andere als Toll.


    Warum empfehle ich eindeutig die Segeberger? Sie ist einfach die am weitesten entwickelte Beute für DN und seit 40 Jahren darauf optimiert worden und hat einen unglaublichen Wiederverkaufswert. Wer sie nutzt, sollte sie definitiv im Warmbau verwenden, da die Trennung zwischen Futter, Brut und Pollen, definitiv besser ist, des Weiteren, ist die Honigstapelung wesentlich besser, da man fast immer volle Waben, gefolgt von ein zwei Halbvollen und dann leere Waben. Im Kaltbau hat man es sehr sehr oft, das der Letzte Honigraum auf 8-9 Waben angetragen wurde und der Honig nur auf der Flugseite der Waben gelagert wird.


    Ein weiterer Vorteil von DN 1.5 oder DD ist das, dass Volk wesentlich Flacher und so besser zu transportieren ist, als ein Zweizarger.


    Wenn man aber unbedingt Holz haben will, würde ich definitv von DN abraten.


    Die Alternative dazu ist dann die Langstroth Familie, am weitesten Verbreitet dabie in D, ist das Dadant System, aber auch Langstroth oder Langstroth-Ilinois (Flachzarge) sind durchaus interessant.

    Dadant eindeutiger Vorteil, es ist ein verhältnissmäßig flacher Brutraum, mit 10 Waben auch in einer ausreichenden Größe (ich kann mich mit den 12 Waben DD nicht wirklich anfreunden, die sind mir zu Groß und zu Schwer), Erfordert definitiv die Benutzung von Halb oder Flachzargern (Langstroth 141 oder 159 mm). Eigentlich die selben Vorteile wie DN 1,5, funktioniert in Holz besser als DN, da die Frühjahrsentwicklung auf der breiteren Wabe, tasächlich besser ist (jedenfalls hier im Norden, wo wir doch eine sehr lange Phase haben, in der die Brut wieder beginnt, aber es noch sehr kalt ist, dies mag anders sein in Gegenden wo man schnellere Temperaturumstellungen hat).


    Dann bleibt da noch die Betriebsweise mit dem Langstrothmaß selber. Das Rähmchen ist einen Tick größer als Zander, jedoch fast gleich.
    Warum kein Zander? Für Langstroth gibt es einfach besseres und durchdachteres Zubehör zu kaufen und wesentlich mehr Erfahrungsberichte was sich lohnt und was nicht.



    Langstroth funktioniert auch einzargig mit 10 Waben, ist dann aber eher auf der kleinen Seite, da ist DD komfortabler. wenn Langstroth dann Rate ich zum 8 Waben zweizarger. Der ist immernoch eher leicht zu groß aber noch im Rahmen und die Zargen haben ein gutes Gewicht. Als Honigraum dann aber vorzugsweise Illinois (Flachzargen, 159 mm) nehmen.


    Das 10 Waben Langstrothsystem ist aber auch sehr interessant, wenn man im Brutraum Flachzargen haben möchte, dann kann man sehr gut zwei Flachzargen als Brutraum nehmen.


    Wie man sieht, das wichtigste ist es sich von Vornherein einen guten Plan zu machen und diesen dann auch durchzuziehen. Lesst vorher ein wenig und überlegt euch, was ihr Ausprobieren möchtet. Probiert zwei drei Systeme aus und dann entscheidet euch fest wie ihr die Imkerei in den nächsten Jahren aufbauen wollt.

  • Also rechnen wir mal 360 kg im Durchschnitt, bei 12 Ernten also 360 vll 400 kg

    War ja klar, das gleich das rechnen losgeht...

    Also meinetwegen mal genauere Zahlen.

    Von den "ca. 20 Völkern" kannst du schon mal 1 Warree und 1 TBH abziehen, denn die sind nur spielerei und da hab ich dieses Jahr aus Zeitmangel gar nicht geerntet. Dann war da noch das letzte Carnika Volk, das einzige, das in Schwarmstimmung kam und zur Königinnenzucht degradiert wurde. Dann kommt dazu, das ich aus einigen Völkern Brutwaben für weitere Sammelbrutableger für die Königinnenzucht geschröpft habe. Dann brauchte ich Bienen für 30 Begattungskästchen und das teilweise zwei mal! Dann nochmal Bienen für ca. 20 Kunstschwärme a ca.1 Kg und im August nochmal welche mit 2 Kg... das macht insgesamt etwa 35kg Bienen! Eingewintert wurden dann auch noch fast 30 Völker, mehr dürfen es ja nun nicht werden...

    Ich hab mir wirklich alle Mühe gegeben, möglichst nicht so viel Honig zu ernten, aber es waren dann am Ende doch glatte 600 Kg Honig. 8o

    Also bei 600/17 magere 35 Kg / Volk, weniger ging leider nicht.:S


    Wenn man aber unbedingt Holz haben will, würde ich definitv von DN abraten.

    Abraten würde ich nicht, aber die sollten auf jeden Fall möglichst trocken stehen. Entweder mit einem Dach darüber, oder wenigstens mit einem möglichst großen Blechdeckel. Ich habe an einem Stand vier DNM Selbstbau-Beuten mit Dadant Deckeln, das klappt wunderbar.

    Und nur ein Maß für alle Waben zu haben ist einfach super, das braucht man niemandem einreden, das ist einfach so.