• Hier mal die Blühtermine für den Raps bei mir.

    1014 Blühbeginn 02.04.

    Man bist du alt, Drobi:/;)

    Müsste man wohl sogar noch umrechnen, wegen der gregorianischen Kalenderreform. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Moin,

    kann mir jemand noch mal die Tabelle erklären?

    Wie kommt man auf die Beträge für Temperatursumme für Schosse, Knospe und Blüte?

    Hier ja 541, 599, 753 und 1116. Da stehen zwar Summen hinter, aber ist das Allgemeingültig (z.B.1116=1691-875+300)?

    Warum gibt es zwischen dem 23. und 24. Februar eine Änderung im Temperatur-Schnitt?

    -> bis dahin (A+B)/2 und danach (A+B+4)/2

    Warum ist der Bereich nach dem 21. März farbig hinterlegt?

    Ich glaube, dass habe ich "damals", als Bernhard das mal vorgestellt hat, schon nicht verstanden;-))

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Farben für Blühbeginn gelb, grün Blühende

    Die Temperaturprognose siehe Accuweather.


    Ich übernehme das derzeitig mit Hand in eine Exceltabelle, die ich dann in verschiedene andere Berechnungstabellen includieren kann. So brauche ich nicht immer kopieren usw. sondern nur Daten über Datenbankverknüpfung aktualisieren und fertig.


    So was ähnliches habe ich für Baumblütenprognosen auf Grünlandsummentage/Wachstumstage gemacht



  • Ich guck morgens aus dem Fenster.

    Was nutzen die ganzen Daten aus der Vergangenheit? Man kann erkennen, dass irgendwann zwischen Anfang April (in Sachsen) bis Anfang Mai (in Norddeutschland) der Raps blüht.

    Ob die Wetterentwicklung den Bienen bis dahin geholfen hat, ist sicher auch regional unterschiedlich.

    Dann kommt bei uns die Frage: Erfriert die Robinie? Wenn nicht, dann kann es immer noch kommen, wie voriges Jahr: Tolle Blüte aber zu trocken.


    Was wollte ich sagen? Die Zukunft ist schwer vorherzusagen. Man sollte sich auch mehr auf die Gegenwart konzentrieren - nicht nur unter Imkern ist ist en Vogue, sich um Katastrophen in 100 Jahren und deren Verhütung zu kümmern, obwohl es genug aktuelle Probleme gibt, die brach liegen.

    Gerade bei Bienen ist Aktivismus nicht zielführend - es hieß nicht ganz umsonst früher: „Bienen und Schafe ernähren den Bauern im Schlafe“.

    Grüße Ralf

  • Hier geht es bei den Betrachtungen nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft.

    Beispielhaft sind dort nur Werte von 2017 drin. Zum weiteren gebt es nicht um ein Muß sondern um ein kann, nicht um Aktionismus. Den Blick aus dem Fenster wird keine Berechnung ersetzen, jedoch kann man Termine bei Zeiten planen/schieben, um beim aus dem Fenster sehen nicht überrascht und zu Aktionismus gezwungen zu sein.


    Liebe Grüße Bernd.

  • Na dann plane mal schön - jeden Tag neu.

    Es ist heute modern, sich mit Plänen für übermorgen den Augenblick zu verderben, den man eigentlich genießen sollte.

    Deshalb gibt’s auch so viele Bilder, die man sich „später“ angucken möchte…

    Grüße Ralf

  • Ok, danke Bernd, dann hab ich zumindest einen Teil der Tabelle verstanden.

    Die Temperatursumme vom Auflaufen des Rapses bis Jahresende beträgt 875°C.

    Diese werden von der Gesamtsumme von Schosse, Knospe, Blühbeginn und -ende abgezogen.

    Wird dann die Streuung von 300°C wieder drauf gerechnet?

    Immer noch offen:

    Warum gibt es zwischen dem 23. und 24. Februar eine Änderung im Temperatur-Schnitt?

    -> bis dahin (A+B)/2 und danach (A+B+4)/2 -> Überschreitung eines Betrages oder Phenomenologisch?

    Warum ist der Bereich nach dem 21. März farbig hinterlegt?

    Grün und Gelb sind schon klar....

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Ralf_2 ich weiß jetzt nicht, was du mit deinem Statement genau sagen möchtest.

    Ich sehe es als etwas polemisiert und mit etwas Übertreibung gewürzt, glaube aber an die gute Seele und denke mir da fehlt ein Smiley. Die Standpunkte weiter aufzulösen würde ich dann gern in einer anderen Rubrik weiterführen, da sie doch einen Blick auf die Welt und den Sinn des Lebens tangieren.


    Liebe Grüße Bernd

  • Vielleicht findest du die Antwort hier:)

  • So verrückt ist das nicht.

    Was habe ich davon, wenn ich weiß, was wann blüht?

    Voriges Jahr kamen die Pflanzen seit Ostern kontinuierlich voran, die Bienen konnte aufgrund des ihnen eigenen Brutzyklus nicht mithalten.

    So war das bei uns. Es war zu erleben, nicht zu ändern. Da hätte mir auch keine wie auch immer geartete Exeltabelle geholfen.

    Ein 14 Tage Tiefdruckgebiet nach Brutbeginn, dass die Pflanzenentwicklung bremst, wäre es gewesen.

    Kam aber nicht durch.

    So blühte alles im Zeitraffer - die Linde hätte es richten können, aber zu trocken.


    Was hätte es genutzt, wenn ich das vorher gewusst hätte? Die Zusammenhänge sind meiner Erfahrung nach komplex - da kann man mit linearer Berechnung höchstens eine Seite betrachten - das reicht aber nicht.


    Grüße Ralf

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  • Ralf die Tatsache das die Natur macht, was sie will ist klar. Doch genau beim ersten Punkt bringt es für die Imker die Wandern wollen möglicherweise Vorteile in der Planung, wann macht es Sinn meine Völker vorraussichtlich wo hinzustellen.

    Die Wachstumsummen oder Grünsummenberechnung ist doch kein Mittel allein und nie tagaktuell anzuwenden. Es kann einem ermöglichen, den Schätz- und Gefühlseindruck zu untermauern. Ich plane gern in groben Zügen, was möchte ich wann wie machen.

    Welche Sach- und Finanzressourcen möchte/muß ich ungefähr wann aufbringen, wie ist der Dienstplan meines Schatzes und welche Termine stehen wann an. Welche Arbeiten sind notwendig und müßten wann ungefähr ausgeführt werden.

    In dieser Lebensweise unterstützen mich die von mir gewählten vielfältigsten Entscheidunghelfer auch mit Prognosen, die nicht auf Kommastelle bewertet werden sollten, doch Tendenzen aufzeigen können.

    Klar kann man das mit viel Lebenserfahrung, dem grünen Daumen, dem Maulwurfshügel oder Bauernregeln kompensieren, doch wenn man erstes nicht hat und auf die anderen nicht setzen mag, sucht man sich andere Mittel.:)


    Einig sind wir uns darin, in dem was dann wirklich passiert, können wir nichts ändern und statt agieren werden wir reagieren.

    Möglich wären jedoch Alternativen zum Beispiel ein anderer Ort, der kälter ist, weniger Vegetationsfortschritt hat, den ich möglicherweise später anwandern könnte. Oder diese Woche muß ich noch keine 50HR zum Ausliefern verplanen, da die Vegetation an meinem Stand noch nicht soweit ist. Also plane ich etwas anderes dafür ein und Schnapp mir mein Schatz trotz Bienensaison und fahr mit Ihr irgendwo hin, was rein gar nix mit Bienen zu tun hat.(Redet man sich ein)

    Aber da fliegt bestimmt eine fette Hummel/Solitärbiene herum, die möglicherweise schön mit Pollenstaub bepudert/selten ist und ruft sein Schatzi: Schau mal ist das nicht cool. Dann zückt man das Smartphone und macht Bilder ......... von seinem Schatz. ;) Ne natürlich nicht.


    Tja, so ist das Leben.


    Imkern ist einfach Irre.


    Liebe Grüße Bernd