Einzarger oder Mehrzarger ?

  • Aus mindestens 2 Honigzargen fast wöchentlich Honig ernten? Von Mai bis August?

    Sind das dann eher 300 kg pro Volk oder eher 500 kg?

    Ja, das überzeugt uns wirklich!


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Kruppi erntet einzelne verdeckelte Waben mit dem Fahrrad, wenn mich nicht alles täuscht. Also nicht jede Woche ein/zwei Zargen/Volk. Eher 1-2Waben, vielleicht mal 3.

    Geht natürlich auch, wäre bei mir aber nicht alltagstauglich.

    Richtig, und alles im gleichen Maß. Bei ca. 20 Völkern auf drei Standorte verteilt kommen da dann jedes Wochenende je nach Tracht ca. 20- 50 Kg zusammen, um die ich mich alleine kümmern darf, wie das Eichhörnchen... :)

  • Nachtrag

    Ende Juli, nach der letzten Ernte und dem ersten Behandeln wird natürlich eingefüttert. Ende August kommen die Gitter raus und überschüssige Futterwaben werden verteilt, Also Futterausgleich schon vor dem Winter. Altvölker überwintern dann mit 2 Zargen und Jungvölker meist nur auf 1 Zarge, gerne auch übereinander für den besseren Wärmehaushalt.

    Im nächsten April sieht es dann hoffentlich wieder so aus... :*

  • Einraumbetr.weise DN1,5; Kö Elg/Bf-Mix, weiß; Schied Febr. 5 Wb., April auf 6 korrigiert; dann nicht mehr verändert.

    6x 1,5 = 9

    10 x DNM 1.0 = optimal und kein Schieden nötig + kein Wildbau möglich + nur 1 Rähmchenmass und das als Breitwabe => keine Honigkappe => keine Schwärme...

  • Moin!

    Schön, wie unterschiedlich die einzelnen Imkerkollegen die Bienen über das Jahr führen.

    Hier möchte ich auch noch mal darauf hinweisen, dass jeder seine eigene Methode finden muss.

    Es gibt keinen goldenen Weg, wie man mit möglichst wenig Aufwand große Völker erzeugt, Massen an Honig erntet und die Völker über Jahre gesund erhält.

    Die Idee von Kruppi finde ich grundsätzlich toll, käme für mich aber nicht in Frage, da ich nicht jedes Wochenende Zeit finden würde, um genau die Kontrollen, die er macht, durchzuführen, und immer wieder Honig zu entnehmen, was ich grundsätzlich für sinnvoll halte, um den Schwarmtrieb zu dämmen. Ist halt nur nicht immer machbar. Ich dagegen gebe regelmäßig HR, und zwar zeitnah (es gibt kein zu früh aufsetzen von HR, nur ein zu spät;-)). Dabei werden die ersten beiden Halbzargen aufgesetzt, die weiteren untergesetzt, wobei ich normalerweise die erste HZ als virtuellen Brutraum nicht mit hochsetze.

    Bei mir gibt es da eine oder andere Turbo-Volk, das würde nicht mit 6 Waben DN1,5 auskommen, also nur schwer auf einer Zarge DN zu führen sein. Hier sehe ich halt den Vorteil von DN1,5 oder anderen Großraumbeuten, dass man dann auch mal Luft nach oben (bzw. zur Seite) hat, um den Bienen noch mal was zutun zu geben (wenn sie nicht gerade den HR ausbauen;-))


    Gerade gestern hatten wir auch das Thema Pate beim Imker-Stammtisch: Die Anfänger werden zu wenig von den erfahrenen Imkern an die Hand genommen. Nu wer selber Erfahrung unter Anleitung sammelt, kann langfristig auch ohne Frust (Schwärme, Varroa-Druck, keine Kö, Beute leer, etc.) Bienen führen. Und hier meine ich wirklich führen und nicht halten.

    3 Jahre Betreuung, wie oben angegeben, ist schon fast das Minimum, eher 5 Jahre. Klar muss man auch irgendwann alleine Laufen, aber es ist immer gut jemanden in der Hinterhand zu haben, der ggf. auch mal auf die Völker schaut und ggf. korrigiert.


    Ich hab jetzt seid 6-7 Jahren Bienen und lerne jedes Jahr dazu, als Profi würde ich mich noch lange nicht bezeichnen, dafür ist und bleibt es Hobby.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • 3 Jahre Betreuung, wie oben angegeben, ist schon fast das Minimum, eher 5 Jahre

    Ich lache gerade etwas (ist nicht bös' gemeint!)

    Das ist eine Illusion, dass ein Neuimker so lange betreut wird.

    Im Einzelfall wird es das geben, klar, aber die breite Masse findet vermutlich überhaupt keinen Paten.

    Die lernen alles aus Büchern oder bei Youtube.


    Meiner nicht repräsentativen Erfahrung nach, sind die Imker, die als Paten in betracht kommen, zu alt und/oder zu unwillig. Ich habe in meinem Verein gebettelt und gefleht, es mögen sich doch die Altimker einen Ruck geben... 4 von über 100 Mitgliedern waren bereit dazu, 2 von denen eigentlich nicht viel mehr als erfahrenere Jungimker (die ihren Job aber scheinbar sehr gut machen).


    In anderen Vereinen sieht es mitunter nicht anders aus. Da hängt das auch immer an den gleichen 2-3 Nasen.


    Es gibt sie eben kaum noch, die Onkel, Großväter, Väter, die das Wissen an ihre Nachkommen weitergeben.

    Für mich heißt das, trotz Verein: Ich muss fast alle Erfahrungen selber machen. Und so Leute wie ich landen dann hier im Forum, weil das mitunter den zuverlässigsten Zugriff auf erfahrene Imker ist.


    Das ist mitunter alles etwas frustrierend.


    Aber zum Thema:

    Es gibt mehr Kochrezepte für eine Betriebsweise mit 2 Bruträumen. Nahezu die gesamte Anfängerliteratur (nicht nur der Liebig) beschreibt das so.

    Wenn man ähnlich anfängerfreundliche Handreichungen für die einräumige Betriebsweise hätte (wie das gute Buch von Melanie), dann würde sich das mit dem gleichen Erfolg verbreiten.


    Am Ende sind aber viele Dinge Geschmacksfragen, und man muss es selbst probieren, was einem schmeckt.


    Grüße

    Ralf

  • .... und Baurahmen gegeben.

    -Im April werden die Drohnenrahmen rausgenommen und eingeschmolzen.

    Kruppi nur zur Vermeidung von Missverständnissen und damit ich es mir nicht falsch merke:

    Eines der zehn Rähmchen (bei ZA z.B.) im ersten und einzigen Brutraum ist ein Drohnenrahmen, der dann regelmäßig ausgeschnitten wird und der direkt ab Beginn des Frühjahrs (ca. Anfang März) dabei?

    Danke und vg

    Axel

  • Der beste Satz war hier: "Es führen viele Wege nach Rom."

    Das es so viele Bücher über eine Zweiraumbetriebsweise gibt und so wenige über eine Einraumbetriebsweise hat meiner Meinung nach seinen Grund. Aber wir würden uns ja nicht weiterentwickeln, wenn nicht mal was Anderes ausprobiert wird. Das ist auch der Grund, warum ich das Argument nicht gebracht habe.
    Auch Artikeln in sogenannten Fachzeitschriften traue ich selber nur bedingt. Wieviel der angepriesenen Dinge der letzten Jahre sind ein Flop gewesen.
    Wie oft ist die Varroa schon besiegt worden.
    Die Milben sind halt resistent geworden gegen Propaganda u nd Vermarktungsstrategien.
    Leider ist die Realität definitiv zum Thema Anfänger anders.
    Wieviele Anfänger habe ich bei Schulungen von Herrn Liebig und Frau Aumeier getroffen, die sich von ihren Imkerpaten und Vereinen im Stich gelassen fühlten?

    Ich habe mich mit etlichen Leuten unterhalten. Die Berichte waren teilweise verheerend. Auch wenn ich meine Betriebsweise in den Vordergrund gestellt habe, ist es mir doch lieber, dass einer mit x anfängt und den Spass am Imkern findet, als wenn er sich mit meiner Betriebsweise unwohl fühlt und aufgibt.
    Man kann dann auch nur an Erfahrung gewinnen.
    Das mit dem Schied setzen bei Dadant ist auch der Grund, warum ich diese Betriebsweise nicht einem Anfänger empfehlen würde. Dafür gelten ähnliche Gründe wie bei der Einraumbetriebsweise.
    Na wer weiss, was die Zukunft uns bringt.
    Auf zum Imkern 4.0

    Vernetztes Imkern :thumbup:

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • AX_EL  

    Oh, Baurahmen, das ist ein großes extra Thema...

    Ich wollte nur sagen, das ich nicht "regelmässig" weiter ausschneide, sondern nur ein oder zwei mal pro Volk im frühen Frühjahr, und dann den Baurahmen drin lasse und das Brutnest gar nicht mehr öffne.

  • AX_EL  

    Oh, Baurahmen, das ist ein großes extra Thema...

    Ich wollte nur sagen, das ich nicht "regelmässig" weiter ausschneide, sondern nur ein oder zwei mal pro Volk im frühen Frühjahr, und dann den Baurahmen drin lasse und das Brutnest gar nicht mehr öffne.

    Und wie machst du dann die Schwarmkontrolle?