Einzarger oder Mehrzarger ?

  • Wir Niederbayern sind gewohnt unsere Meinung kundzutun

    Ich darf mich hier mal als gebürtiger Niederbayer outen und kann Dir versichern, dass Niederbayer sein vielleicht ein Defekt ist, aber kein spezifischer. Die Leute hier in der mecklenburgischen Diaspora sind mindestens genauso verstockt.

    bei zukünftigen Beiträgen überlegen zu müssen ob ich eine Behauptung oder ein Argument hier veröffentliche

    Ich finde unbedingt dass man bei jedem Beitrag überlegen sollte, was man schreibt. Das hebt das Niveau der Diskussion signifikant.

    Man kann solche Statement ja auch ein wenig relativieren, mit Einschüben wie "meiner Meinung nach", "nach meiner Erfahrung".

    Dann entsteht nicht so sehr der Eindruck, als wäre Dir wurscht, was an anderer Stelle mit vielen Argumenten auseinandergesetzt wurde.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • einzargig DNM/Zander + 2. Zarge= 1.HR mit ausgebildetem virtuellen Brutnest+ viele HR (1,2,3... ) man braucht nicht weniger, sondern mehr Zargen als mit 2xBR und durch die fehlende Honigkappe über der Brut wirkt es schwarmmindernd. Die Wanderimker haben hohe Böden dazu.

    Die Betriebsweise wird seit einigen Jahren von Berufsimkern mit über 1000 Völker verwendet sowohl mit Carnica als auch Buckfast.

  • Gut, dann werde ich in Zukunft davor sorgen, dass das Niveau in eurem Imkerforum steigt und den grammatikalischen Erwartungen von dir gerecht wird - und 👋.

  • Es geht ja nicht nur um Grammatik, sondern vor allem darum, den Neuanfängern viel Frust zu ersparen. Ich habe auch die ersten Jahre damit verschwendet zu erst ganz ohne Absperrgitter zu Imkern, weil Dirk Unger das so schön beworben hat, dann aber doch ASG angeschafft und über die zweite Zarge gelegt, was tatsächlich noch schlechter funktioniert hat, und erst seit das ASG auf der ersten Zarge mit nur 10 Waben DNM liegt hat sich die Schwarmlust der Bienen gelegt. Seit 2 Jahren ist jetzt sogar durch bessere Genetik eine Schwarmkontrolle jede Woche gar nicht mehr nötig, mach ich nicht mehr, hab genug mit der Honigernte zu tun, und damit, Kunstschwärme zusammen zu fegen statt sie aus den Bäumen zu holen, so macht Imkern spass. :)

  • Mal zum Thema zurück.

    Ich habe 15 DNM1.5 in der Hohenheimer Beute mit Zander Halbrähmchen im Honigraum, noch 4 Dadant 12er, 2 Topbar Hive, 2 Warre Beuten.

    Bei geteilten Brutraum würde ich noch mal die "Unger Methode" in den Raum werfen.

    Gibt's bei YouTube paar Videos dazu.

  • Moin Martin und Pinky!
    Das wichtigste am führen eines Volkes mit einem BR (Großraumbeute, z.B. DN1,5 oder Dadant), ist, dass der Raum an die Größe des Volkes angepasst wird!

    Viele, die von der Führung mit 2 BR (z.B. 2x DN) kommen und dieses nahezu 1:1 bei der Führung mit Großraumbeuten wieder umsetzen, erleben ein böses Erwachen.

    Ich persönlich finde, dass man gerade als Anfänger beim richtigen Führen eines Volkes in einer Großraumbeute (1 BR) viel lernen kann, da man (meiner Meinung) näher am Volk dran ist.

    Wie oben schon erwähnt, wird über das Jahr der Raum in der Beute an die Bedürfnisse des Volkes angepasst.

    Das fängt im Frühjahr an, bei Flugbetrieb, einengen auf die Brutwaben, Futterwaben nachhalten

    Zur Weidenblüte wird der erste HR (Halbzarge, z.B. DN0,5) über ASG aufgesetzt

    Ab dieser Zeit ist das Volumen der Beute erst so groß wie das bei der Völkerführung mit 2 BR!

    Danach wird je nach Bedarf (Größe des Volkes, Legeleistung der Kö, etc.) der Brutraum bis Mai erweitert (auf ca. 7-9Waben, je nach Volksgröße), HR kann wie bei 2 BR nach Bedarf erweitert werden.

    Keine Kippkontrolle, sondern gezieltes Sichten des Volkzustandes durch Ziehen der Waben.

    Dabei habe ich vieles gelernt, lerne aber weiter dazu und hört meiner Meinung auch nie auch;-)

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Häufig diskutiert und meine Meinung werde ich nicht ändern.

    Ich imker mit zwei Bruträumen in DNM. Das gilt sowohl für den Sommer als auch den Winter.
    Es ist leider, leider eine Modeerscheinung, dass mit einem Brutraum geimkert wird.Ich finde das gerade für Anfänger tödlich. Rein rechnerisch mag es zwar stimmen, dass in einem Brutraum die Königin voll umfänglich stiften kann, in der Praxis sieht es aber aus. Selbst bei Buckfastvölkern, die fast keinen Honigkranz anlegen, reicht der Platz nicht aus. An den Randwaben wird Pollen eingelagert und das Brutnest dehnt sich immer in den zweiten Brutraum aus. Die Bienen nutzen nur den Beutenrand zum brüten, wenn sie dazu gezwungen werden. Das Argument, dass ich zur Schwarmzeit immer alle 22 Waben kontrollieren muss, ist ein Märchen. Ich kontrolliere nur den oberen Brutraum und mit dem Blick nach unten, sieht man sehr schnell, ob Weiselzellen angelegt wurden oder nicht. Nur wenn schwarmstimmung herrschen sollte, schau ich mir den unteren Brutraum an.

    Das Argument, dass die Bienen durch die geringere Bienenmasse weniger Honig vrrbrauchen und mehr für den Imkrr bleibt, gilt nur eingeschränkt. Gerade bei den Massentrachten wie Raps wird jede Biene gebraucht.

    Bienen können nicht auf Futter überwintern. Die meisten meiner Völker sitzen jetzt im unteren Brutraum und futtern sich im Winter langsam nach oben.
    Gerade.bei einem schnellen auffüttern mit jeweils 10 Litern 2x raubt man die Bienen den Platz, um genügend Wintrrbienen zu bilden.
    Ein Kollege hier im Forum hat mir noch ein weiteres Argument geliefert.
    Je mehr Abstand zwischen Wintertraube und den offenen Boden ist, hat durch zusätzliche Luftschichten eine bessere Isolierung .

    Für mich kommt eine Einraum Betriebsweise nicht in Frage.
    Das will man mir schon seit den letzten drei Jahren verkaufen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Häufig diskutiert und meine Meinung werde ich nicht ändern.

    Ich imker mit einem BR Zander. Das gilt für den Sommer aber nicht für den Winter.

    Es ist leider, leider eine Modeerscheinung, dass mit zwei Brutraum geimkert wird. Ich finde das gerade für Anfänger tödlich. Rein technisch mag es zwar stimmen, dass nur in zwei Bruträum die Königin voll umfänglich stiften kann, in der Praxis sieht es aber aus. Selbst bei Buckfastvölkern, die fast keinen Honigkranz anlegen, reicht der Platz aus. An den Randwaben wird Pollen eingelagert und spätestens zum Raps werden die Pollenwaben entfernt und den Ablegern gegeben, die nehmen die dankbar an. Die Bienen nutzen nur den Beutenrand zum brüten, wenn sie dazu auch die Möglichkeit haben. Das Argument, dass ich zur Schwarmzeit immer alle 20 Waben kontrollieren muss, ist kein Märchen. Selbst wenn man nur den oberen Brutraum und mit dem Blick nach unten den unteren BR kontrolliert, muss man doch alle Waben kontrollieren, wenn eine Schwarmstimmung erkennbar ist.


    Das Argument, dass die Bienen durch die geringere Bienenmasse weniger Honig verbrauchen und mehr für den Imker bleibt, gilt nur eingeschränkt. Es sind ja genauso viele Bienen, aber weniger Honig landet im Brutraum und die energieintensive Wärmehaltung wird erleichtert. Deshalb muss aber bei der Ernte immer Honig belassen werden. In Summe bleibt es also im Vergleich zu gut geführten Zweizargern ähnlich.

    Bienen können auf Futter überwintern. Die meisten meiner Völker sitzen jetzt im unteren Brutraum und futtern sich im Winter langsam nach oben.

    Gerade bei einem schnellen auffüttern mit jeweils 10 Litern 2x raubt man die Bienen den Platz, um genügend Winterbienen zu bilden. Deshalb wird ja zur Einfütterung ein zweiter Raum aufgesetzt, oder der erste HR inkl. Honig gleich belassen. Dann ist auch die Wabenhygiene kein Problem.

    Ein Kollege hier im Forum hat mir noch ein weiteres Argument geliefert.

    Je mehr Abstand zwischen Wintertraube und den offenen Boden ist, hat durch zusätzliche Luftschichten eine bessere Isolierung. Alternativ kann man mit dem Bruteinschlag auch den Boden schließen.

    Für mich kommt eine Zweiraum Betriebsweise im Sommer nicht mehr in Frage.

    Das will man mir schon seit den letzten Jahren verkaufen.

  • Es ist nicht nur der einräumige oder zweiräumige Brutraum. Entscheidend ist beim Wechsel die richtige und vollständige Übernahme der jeweiligen und auch örtlich angepassten Betriebsweise. Sonst kann man logischerweise kaum brauchbare Aussagen treffen. Früher war alles einräumig und heute imkere ich mit Begeisterung zweiräumig. Die Überlebensfähigkeit und nicht zuletzt die Erträge sind deutlich gestiegen. Soll doch jeder seins machen. Vielleicht fragt man irgendwann wieder nach den Vorteilen des Doppelraums, wer weiß?:)


  • Ich muss damit meinen Kommentar dabei erweitern. Dieser Bezog sich nur auf DNM.

    Es war nicht damit gemeint, dass 1,5 DNM, Dadant oder andere Grosswaben in der Betriebsweise irgenwie negativ sind. Ganz im Gegenteil, die großen Brutflächen und andere Dinge daran gefallen mir ausgesprochen gut. Man holt sich darüber andere Nachteile in seiner Betriebsweise ab, die mich bei DNM bleiben lassen.

    Ja, ganz so dogmatisch hätte ich es nicht formulieren müssen, dennoch ist bleibe ich bei meiner Aussage, dass für mich die Mehrzargige Arbeitsweise im Brutraum bei DNM

    die bessere ist.

    Auch würde ich die Einzargige Arbeitsweise nie einem Anfänger empfehlen.

    Das Thema ist mir immer wieder ein "besonderes Anliegen", da ich mich an meinem Opa erinnere, wie er sich in bemühte, die Bienen von dem schwärmen abzuhalten.
    Heute haben wir dagegen paradiesische Zustände.


    Es ist aber jedem selbst überlassen, was er tut. Es ist ein Hobby und schaden tut es den Bienen nicht.

    Danke für den Hinweis.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.