• Ich finde gleichmäßig Zimmertemperatur inzwischen am besten, um möglichst keine Blüten zu bekommen. Aber 'über Monate' würde ich nie machen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bisher gab's bei mir nie ein Problem mit zu festem Honig im 100er-Siegerland Rührgerät, da ich fast kaum Rapshonig habe, nur im Gemisch. Das gibt im FJ schönen cremigen Honig:thumbup:.


    Aber die Sommertracht!

    Geimpft mit cremiger Frühtracht mit und ohne Gefriertruhe/Kühlschrank oder mit wochenlangem Rühren bei ca. 15 ° C Raumtemperatur - nix verhilft zur Kristallisation. Momentan wieder 80 kg am rumorgeln (2 × täglich 15 Min.). Das will wieder nicht - kommt flüssig ins Glas und dann wird es nach vielen Wochen entweder gelartig halbfest oder sandig. Letzteres ist Mist.


    Eine Kühlung wäre mglw. hilfreich, darum nochmal die Frage nach der Kühlmanschette/Bierkühlerkombi. KönnteSt Du mal Näheres dazu nennen ?!


    Besten Dank!

  • Es wäre kostenmässig günstiger, eine Woche Urlaub bei mir zu machen. Frei Kost und Logis. Danach nimmst Du Deinen fertigen Honig wieder mit.

    Nassenheider bot so eine Manschette vor Jahren an.


    Grüsse

    Ulrich

  • Es wäre kostenmässig günstiger, eine Woche Urlaub bei mir zu machen. Frei Kost und Logis. Danach nimmst Du Deinen fertigen Honig wieder mit.

    Ulrich, nur wenn Du Deine andere Seite - die schlachterischen Fähigkeiten - form- und fachgerecht mit anbietest: Ahle Worscht lockt den armen Hessen aus den zurzeit dunklen nordischen Gefilden ins "gelobte Land" ;)


    Nassenheider - werde ich nachsehen. Mit so einem Profiteil wie der bei Dir steht ist das alles nur "Spölkrom", wie man hier sagt.

  • Bei dem oben erwähnten Projekt scheint es sich um soetwas hier zu handeln.


    beemax wenn Du überlegst, mit einer Durchlaufkühlung für ne Zapfanlage zu kühlen, könntest Du dann nicht weiches Kupferrohr zu einer (für die Reinigung evtl. abnehmbaren) Spirale um Dein Rührfass wickeln? Am besten um einen etwas engeren Kern, damit es gut anliegt?

    Gibt es zB in 6mm Durchmesser. Drumherum was zum Isolieren (ob das vergleichsweise teure Armaflex oder eine alte Campingmatte, kann man je nach Budget entscheiden). Das ganze bei Bedarf mit Spanngurten fixieren. Ein paar Lötfittings, ne kleine Pumpe und es sollte für 100, 150 € schon was Brauchbares dabei heraus kommen, könnte ich mir vorstellen.


    Den verlockend klingenden Ausflug ins Häsische würde ich mir allerdings trotzdem nicht entgehen lassen ;-).

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Aber die Sommertracht!

    Geimpft mit cremiger Frühtracht mit und ohne Gefriertruhe/Kühlschrank oder mit wochenlangem Rühren bei ca. 15 ° C Raumtemperatur - nix verhilft zur Kristallisation. Momentan wieder 80 kg am rumorgeln (2 × täglich 15 Min.). Das will wieder nicht - kommt flüssig ins Glas und dann wird es nach vielen Wochen entweder gelartig halbfest oder sandig. Letzteres ist Mist.

    Hallo Beemax,


    gel- oder geleeartig gibt es bei mir nur von der Linde. Der Honig "stockt" und bleibt dabei durchsichtig transparent wie früher diese "CD"-Seife. Wenn er dann gerührt wird, wird er aber auch undurchsichtig und er wird bei mir eigentlich bis spätestens Ende Oktober, Anfang November doppelt gesiebt und ohne jedes Impfen in allen Hobbocks im Innenraum (aktuell 10 bis 16 Grad) immer so fest, dass ich ihn für den Rapido oder das Abfüllen immer erwärmen muss!


    Der einzige Honig, der auch mal bis Weihnachten flüssig blieb - und das auch nicht jedes Jahr - war Robinie! Kannst Du denn auf die Tracht schließen?

    beemax wenn Du überlegst, mit einer Durchlaufkühlung für ne Zapfanlage zu kühlen, könntest Du dann nicht weiches Kupferrohr zu einer (für die Reinigung evtl. abnehmbaren) Spirale um Dein Rührfass wickeln? Am besten um einen etwas engeren Kern, damit es gut anliegt?

    Da würde ich stark davon ausgehen, dass bei einer angelegten Spirale der Kontakt oder besser die Kontaktfläche viel zu klein ist, um einen ordentlichen thermischen Übergang zu schaffen. Sonst kühlst Du die Umgebungsluft und nicht den Honig, wobei gerade die "Erzeugung von Kälte" ja besonders energieaufwendig ist!

  • Da würde ich stark davon ausgehen, dass bei einer angelegten Spirale der Kontakt oder besser die Kontaktfläche viel zu klein ist

    Nu ja: bei einer Kapillarrohrmatte ist das nicht anders, bzw. der Vergleich hängt davon ab, wieviele Windungen die Kupferspirale hat. Um diesen Vergleich ging es ja.

    Und ich schrieb auch etwas von zusätzlicher Isolierung: die ist in beiden Fällen sicher nötig.


    Das eine vernünftige Manteltemperierung per Doppelwand um Welten besser ist, steht dabei völlig außer Frage.


    Aber Du weist da auf einen interessanten weiteren Aspekt hin: bei 800€ Kosten die kato für die Kapillarrohrmattengeschichte aufgerufen hat, frage ich mich, wie der Verkauf des 300kg-Rührfasses und die Anschaffung eines professionellen Rührwerkes im Vergleich zum Selbstbau abgeschnitten hätte, isb. unter Berücksichtigung der Frage nach dem Unterschied im Wirkungsgrad beider Systeme und den damit verbundenen Energiekosten über eine längere Nutzungsdauer.


    Aber Imkereien mit 300kg-Rührfässern sind ne Liga, in der ich bisher noch nichtmal auf der Tribüne war, insofern... :/:|.

    Munterbleiben!


    Erste Gehversuche mit 3 WV und einem Ableger in 12er Dadant mod.

  • Da würde ich stark davon ausgehen, dass bei einer angelegten Spirale der Kontakt oder besser die Kontaktfläche viel zu klein ist

    Nu ja: bei einer Kapillarrohrmatte ist das nicht anders, bzw. der Vergleich hängt davon ab, wieviele Windungen die Kupferspirale hat. Um diesen Vergleich ging es ja.

    Und ich schrieb auch etwas von zusätzlicher Isolierung: die ist in beiden Fällen sicher nötig.

    Wie viele Windungen bekommst DU mit einer selbst gelegten Kupferspirale hin? Schau mal die Schwarzbernner bei DMAX, ich würde tippen, 10 bis 15 Windungen wären viel!

    Die Kapillarmatte macht das und die viel schlechtere Wärmeleitfähigkeit des Kunststoffes gegenüber Kupfer durch ein Vielfaches an feinen Röhren wett - die üblicherweise in die Wände/den Putz eingebettet werden. So wirken sie dann "rundherum", auf dem Fass auch wieder nur auf der schmalen Auflagefläche.

    Ich habe jetzt nicht nachgezählt, aber die Matte dürfte locker hundert Windungen haben, die auch - wennn es gut gemacht ist - nicht alle hintereinander, sondern immer "parallel" einzeln direkt mit frischem Kühlmittel durchflossen werden. Deine Kupferspirale ist nur auf den ersten Meter schön kühl, wenn sie wirklich Wärme abführt. Das funktioniert im Bierkühler gut, weil die Wendel in einer Menge kaltem Wasser untertaucht... Niemand kühlt Bierfässer, indem er einen Schlauch außenrum legt.