Die wichtigsten Fachbücher

  • Der Pfefferle ist meiner Meinung nach so interessant, weil er von einem Praktiker in einfacher schnörkelloser Schreibweise zugegebenermaßen in der Sprache seiner Zeit geschrieben ist. Zudem gibt er klare Handlungshilfen und Instruktionen.
    Kein Beamtendeutsch und Fachchinesisch.
    Um das deutlich auf dem Punkt zu bringen, er hat klar zu verstehen gegeben, das Bienen nunmal "Arbeit" bedeuten und diese sich nicht von alleine macht.

    Zudem zeigt er auf, wie mit einfachen Massnahmen die Hygiene aufrecht erhalten wird, ohne den Eindruck zu bekommen das hier seine Arbeitsweise die einzig richtige ist und sonstiger Marketing bla, bla.

    Auch war das einer der letzten der Generation, die über Beobachtungen der Bienenvölker in der Menge ein enormes Wissen und das richtige Gespür erworben haben.
    Leider gibt es diesen Typ von Imker kaum noch.

  • "1984" in Englisch ist gut, hab ich in der Schule gelesen. Hat was, kann man empfehlen.

    Wer noch viele lange Winterabende überbrücken muss und nicht unbedingt nur Bienenpraxis lesen möchte, dem empfehle ich:


    Tanja Munz

    "Tanz der Bienen"

    Verlag Czernin


    Darin arbeitet sie wissenschaftlich mit ganz vielen Anmerkungen und einem Berg an Querverweisen zur Sekundärliteratur das Leben Karl v. Frischs auf.

    Zugegeben nicht ganz einfach zu lesen, aber der Winter ist ja noch lang.

  • Für das, was man heute gemeinhin als "Liebig"-Beute kennt, hat der Pfefferle schon schon zu einer Zeit Zeichnungen veröffentlicht, als der Liebig noch nicht mal geimkert hat :-)


    Ansonsten: Ich habe bisher nur oberflächlich im Pfefferle geblättert, aber was mir aufgefallen ist, ist dass es so viele detailierte Beschreibungen an Stellen gibt, die in anderen Büchern in dieser Tiefe fehlen. Zum Beispiel wird sehr genau beschrieben, worauf beim Umlarven zu achten ist, wie man die Larve aufnehmen muss, verbunden mit einem nützlichen (und bisher für mich einmaligen) Tip, wie man sich das Erreichen der Larven enorm vereinfachen kann.


    Ich werde versuchen, nach einem eingehenderen Studium mal etwas mehr zum Inhalt zu schreiben. Das Buch hat schon Beachtung verdient, denke ich.

  • Liebigs Buch zum "Einfach Imkern" finde ich nicht schlecht, aber "Der Wochenendimker" oder "Der schweizer Bienenvater" haben mir besser gefallen. Was vom Liebig aber super ist, ist sein Buch ueber die "Waldtracht"

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Interessant finde ich, wie der Preis des Buches von Pfefferle in die Höhe gegangen ist, nach dem das Buch hier empfohlen wurde. Bei den einschlägigen Imkerbedarfsgeschäften kostet es inzwischen zwischen 36 und 42 Euro. Der Laden, bei dem ich es zum Originalpreis von 33 Euro erstanden habe, nahm einen Tag später schon 36 Euro.

  • Hallo Bienen Freund, mit dem Dr. meinte ich eigentlich Dr. L mit seinem einfach imkern. Was weder im Zander noch im Pfefferle steht,ist eine vernünftige Varroar Behandlung. Dort bekommt Dr. L einen Pluspunkt.

    Bis bald

    Marcus

    40 Wirtschaftsvölker auf DN 1,5, 8 Miniplus, 20 Ableger Dadant, Zander und DN, Waage 401

  • Hallo Bienen Freund, mit dem Dr. meinte ich eigentlich Dr. L mit seinem einfach imkern. Was weder im Zander noch im Pfefferle steht,ist eine vernünftige Varroar Behandlung. Dort bekommt Dr. L einen Pluspunkt.

    Bis bald

    Marcus

    Sicher weil das zu deren Zeiten noch nicht SO das Problem war. Carl Benz hat sich auch nicht zu Dreipunktgurten oder ABS geäußert, ein Genie war er trotzdem. ;)