Einzarger oder Mehrzarger ?

  • Bei mir im Sommer DN 1,0 und der zweite Teil DN1,5.

    Zum Einfüttern bekommen DN 1,0 eine Halbzarge oben drauf, welche dann im Herbst untergesetzt und im zeitigen Frühjahr leer entnommen werden kann. Somit haben die auch im Winter kein Futterproblem.

  • Ich verstehe die Antworten die Dadant und DNM 1.5 etc. erwähnen hier nicht. Die Frage 1- o. 2-zargig setzt doch automatisch vorraus das ein Format wie Zander oder DNM gemeint ist.


    Hier bei mir haben diese Jahr viele Imker von 2 BR Zander auf 1 BR umgestellt, und sich dann über das viele Abschwärmen gewundert ... Mein Arbeitskollege der auch Jungimker ist hat deswegen sein vom Verein versprochenes Startvolk nicht bekommen, es war halt nicht mehr da.


    Mein Imkerpate (anderer Verein) hat nen Unfall mit Armverletzung hinter sich und imkert deswegen mit 1 BR da er die HR dann nicht so weit oben wegnehmen muss. Es geht anscheinend aber ist bei Zander etwas eng.


    Ich habe meine drei Ableger momentan auf ein Zarge für den Winter und merkte im Oktober, dass das mit Winterfutter und Winterbrut gemeinsam etwas eng war. Im Frühjahr werde ich schon auf 2 BR gehen, dann Absperrgitter und 1-2 HR, ja nach Trachtmenge. Wenn sie nächsten Herbst stark sind plane ich ein eher mit zwei Zargen zu überwintern.


    Hab auch von Leuten gehört, die mit 1 BR im Sommer arbeiten und für den Winter dann mit zwei Zargen arbeiten, damit auch schön viel Platz ist für das Futter.

  • Hier bei mir haben diese Jahr viele Imker von 2 BR Zander auf 1 BR umgestellt, und sich dann über das viele Abschwärmen gewundert ... Mein Arbeitskollege der auch Jungimker ist hat deswegen sein vom Verein versprochenes Startvolk nicht bekommen, es war halt nicht mehr da.

    Vielleicht hätten sie mal eher die HR geben müssen und nicht erst zur Kirschblüte wie bei 2 BR.

  • @Pinky69


    Ich habe auch erst 2-zargig mit Zander angefangen und aber dann umgestellt auf nur einen Brutraum!


    1-zargig:

    Vorteile:

    -- du brauchst zur Schwarmkontrolle nur max. 10Rähmchen kontrollieren

    -- der Honig landet da wo er hingehört, nämlich in dem Honigraum

    Nachteil:

    -- wenig Platz bei der Schwarmkontrolle

    -- es gibt kaum Honigvorräte im Brutraum, deshalb muss nach dem Schleudern unbedingt auf die Trachtlage geachtet werden, denn sonnst können sie verhungern!

    -- Wabenhygiene ist im Sommer kaum möglich

    -- für ein starkes Wirtschaftsvolk ist einzargig überwintern schwieriger, weil der Platz für ausreichend Futter fehlt


    Besonderheiten:

    -- der erste Honigraum mit Absperrgitter wird zur Salweidenblüte aufgesetzt, dann nämlich wenn die 1-Zarger mit der 2.Brutraumzarge erweitert werden, denn sie brauchen Platz! Das bedeutet aber auch, dass ca. zur Kirschblüte schon unter Umständen bei guter Trachtlage(Raps) der 2. HR nötig ist!

    -- Überwintert wird mit zwei Zargen, damit genug Platz für das Futter ist, das heißt nach dem Abschleudern wird der Honigraum ohne Absperrgitter einfach wieder aufgesetzt

    -- im Frühjahr, meistens so zur Kirschblüte wenn Flugbetrieb herrscht, kannst du dann die untere Zarge mit den alten Waben entfernen


    Wichtig ist das rechtzeitige erweitern im Frühjahr, denn sonst gibt es Schwärme!!!


    2-zargig:

    Vorteile:

    -- immer genug Honig im Volk

    -- Wabenhygiene kann im Sommer gemacht werden, allerdings stressfreier ist es für Imker und Bienen im Frühjahr

    Nachteile:

    -- immer sehr viel Honig im Volk, wenn man richtig Honig ernten will ist das ärgerlich

    -- Kippkontrolle kannst du als Anfänger vergessen, die Rähmchen sind nur schwer einzusehen und man versteht das verhalten vom Volk noch nicht , um die Zusammenhänge zu erkennen

    -- bei Schwarmtrieb müssen bis zu 20 Rähmchen kontrolliert werden



    Vielen Imkern ist das imkern mit einem Brutraum lieber. Allerdings ist es bei der Schwarmkontrolle sehr eng in der Beute, deshalb kommt dann immer auch gleich die Überlegung dazu lieber gleich Zander 1,5 oder DN 1,5 zu nehmen, damit man das Material weiterverwenden kann! Dann imkert man ähnlich wie mit Dadant und mit Schied! Von dem Raumvolumen meiner Meinung nach die ideale Lösung!


    Ich imker mit einem Brutraum und mit Zander 1,5!

    Einzargig deshalb, weil man diese Völker und Ableger gut verkaufen kann.

    Sammelbrutableger bilden und Königinnen ziehen ist mit dieser Wabengröße sehr gut möglich.

    Bei Zander 1,5 gefällt mir einfach der vorhandene Platz bei der Schwarmkontrolle, denn ich muss max. 6 Waben kontrollieren und kann die Waben zur Seite schieben! Es gibt ausreichend Platz für das Winterfutter.


    Susanna






    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)

  • Ich verstehe die Antworten die Dadant und DNM 1.5 etc. erwähnen hier nicht. Die Frage 1- o. 2-zargig setzt doch automatisch vorraus das ein Format wie Zander oder DNM gemeint ist.


    Hier bei mir haben diese Jahr viele Imker von 2 BR Zander auf 1 BR umgestellt, und sich dann über das viele Abschwärmen gewundert ... Mein Arbeitskollege der auch Jungimker ist hat deswegen sein vom Verein versprochenes Startvolk nicht bekommen, es war halt nicht mehr da.


    Ich habe meine drei Ableger momentan auf ein Zarge für den Winter und merkte im Oktober, dass das mit Winterfutter und Winterbrut gemeinsam etwas eng war. Im Frühjahr werde ich schon auf 2 BR gehen, dann Absperrgitter und 1-2 HR, ja nach Trachtmenge. Wenn sie nächsten Herbst stark sind plane ich ein eher mit zwei Zargen zu überwintern


    Was für eine Begründung!

    Wahnsinn, ich denke die fehlt es an praktischer Erfahrung.

  • Bei mir im Sommer DN 1,0 und der zweite Teil DN1,5.

    Zum Einfüttern bekommen DN 1,0 eine Halbzarge oben drauf, welche dann im Herbst untergesetzt und im zeitigen Frühjahr leer entnommen werden kann. Somit haben die auch im Winter kein Futterproblem.

    Machst du da ein ASG dazwischen?

    Dieses Jahr hatte ich zum Einfüttern eins dazwischen. Würde aber sicher auch ohne gehen.

    Wenn die Zarge dann darunter sitzt, natürlich ohne Absperrgitter.

  • Hier bei mir haben diese Jahr viele Imker von 2 BR Zander auf 1 BR umgestellt, und sich dann über das viele Abschwärmen gewundert ... Mein Arbeitskollege der auch Jungimker ist hat deswegen sein vom Verein versprochenes Startvolk nicht bekommen, es war halt nicht mehr da.

    Bei einem BR 1,0 DNM haben die Benen oberhalb des ASG noch ein virtuelles Brutnest, welches nicht bestiftet (wie denn auch) ist. Dies sollte doch eigentlich schon das Abschwärmen der Bienen verhindern / reduzieren.


    Ansonsten gelten für die Schwarmkontrolle die genannten Vorteile, dass man weniger Rähmchen prüfen muss und Kippkontrolle hat nicht immer genau funktioniert.

    2 Völker Carnica in Segeberger (rote Königinen)

  • Nur nicht streiten bitte, ist doch ein schlichtes Thema, dachte ich. ;)

    Werde nächstes jahr die Variante mit 1 BR (Zander) und HRäumen versuchen. Schärmen will ich versuchen zu unterbinden da ich eh noch Ableger (Brutwaben) machen will.

    Da ich nicht wandere könnte natürlich die 2-Zargen Variante auch interessant sein, aber das stelle ich dann noch aus wenn es 1-Zargig nicht zufriedenstellend funktioniert. :)

    Danke euch allen für die interessanten Hinweise und die Abwägung der verschiedenen Arten.

    Vielleicht könnte ich auch noch auf Zander 1,5 wechseln aber dazu müsste ich alles umrüsten. Naja mal sehen.


    Gruß

    Chris

  • Ich verstehe die Antworten die Dadant und DNM 1.5 etc. erwähnen hier nicht. Die Frage 1- o. 2-zargig setzt doch automatisch vorraus das ein Format wie Zander oder DNM gemeint ist..

    Nicht zwingend!


    Von 2 BR Zander auf 1 BR umgestellen und dann über Schwärme wundern😀


    Ein Brutraum ZA oder DNM ist viel zu klein.


    Susanna hat die Vor und Nachteile schon sehr gut beschrieben. Wesentlicher Vortei eines großen Brutraums ist der Umstand nur die Hälfte der Waben händeln zu müssen. Weiters ist eine Wintervarroabehandlung wesentlich einfacher und effektiver als bei zweizargig. Bei großer Kälte ist die Überwinterung beim Einzarger unproblematischer, da man keinen beespace zu berücksichtigen hat und ein Bienenabriß bei schnell einsetzender Kälte weniger zu befürchten ist, wenn Sie auf einen Brutraum sind.

  • Ein Brutraum ZA oder DNM ist viel zu klein.

    Ich dachte mit dieser Debatte wären wir durch.

    Ich habe noch kein Volk erlebt, dass auf allen 12 DNM-Waben gebrütet hat.

    Auch eine nennenswert erhöhte Schwarmneigung kann ich nicht beobachten. Wir reden von einem Brutraum, nicht von einer Einraumbeute.

    Dass große Waben Vorteile haben, ist eine andere Frage.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)