Wachsmotten oder Larven für Forschungsprojekt

  • Hallo zusammen,

    für ein Forschungsprojekt bin ich auf der Suche nach "wilden" Wachsmottenlarven. Ich weiß, dass man die auch im Zoohandel als Futter bekommt, aber diese gezüchteten sind meist sehr degeneriert. Gibt es Imker die die Larven die sie in ihren Bienenstöcken finden verkaufen? Motten, Kokons oder Eier wären auch interessant für mich.

    Würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen!

  • 1. Wieviel wird denn benötigt und wann und wo?


    2. Massenhaft Wachsmotten, Kokons, Larven sind eine imkerlichen Panne bzw. Schlamperei, also nicht so oft in nennenswerter Zahl vorkommend, um diese Jahreszeit erst recht nicht.

    Wachsmotten lassen sich aber sehr leicht und gezielt vermehren - naturnah mit Altwabenmaterial. Das wiederum fällt in Imkereien öfters an und ist i.d.R. bereits mit Wachsmotteneiern bestiftet. Diese Altwaben ins Warme gestellt, starten sofort mit der Wachsmottenproduktion.

    Welches Versuchsdesign ist vorgesehen, resp. welche TAM könnten die Auswertung verfälschen?

  • Ich werde mir ein paar Waben besorgen, danke für den Tipp schon mal ;)

    Ich komme aus Darmstadt. Im Prinzip brauche ich so viele wie möglich, sobald wie möglich. Wahrscheinlich ist das selber ausbrüten um diese Jahreszeit aber die einzige Möglichkeit.

  • Willst du sie an die Adresse geschickt haben die in deinem Profil steht?

    Ich muss ehrlich zugeben das ich jedes Jahr welche finde, irgendwo nicht ordentlich aufgeräumt das Gemüll mal zu lange drinnen gelassen und schon sind sie da. Um welche Forschung geht es konkret?

  • Jetzt ist nicht gerade die ideale Zeit für größere Mengen Wachsmottenlarven. Die entwickeln sich bei höheren Temperaturen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass du auch jetzt welche 'erzeugen' könntest:

    Mehrere Zargen voll mit dunklen, bebrüteten Waben übereinanderstellen. Vorteilhaft, wenn auch ein paar Pollenzellen dazwischen sind. Deckel drauf, das mögen die. Den kleinen Zargenturm (zwei, drei Zargen) in einen Schrank oder eine Kiste stellen. Eventuell würde es auch reichen, Folie drüberzustülpen. Wenn die Sonne da draufscheint und es eine Zeitlang kuschelig warm ist, dann entwickeln sich Wachsmottenlarven. Und wenn es erstmal eine gewisse Mindestmenge in den Waben hat, dann erzeugen die ihre eigene Wärme. Wie die Bienen...


    Mir hat sich schonmal der Inhalt von etlichen Zargen in eine wuselnde Wachsmottenmasse verwandelt, und zwar im Oktober! Ich hatte die Zargen in einem dunkelbraunen Schrank im Garten stehen. Eigentlich dachte ich, dass sowas im Oktober nicht passieren würde und fühlte mich daher sicher. Aber die Mistviecher waren darin vor Zugluft geschützt, der Schrank wurde in der Sonne warm, es war genug Masse drin, um in der Nacht nicht zu sehr abzukühlen, und wie gesagt: Größere Mengen Wachsmottenlarven können ihr 'Nest' erwärmen.

    Dumm gelaufen für mich...

    Und seitdem weiß ich auch, dass Wachsmottenlarven, wenn sie erstmal dieses Stadium erreicht haben, extrem widerstandsfähig sind. Ich habe mehrere Schwefelschnitten in dem Schrank abgebrannt - hat nicht viel geholfen.

    Die fressen sich auch durch Plastikfolie (z.B. von Müllsäcken), als wären es Oblaten.


    Degenieriert sind die bei mir definitiv nicht. Leider...


    Grüße,

    Robert

  • Wo ist das Problem.
    Bebrütete Waben in eine Kiste. Deckel drauf und Heinzung an. Klappt auch im Winter.

    oder

    Wie es ein Imkerkollege gemacht hat. Beute mit Bienen im Frühjahr abstellen und im Herbst wundern, dass die Bienen ausgezogen sind und die Motten ein.


    Erklärt mir mal lieber, wie man ohne überwintert. :u_idea_bulb02::liebe002:

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Für Rassevielfalt.

  • Gab es nicht letztes Jahr Forscher, die Plastikmüll von Wachsmotten fressen lassen wollten und somit das Recyclingproblem vom Tisch wäre?

    Hat aber glaube ich dann doch nicht wirklich geklappt, weil die Motten das Plastik nur zerschroten und nicht verdauen!


    Bist du einer dieser Forscher? Hast du sowas ähnliches vor?


    Susanna

    Ein freundliches Wort ist wie Honig: angenehm im Geschmack und gesund für den Körper (Sprüche 16,24)