Kalkbrut

  • Hallo Leute!


    Hab bei einem Volk die Kalkbrut.Das Volk kommt gar nicht richtig in die Gänge sitzt immer noch auf nur 5 Waben.Hab das Volk schon in einen kleineren Kasten getan.Die alte Königin hab ich auch schon entfernt und eine neue zugesetzt.Was kann ich noch tun.Waben alle raus und verbrennen?


    Kann es sein das der Pilz in den Kasten ist,weil im letzten Jahr hatte ein anderes Volk im selben Kasten auch die Kalkbrut?!Wenn ja was könnte man da tun?Kasten ausbrennen oder was könnte man noch tun.



    Danke im voraus für eure Hilfe

  • hallo, Boris!
    Nach dem, was ich an diesem Wochenende gelernt habe (dank Reiner und Harry!), ich hab die Sch.. oder Schlimmeres nämlich auch, setz sie schön eng. Die Königin hast du ja schon ausgetauscht, hoffentlich aus NICHT derselben Linie, sonst hast du das bald wieder.
    Wenn sie es warm genug haben, sollten sie es packen.
    Ein Tip war, die Waben mit angewärmter leichter Zuckerlösung einzusprühen, damit der Putztrieb angeregt wird.
    Ich hab's erst gestern gemacht und hab noch kein Ergebnis...


    _________________
    Gruß aus dem Sauerland, Sabi(e)ne


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: sabi(e)ne am 2002-05-28 21:18 ]</font>

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo,
    wie sieht die Kalkbrut genau aus? Ich habe in einem Volk auf einer Brutwabe an einigen Zellenrändern weiße Kränze gesehen. Ist das vielleicht Kalkbrut?

    Freundliche Imkergrüße
    Harald Feinauer

  • Hallo Kollegen!
    Also Kasten ausbrennen oder mit Ätznatron auswaschen ist immer gut aber es geht auch ohne. Ich hatte an meinem Stand seit drei Jahren Kalkbrut seuchenhaft vertreten. Ich versuchte es zuerste mit dem säubern der Kästen und Besprühen der Waben mit Zuckerwasser aber das hat alles nicht geholfen. Im nächsten Jahr hab ich die Königin ausgetauscht (was für eine Investition!)... und plötzlich, nahezu von heut' auf morgen war der Spuk vorbei.


    Erkennen tut man die Kalkbrut an den in den Zellen, auf dem Boden oder dem Fluglochliegenden Mumien die von einem grünen bis schwarzen Pilz überzogen sind.


    Mit besten imkerlichen Grüßen
    Walter

  • Auf einer Belegstelleneröffnung habe ich folgenden Tip erhalten: Man scheide eine halbe unbehandelte Zitrone in 5mm starke Scheiben und lege die Scheiben in die Beute auf den Beutenboden. Die Säure die die Bienen aufnehmen soll gegen Kalkbrut helfen.

  • Hallo Christian,


    das beste gegen Kalkbrut ist die zwei Fingermethode. Die funktioniert 100%tig. Wie die geht? na mit den zwei Fingern zerdrückst du die Königin! ganz einfach.

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Nach meinen Erfahrungen hilft gegen Kalkbrut nicht einmal das Kunstscharmverfahren. Von allen Ratschlägen sind die Zweifingermethode und das Füttern die besten. Allerdings würde ich vom Zuckerwassersprühen wegen Räubereigefahr zum jetzigen Zeitpunkt abraten. Auch Beutendesinfektion ist gut, wenn auch "nur" als vorbeugende Maßnahme.
    Vielleicht hilft auch meine Erfahrung im letzten Jahr weiter. Habe starken MiniPlus - Völkchen vergessen die Bodenlüftung zu öffnen. Nach einer Woche Regenwetter brach bei allen gleichzeitig die Kalkbrut aus. Nach Öffnung der Lüftungsgitter ist sie genauso schnell wieder verschwunden. Da die Bienen von unterschiedlichen Herkünften stammten, war eine erbliche Veranlagung nahezu ausgeschlossen und müsste reiner Zufall sein.
    Nach dieser Erfahrung rechne ich auch eine gute Lüftung zu den Vorbeugemaßnahmen gegen Kalkbrut.

    Fachberater für Imkerei
    ALLB Freiburg

  • Hallo!
    Im "Deutschen BienenJournal" habe ich eine Leserzuschrift entdeckt, in der es um die Kalkbrut ging.
    Vor einigen Jahren stellte ein Imker ein besonders hohes Aufkommen an Kalkbrutmumien fest und unmittelbar danach das völlige Verschwinden dieser Seuche. Als er im letzten Jahr einige Völker einbüßte, half ihm ein Kollege aus mit dem Hinweis, daß das Volk von der Kalkbrut befallen sei.
    Er logierte das Volk in seine Beute und nach ein paar Tagen befand sich eine dicke Schicht Kalkbrutmumien auf der Windel.
    Seine Windel besteht aus dicker Alufolie und er stellte fest, daß das Verschwinden der Seuche sich mit dem Einlegen der Windel zeitlich deckte.
    Zufall??? Da der Aufwand nicht sehr groß ist, möchte das vielleicht mal jemand testen.
    Liebe Grüße
    Gabi

  • Hallo Armin, hallo Gabi,


    das deckt sich mit den Beobachtungen vieler Imker. Kalkbrutbefallene Völker zeigen oft im (feuchteren) Frühjahr und im Herbst Symptome, während sie im (trockeneren ) Sommer symptomfrei sind. Das kann natürlich auch mit der im Sommer gesteigerten Putz - und Brutaktivität zusammen hängen.
    Durch gute Bodenlüftung kann man die Kalkbrut sicher nicht komplett eliminieren, aber vielleicht ist es ein Baustein unter vielen.


    Grüsse
    M.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-