Brutfrei im November

  • Ich dampfe. Das dürfen wir hier. ;)

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Bist Du sicher?

    Dissertationsschrift zur Erlangung des akademischen Grades der Doktorin der Philosophie... vorgelegt am Fachbereich der Psychologie... von Saskia Stremming. Ich denke der Link ist falsch.


    Gruß

    Frank

    Der Aphorismus ist wie die Biene: mit Beute beladen und mit einem Stachel versehen. (Carmen Sylva)

  • Dr. Schneider hat auf S. 85 + 86 signifikante Lebenszeitverkürzung auch bei den Versuchsgruppen dargestellt, die unter Volksbedingungen gehalten wurden (Schauvolk).

    Die Verkürzung unter Laborbedingungen war freilich noch deutlicher. Das mag aber auch dem speziellen Versuchsdesign geschuldet sein. Deshalb wurden ja auch die Versuche im Schauvolk vergleichsweise durchgeführt.

  • p.s.:

    In einem Volk läßt sich die individuelle Lebenszeitverkürzung nicht so exakt messen, wie unter Laborbedingungen mit einer Vesuchsgruppe mit genau definierter Anzahl von Bienen.

    Deshalb ist davon auszugehen, daß die Laborversuche sogar exaktere Ergebnisse erbracht haben, auch wenn sie von vielen Imkern in der Praxis gar nicht bemerkt werden (können).

  • Hallo Ihr Lieben,


    wir hatten vorgestern 19°C und gestern 21°C. Meine Völker haben auslaufende Brut, die noch 2-3 Tage ausläuft. Bis auf 1 Volk haben alle Stifte und einige haben dicke Rundmaden. Da ist noch nichts mit Winterbehandlung. Leider.


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

    DN 1,5 in Segeberger Beuten

  • Oh, Entschuligung, dieser Link sollte treffen:

    https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/5556

    Danke!

    Mir ist aber (noch) nicht klar georden wie viel Lebensverkürzung verursacht wird:)

    Seite 86/87, Abkürzungen siehe Seite 13.


    So etwas wie „um 10% verkürzt“ oder wie viel auch immer wäre vermutlich unseriös - sie hat Durchschnittsalter gefunden, die um 10-20% niedriger liegen, aber auch das ist bei aller Relevanz erst mal nur eine einzelne Messung ... Hoffentlich setzt das jemand fort, einfach um mehr Daten zu bekommen.


    Dr. Schneider schreibt gegen Ende ihre Meinung:


    > Die Vorteile der Effektivität von

    Oxalsäure gegen die Milbe überwiegen die Nachteile.


    Insbesondere ein Vergleich mit anderen Formen der OXS-Behandlung interessiert uns vermutlich alle.


    Bei den Temperaturen jetzt juckt es mich ja, die Brut zu kontrollieren und ggf. MS zu sprühen. Dumme Idee oder sollte das ok sein?

  • Auch in einer amerikanischen Studie (Bee Culture), (Sublimation - the best Way to Kill varroa with Oxalic Acid) in der verschiedene Oxalsäurebehandlungen unter realen Bedingungen nebeneinandergestellt wurden, wurde für Oxalsäure Träufelbehandlung und Oxalsäure Sprühbehandlung eine schlechtere Auswinterung, als selbst für die unbehandelte Kontrollgruppe ermittelt. (Was z.B. durch eine verkürzung der Lebenserwartung erklärt werden könnte.)


    (Die Oxalsäuresublimation (Verdampfung) schnitt hingegen deutlich besser ab. - Deswegen der Titel)


    Aus der minimal schlechteren Auswinterung gegenüber der unbehandelten Kontrollgruppe aber zu schlussfolgern, dass man lieber auf die Oxalsäureträufelung verzichtet, halte ich aber - zumindest ohne dichte Kontrolle des Varroabefalls - für falsch, denn die weitere Entwicklung der Völker, bis nach der Sommerernte wird hier nicht berücksichtigt.


    Wenn man die Bedampfung außen vor lässt, ist nach dieser Studie, die Träufelbehandlung besser verträglich, als die Sprühbehandlung.


    Gruß
    Ludger

  • Dr. Schneider hat auf S. 85 + 86 signifikante Lebenszeitverkürzung auch bei den Versuchsgruppen dargestellt, die unter Volksbedingungen gehalten wurden (Schauvolk).


    Die Verkürzung unter Laborbedingungen war freilich noch deutlicher. Das mag aber auch dem speziellen Versuchsdesign geschuldet sein. Deshalb wurden ja auch die Versuche im Schauvolk vergleichsweise durchgeführt.

    Auf Seite 85 + 86 gehts, nachdem ich das durchgesehen habe, um die Bienenverluste in den Schaukastenvölkern. Bienenverluste sind aber nicht gleich zu setzen mit verkürzter Lebensdauer bei einem fliegenden Volk. Weshalb hier die Gruppe OAS fehlt, ergibt sich mir nicht ganz... Aber als Beispiel ist hier hervor zu heben, dass die Gruppe OAG und die Kontrollgruppe G sehr nahe beieinander liegen.

    Über "Volksnahe Haltung" kann man nun aber freilich streiten. Ein solches Experiment im Sommer ist nicht dasselbe, wie im Winter/Spätherbst. Mit 1'500 Bienen ist "das Volk" auch unheimlich knapp bemessen.

    Interessant finde ich das Experimnent mit der Mortalität bei Jungbienen. Hier ist die Mortalität noch mal höher. Sie verwendet ja auch nur 4 Tage alte Bienen. Und an der generellen Lebenserwartung: Sommerbienen dazu. Das ist für die imkerliche Praxis aber nicht von Relevanz, da eine Behandlung mit Träufeln ja im Winter stattfindet, in brutfreiem Zustand, wos kaum Jungbienen gibt.


    In einem Volk läßt sich die individuelle Lebenszeitverkürzung nicht so exakt messen, wie unter Laborbedingungen mit einer Vesuchsgruppe mit genau definierter Anzahl von Bienen.

    Deshalb ist davon auszugehen, daß die Laborversuche sogar exaktere Ergebnisse erbracht haben, auch wenn sie von vielen Imkern in der Praxis gar nicht bemerkt werden (können).

    Jaein... Ein Laborversuch bleibt ein Laborversuch... Eine einzeln gehaltene Biene, ist eine Biene, die im Sterben liegt. Sie ist extremen Stress ausgesetzt und verändert auch ihr Verhalten. Und so etwas Sterbendem noch was zu Verabreichen, um daraus Schlüsse ziehen zu können, ist nun mal hochgradig Hypothetisch...

    Dass dem so ist, zeigen ja Feldversuche. Hier sind die beschriebenen Effekte nicht ansatzweise so festzustellen.