Milben sind wieder da

  • Na ja, wird wohl erst kritisch, wenn ein Berufsimker eine größere Verletzung erleidet oder eine Berufskrankheit aufgrund der Benutzung von Oxalsäure aufbauen möchte. Dann wird schon genau geschaut.... Aber da sind natürlich die Expositionszeiten oft ein wenig länger😉


    Aber bei Otto Normalimker spielt das wohl kaum eine Rolle. Nur direkt schlucken oder ins Auge sind blöde Geschichten.

  • OS kann man auch prima sprühen, das ist wesentlich angenehmer für den Imker. 3%ig ohne Zuckerzusatz. Und es wirkt deutlich besser. man 30g von Oxalsäure-Dihydrat. Wenn man nur reine Oxalsäure von der Apotheke erhält braucht man nur 21g auf einen Liter

    Die 30g beziehen sich auf Oxalsäure-Dihydrat. Falls man nur reine Oxalsäure von der Apotheke bekommt reichen 21g auf eine n Liter.


  • Kann den Sprühern nur ans Herz legen, Ox Verdampfen auszuprobieren. Geht schnell, schonend für die Bienen, Wirkungsgrad ohne Brut 95% und wenn man ein bisschen aufpasst, sind wie oben erwähnt, Gesundheitsgefahren ausgeschlossen. Man hat ausserdem ein gutes Mittel zur Hand ,um duch mehrmaliges Bedampfen Völker zu retten, die im Herbst zuviele Milben haben (oft praktiziert).

    Nach meiner Erfahrung fallen die meisten Milben in 2 Tagen, das reicht mir als Info über den Befall und ist ein guter Test im September, ob es weitere Behandlungen braucht.

    Ich sprühe Ox nur bei den Miniplus und träufele meine Schwärme im Sommer und die Miniplus im Winter. Miniplus kann man auch bedampfen. Wenn Du den Verdampfer zwischen Boden und erste Zarge klemmst und den Deckel leicht öffnest, zieht der Rauch durch den Zargenturm.

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  • ...erst kritisch, wenn ein Berufsimker eine größere Verletzung erleidet oder eine Berufskrankheit aufgrund der Benutzung von Oxalsäure aufbauen möchte.

    Meinst Du im Ernst, daß Berufsimker sich soweit spezialisieren, daß sie quasi als Schädlingsbekämpfer ganzjährig jeden Arbeitstag gegen Milben OXen? Und sich dabei noch so anstellen, daß sie die bei imkerlicher Anwendung allenfalls zu erwartende Tagesdosis von 1/3 MAK um mehr als das 3-fache überschreiten und das ein Arbeitsleben lang?

  • Hey AX_EL du kannst verdampfen bis du umfällst. Die Bienen stört das tatsächlich wenig. Über den Abstand kann man streiten.

    Ich dampfe mindestens 7x alle 3 Tage. Wenn dann noch mehr als 20 Fällen, geht es weiter.

    Bemüh mal die Suche. Da gibt es schon tolle Fäden.

  • Moin Axel!

    Es gibt noch keine Erfahrungen, wie oft zu oft ist. Bisherige Ergebnisse berichten von keiner Erhöhung der Sterblichkeitsrate der Bienen durch OX-Dampf. Insbesondere, da OX anders wirkt als AS.

    Im Sommer wird eine Blockbehandlung gemacht, engmaschig alle 3 Tage ein Brutzyklus lang -> 6x Bedampfen -> 15 Tage Block

    Das Ox hält sich etwa 2-3 Tage in der Beute, wahrscheinlich länger, ist aber alles noch nicht zu 100% belegt.

    Kann man auch 5x alle 4 Tage machen, ist aber nicht so engmaschig und Milben können sich vor der nächsten Bedampfung wieder in die belegten Brut-Zellen zurück ziehen, wo sie sicher sind, insbesondere, wenn in der Zeit die Zellen verdeckelt wurden.

    Habe im Herbst auch schon mal bei auffälligen Völkern bedampft und denke, sie damit auch gerettet zu haben. Ich habe auch schon bienenhilfe eingesetzt. Auch diese Völker haben den Winter überlebt.

    Im Winter sollte man nur 1x Bedampfen müssen, daher ist Brutfreiheit Pflicht. Im Winter will ich die Bienen nicht alle 3 Tage stören, weil ich im Sommer zu doof gewesen bin, die Völker rechtzeitig zu behandeln.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • AX_EL

    Ich bedampfe bis zu 6 mal im Abstand von 3-4 Tagen. Hab noch nie gehört, dass mehrmaliges Bedampfen Schäden verursacht. Sicher macht es irgendwas, soviel Säure reinzublasen, aber sie brüten stark weiter und es ist schonender als andere Chemikalien in dieser Situation.

  • Nee, da haste mich falsch verstanden.


    Ich meine eher, dass ein Imker versucht ne Rente über die Tatsache zu bekomme, dass er doch damit arbeiten musste berufssbedingt. 😉 Es gibt da kaum etwas, was nicht versucht wird, aber natürlich nicht bei den Imkern....

    Ist nur als Scherz gemeint gewesen.


    Nur weil heute die Vorgaben so sind, heisst das nicht, dass sie immer so bleiben. Bestimmte Grenzwerte wurden Anfang des Jahres wurden stark gesenkt. Und bei krebserregenden Stoffen gibt es keine Grenzwerte mehr.


    Somit kann man nur abwarten, was da kommt.... Mittlerweile gibt es ja schon Imker, die mehr als 10 mal im Jahr Oxalsäure sublimieren. Vielleicht kommt noch jemand auf die Idee des Dauer sublimierens, dann könnte es doch interessant werden. ☺

  • ...jemand auf die Idee des Dauersublimierens, dann könnte es doch interessant werden. ☺

    Sicher nicht, denn der Imker weiß ja, daß OX - einmal in Honig oder Futter übergegangen, sich dort nicht von selbst abbaut, sondern allenfalls durch das Verdauungssystem von Bienen (mit den bekannten subletalen Nebenwirkungen) oder anderen Honigessern (Geschmacksgrenze in Honig für den Menschen > 1 mg/kg, zum Vergleich AS > 300 mg/kg).

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  • Hallo,


    ich finde die letzten Antworten zum Intervall der Bedampfung gut. Ich glaube so langsam ist es angekommen, dass 2-3 mal mit ein Zeitraum von 5-7 Tagen nicht ausreicht.

    Optimal nach meiner Erfahrung alle 3 Tage und dann 6-7 mal bei Brut!

    jetzt um ein Rettungsversuch zu starten reicht sicherlich 1 mal aus. Da was aktuell noch an Brut vorhanden ist...passt schon



    grüße Stefan

  • einmal Brutfrei mit Oxalsäure behandelt - holt mehr als 95% der Milben runter, was soll der Schwachsinn mit den Blockbehandlungen, wenn vorher nicht die Brut massiv gegen Null reduziert wurde? Jede Einzelbehandlung ist eine nicht wirksame Behandlung, bei der die Bienen belastet werden! In Summe werden mehrere Gramm in die Beuten gebracht, wo 1-2g gereicht hätten. Wenn man keine Zeit und längere Entfernungen zu den Bienen hat, unterlässt man sinnlose Aktionen.

    Angesäuertes Futter ist bei den Bienen nicht beliebt, und wer läuft schon gerne über einen Säure-Schneeteppich. Eine Wespe, die durch den Dampf raus getrieben wurde, versuchte mehr als 15min vor der Beute den Säurestaub von den Antennen zu bekommen.

    Das ist als wenn die jemand alle 3 Tage eine Tränengasgranate in die Wohnung schmeisst, und hofft damit die Ratten aus dem Keller zu bekommen.

  • Hallo, vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Da anscheinend viele ein Verdampfen der Oxalsäure praktizieren, würde ich gerne wissen, welche Pulver von euch verwendet werden und wie diese dann dosiert werden müssen.