Öffentliches Strafverfahren wegen potentieller Wachsverfälschung einer Imkerei

  • Tja, wäre ich an seiner Stelle, hätte ich Einsicht gezeigt um das Gericht davon zu überzeugen. Aber da war null. Wie schon beschrieben sieht er sich als Opfer!


    Zivilrechtlich geht es nun in die nächste Runde und die Klage wird vorbereitet. Dann schauen wir mal was da für eine Reaktion kommt wenn hier 6 stellige Summen eingeklagt werden.

    Bisher hab ich mit durchschnittlichen und niedrigen Mittelwerten gerechnet. Aber ich hab schon verstanden, dass man hier eher vom Maximum ausgehen muss damit es fruchtet.

    Ob das nun bei nur 200.000 steht oder dann doch bei 300.000 wird schön weh tun.

    Wobei ich selbst nicht wirklich mit einem Cent rechne. Der hat das sicher schon gut verschoben und so gemacht, dass man da nix holen kann.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Der Blick ins Grundbuch und (bei Veränderungen) in die Grundbuchakten (damit in Kauf- u.a. Verträge) kann die Hintergründe so manchen Manövers erhellen. Das dafür notwendige rechtliche Interesse als Geschädigter hast Du ja auf jeden Fall.

    Bei Straftaten gibt´s auch keine Restschuldbefreiung im etwaigen Privatinsolvenzverfahren...

  • Ich finde, die Verurteilung ist schon eine sehr gute Leistung, danke Markus für den Einsatz! Das Ganze kostet viel Kraft und Energie. Und leider erreicht man nie ganz das Ergebnis, was man sich vorstellt.


    Das Ganze geht nicht ohne Verluste und psychischen Stress für alle Beteiligten über die Bühne und es wird noch lange Zeit diejenigen beschäftigen.


    Ich drück die Daumen für das weitere.

  • Zivilrechtlich geht es nun in die nächste Runde und die Klage wird vorbereitet.

    Ob das nun bei nur 200.000 steht oder dann doch bei 300.000 wird schön weh tun.

    Wobei ich selbst nicht wirklich mit einem Cent rechne. Der hat das sicher schon gut verschoben und so gemacht, dass man da nix holen kann.

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    Ich möchte nicht der Schwarzmaler sein und drücke alle Daumen für einen Erfolg.:thumbup:


    Wenn du aber verlierst, hast du bei einem Streitwert von 200.000 EUR an Kosten 19.000 EUR zu tragen, bei 300.000 EUR sind es 24.000 EUR.

  • Wenn du aber verlierst, hast du bei einem Streitwert von 200.000 EUR an Kosten 19.000 EUR zu tragen, bei 300.000 EUR sind es 24.000 EUR.

    als anständiger Imker ist man heutzutage versichert. Ob nun über den Verein/DIB oder über den DBIB ist egal. Rechtsschutz hat m.E. jeder von euch der in einem Verein ist und seine Völker gemeldet hat. Der Beitrag für die Rechtsschutzversicherung ist zudem unabhängig von der Völkerzahl.


    Und ganz ehrlich, wenn jemand angezeigt, die Strafverfolgung aufgenommen und einen rechtskräftiger Strafbefehl erlassen wurde, dann ist Verlieren nicht mehr die Frage sondern wie weit hier das Gericht den Forderungen der Klägerseite bzw. den Einwänden der Beklagtenseite statt gibt.

    Am Ende wird es auf ein Urteil hinauslaufen das besagt: Beklagter zahle Betrag X an den Kläger.

    Wie hoch der dann ist und inwiefern da dann was zu holen ist bleibt die große Unbekannte.

    Ich denke da werden noch weitere Gutachten erforderlich sein und diese dürften dann eine Marschrichtung für alle Betroffenen vorgeben.


    Fassen wir zusammen:

    *der Beklagte hat wegen Betrug einen rechtskräftigen Strafbefehl.

    *Der Kläger hat ein Gutachten was belegt, dass das Wachs mit Stearin (Stearinsäue/Paraffin und 2 Fettsäuren) verschnitten ist.

    *Weiterhin war die Konzentration von Stearin und PSM/Varroiziden in den bebrüteten MW immer geringer wie in den neuen MW.

    *belgische Studie die dem Gutachten beigefügt ist als Beleg der bienenschädlichen Wirkung dieses Wachses


    Wir haben nun 2 Optionen, einmal hinsichtlich Betrug und die andere durch die Produkthaftung des Beklagten.


    Wäre der Beklagte schlau gewesen, hätte er es seiner Versicherung gemeldet (ja die hat er) und es wäre in einem Zivilprozeß zu einer Einigung gekommen was dann alles über die Versicherung gelaufen wäre (Anwalt/Gericht/Schadenszahlung) = keine Kosten für den Beklagten.

    Nun hat er den Betrug an der Backe und somit ist die Versicherung fein raus und er muss dafür gerade stehen.


    Alles in allem kann ich nur mit dem Kopf schütteln und muss mich echt fragen was in manchen Köpfen vor sich geht.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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  • Du kannst aber problemlos den Inhalt der Artikel in eigenen Worten zusammenfassen und wichtige Stellen auszugsweise zitieren (mit Quellenangabe selbstverständlich)! Und das fände ich sehr hilfreich!


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Das ist nicht problemlos und kommt auf die Quelle an.
    In der steht sehr oft "Die Weiterverwendung von Text, auch auszugsweise, ist nur nach schriftlicher Genehmigung gestattet.
    Wenn mir die vorliegt, habe ich kein Problem an dieser Stelle.
    Und wir sollten uns auch schon auf den 2. Teil der Datenschutzgesetze vorbereiten...

  • Ihr Lieben,


    ich war als Geschädigte und geladene Zeugin auch vor Ort und bin innerlich noch immer nicht fertig damit, nicht wenigstens gehört worden zu sein.

    Ich lese grad, was Markus berichtet und hatte es mir so, GENAUSO gedacht, dass es kommen würde.

    Leider bin ich stressmässig etwas eingespannt und komme erst am Freitag dazu, mich näher damit zu befassen.

    Ganz grundsätzlich meine ich das, was ribes uns anrät - sich auf jeden Fall zusammen zu tun und versuchen, was irgendwie noch geht.

    Unter anderem habe ich eine Original-email vom Beklagten zu bieten, in der er mir mitteilt, dass der Betrieb auf den Nachfolger übergehe, der aber keine Ahnung habe!!! Diese email wurde von mir im Rahmen meiner Strafanzeige zur Verfügung gestellt.

    Soweit dazu.

    Wie gesagt, ich kann mich aus Zeitmangel erst am WE mehr kümmern, entschuldigt bitte daher schon jetzt ein etwaiges Nicht-beantworten.

    Marion, ja , ich hätte auch in eigene Worte fassen können, was der Artikel besagte, sorry.

    Mittlerweile ist er freigeschaltet, das hat sich erübrigt.

    Manches darin finde ich aber so seltsam formuliert, dass ich bange war, das falsch auszulegen bzw zusammen zu fassen. Ich mag nicht so gerne Zielscheibe deshalb werden, weil ich was total falsch gelesen oder aufgefasst habe und bin auch lange nicht rhetorisch so geschickt wie andere hier (tiefe Verbeugung vor denen).

    Bis ganz bald!

  • Hallo Landpomeranze,

    leider ist der Artikel der Schwäbischen-Zeitung noch nicht freigeschaltet. Nur für Abonnenten einzusehen.

    Lass Dich nicht hetzen, wir haben Zeit Deinen Bericht zu erwarten.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Der Wunsch anderen Imkern davon zu erzaehlen ist natuerlich gross. Aber was kann man sicher Zitieren ohne belangt zu werden. Zeitungsartikel sind kritisch hab ich gelernt. Gibt es die Analysen, Gerichtsurteile oder aehnliches oeffentlich?

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Nein leider nicht. Aber ich werde alles was veröffentlicht werden kann auch veröffentlichen sobald das durch ist.

    Bisher ist es leider noch ein Bestandteil des Zivilprozesses und wurde durch meinen Anwalt an das Gericht weiter gegeben, damit es auch im Strafverfahren berücksichtigt wurde. War regelrecht passend fertig.

    Ich versuchen Mal die Tage alles ausführlicher mit Infos von den Aussagen am Morgen zusammen zu fassen.

    Gruß Markus


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