Unentschlossen bei Ablegerkasten

  • Hallo zusammen,


    ich möchte für meine Ableger im nächstes Jahr Ablegerkästen einsetzen.

    1.: Haltet ihr das für sinnvoll oder soll ich sie in weiterhin direkt in meinen Zanderbeuten hochziehen?

    2.: Wenn ihr Ablegerkästen sinnvoll haltet, bin ich mir sehr unsicher welche es sein sollen. Holz z.B. APIFORMES oder Styropor z.B.



    Was ist eure Erfahrung?

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)

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  • Wenn aus den Ablegern bis zum Herbst überwinterungsstarke Völker werden sollen, würde ich gleich Vollmagazine nehmen. Ablegerkästen finde ich eher für Begattungsvölker im Standmaß sinnvoll,

    Kunststoff bringt im Sommer keine Vorteile.

    Ablegerkästen aus Holz kann man gut auch selbst bauen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Ich habe Ablegerkästen eigentlich nur deswegen benutzt, weil ich davon mehr ins Auto bekomme, als von Magazinen, und weil ich im Garten, wo die die Kö's nachziehen müssen, nicht so viel Platz ist.


    Aber als die Völker dann gewachsen sind, und und mehr Platz brauchten, habe ich mich geärgert, dass ich die noch mal umsetzen musste.


    Ich werde die Ablegerkästen nächstes Jahr nur zur Begattung und zur Aufbewahrung nutzen, bis die Kö's "vollreif" sind.

    Wenn ich noch mal klassische Ableger bilde, dann doch eher gleich ins Magazin.

    Ablegerkästen aus Holz kann man gut auch selbst bauen.

    Finde ich auch. Und macht auch Spaß, dann etwas Selbstgebautes einzusetzen - selbst wenn man den Beespace versaut hat und etwas Wildbau entsteht ;-)


    Grüße

    Ralf

  • Wenn aus den Ablegern bis zum Herbst überwinterungsstarke Völker werden sollen, würde ich gleich Vollmagazine nehmen.

    Das kann ich nur unterstreichen. Nur aus Platzmangel nutze ich im Notfall den 3er-Boden Zander von Bienenweber, um 3 x 3-W-Ableger in eine Zarge zu quetschen - zumindest eine Zeit lang, bis wieder HoZargen nach der Schleuderung frei werden und ich die Ableger dann endlich in eine Vollzarge umsetzen und aus ihrer Raumnot befreien kann.

    1 x habe ich in den 3 mit Schied bienendicht abgeschlossenen Abteilen auch je 1 Reservekö mit je 3 bienenbesetzten W überwintert - das geht zwar, ist aber wegen des Futternachschiebens im Winter/Frühjahr eine bienenquälerische Geigelei.

  • Aber als die Völker dann gewachsen sind, und und mehr Platz brauchten, habe ich mich geärgert, dass ich die noch mal umsetzen musste.

    Zu dem Zeitpunkt, also Ablegerkasten voll, kannst du den auch Teilen und nochmal mit ner Zelle versehen als solchen weiterführen, eventuell sogar nochmal teilen..... (brauchst halt Futter und Kisten etc.) Die Dynamik einer Jungen Queen in so Kästen sollte man schon ausnutzen.

    Das hat den Vorteil das du in die vorteilhafte Lage des Überschußes kommst.

    So fällt es im Herbst leicht die schlechten Queens auszusortieren und mit den dann anfallenden Bienen die schon geprüften Königinnen/Ableger oder die abgekämpften Altvölker zu recht starken Einheiten zu vereinen.

    Bauen lohnt hier nicht wirklich, die Styros von STEHR sind unwesentlich Teurer als Minis.

    Macht mans damit ala Guth hast keine Sorgen bezüglich Bienenmasse:)

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

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  • Die Frage ist immer wie passt es in deine Betriebsweise.


    Vorteil vom Ablegermagazin ist vor allem der gute Transport und bei guten Kästen die Fütterung.


    Wenn fertige, dann nehmen die Kästen aus Styropor. Entweder das Taunus Magazin von Seip (Közuchtbeute) oder das Franken Ablegermagazin. Für beide gibt es Aufsetzargen, Futterzargen bzw. bei DN eine große Futtertasche. Das wichtigste jedoch, durch die Magazinbauweise wesentlich besser zu betreiben und reinigen. Ich kann im Vergleich nur von den Stehr u.ä. abraten.


    Benutzen tue ich sie aber nur noch um Königinnen länger zu halten und bei Beutenmangel.

  • Die allgemeine Meinung hier im Forum ist, dass man Ablegerkästen nicht braucht. Das stimmt auch, wenn es tatsächlich nur darum geht, Ableger zu machen, womöglich auch noch am Heimstand.


    Ich habe trotzdem ein paar selbstgebaute Ablegerkästen und bin sehr froh darüber. Ich habe z.T. sehr beengte Bienenstände, auch auf Dächern. Da ist es manchmal angenehm, eine handlichere Kiste durch die Gegend zu schleppen, oder auch zu transportieren. Habe sowas auch schon zum Schwarmfang verwendet, oder auch nur um Waben zwischenzulagern.


    Meine Ablegerkästen sind so ausgelegt, dass Miniplusrähmchen quer (also im Warmbau) reinpassen würden. Das bedeutet 23,4cm Innenbreite, wenn ich mich richtig erinnere.


    Im Kaltbau, also im normalen Betrieb, passen sechs Rähmchen nebeneinander (bei mir Dadant), und es ist noch genug Platz zum schieben oder für einen schmalen Schied. Das ist mir sehr wichtig, denn bei einem Imker in unserem Verein habe ich am Anfang meiner Imkerkarriere Ablegerkästen kennengelernt, die er für fünf Rähmchen gebaut hatte. Gerade so. Also bei nicht mehr neuen Rähmchen nur mit quetschen.


    Das gute an diesem Maß ist: man bekommt Zubehör zu kaufen, weil es "Überwinterungsmagazine für Miniplus" gibt, bei denen wahlweise Miniplus im Warmbau oder 2/3 Langstroth im Kaltbau eingehangen werden können.

    Dafür gibt es Absperrgitter, aber auch Zargen und Futterzargen.


    Grüße,

    Robert

  • Hallo,

    in 2018 habe ich Ablegerkästen verwendet.

    Es passen 4 Waben rein. Bei der Ablegerbildung kommen3 Waben und ein Rähmchen rein. Wenn das ausgebaut wird, wird ein weiteres Kästchen untergesetzt oder in eine normale Zarge umgehängt.

    Überwintert wird in Beuten.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • Ich habe zum Glück nur einen Ablegerkasten ziemlich am Anfang der Imkerei angeschafft. Der hat sogar eine selbst gebaute Aufsatzzarge bekommen :wink: ! Jetzt steht er nur noch rum.

    Wenn man noch eine Imkerei betreibt, bei der Völker in Schwarmstimmung geraten und die Waben voller Weiselzellen zur Ablegerbildung genutzt werden sollen, kann man wahrscheinlich gar nicht genug von solchen Kästen haben. Da geht im Sommer auch ein passender Pappkarton (wirklich!).


    2018 stand mein Ablegerkasten jedenfalls das erste mal das ganze Jahr komplett leer herum, denn ich vermehre nur noch über Kunstschwärme mit guten Königinnen, und die kommen gleich in eine richtige Beute.


    Ablegerkästen braucht man nicht, es sei denn als Begattungskästchen.

  • Ok, super, vielen Dank für eure Meinungen.


    Das hat meine Meinung geändert. Dann kommen meine Ableger direkt in die Zanderbeuten und fertig.


    Würdet ihr dann ein Trennschied setzen und langsam erweitern oder einfach direkt die Beute mit leeren Mittelwänden vollsetzen?


    Evtl. kaufe ich mir mal einen Ablegerkasten für den Notfall bzw. um einfach mal damit rumzuspielen.

    Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern ein gutes Leben.
    Sokrates
    (469-399 BC, Griechischer Ethiker und Philosoph)