Milben sind wieder da

  • Aber auch die einmalige Anwendung dürfte schädliche Nebenwirkungen haben, auch wenn sie nicht tödlich sind (subletal). Dazu gibt es eine entsprechende Dissertation von Dr. Saskia Schneider:

    https://d-nb.info/1080171177/34

    deren Ergebnisse in #20 stark verkürzt und auf ein anderes Träufelpräparat bezogen zusammengefaßt wurden:

    Oxybee

    Anmerkung meinerseits:

    In der Praxis (nicht Laborversuche) fällt die einmalige Träufelbehandlung kaum negativ auf. Aber richtig, die mehrfache Träufelung ist zu unterlassen.


    mfg Vivajohn

  • Ausserdem sehe ich auf den Windeln mitunter Wachsschuppen (sieht aus wie kleine Glassplitter).

    So richtig Wabenbau wird derzeit ja kaum stattfinden, höchstens ggf. Verdeckelung, nehme ich mal an.

    Anders gefragt: Sind diese Wachsschuppen ein Hinweis auf Brutaktivität?

    Ich interpretiere diese Wachsschuppen als Bauaktivität zur Brutzellenverdeckelung.

    Obs stimmt?

    Aber was täten sie sonst mit frischem Wachs?

  • Womit wir unser tägliches Quantum an Schleichwerbung auch wieder untergebracht hätten. Großes Lob.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Auch die einmalige Anwendung dürfte schädliche Nebenwirkungen haben, auch wenn sie nicht tödlich sind (subletal). Dazu gibt es eine entsprechende Dissertation von Dr. Saskia Schneider:

    https://d-nb.info/1080171177/34

    Wenn ich die Einleitung und die Zusammenfassung der Dissertation richtig lese, sind die beobachteten Effekte aber nicht als spezifisch für das Träufeln beobachtet, sondern Dr. Schneider berichtet sie als Effekte der Oxalsäure. Andere Formen der OXS-Behandlung sind halt in der Studie nicht durchgeführt worden. Zitat:


    >> Da die gefundenen Effekte auch bei der Kombination mit Glycerin auftreten, ist nicht davon auszugehen, dass sie über eine Ingestion durch Auflecken der Säure durch die Biene verursacht werden, da Bienen Glycerin nicht freiwillig aufnehmen. Somitu nterstützen die Ergebnisse die Vermutungen von Nozal, dass die Säure durch die Kutikula dringt. Dies würde auch die erhöhte Mortalität der Jungbienen (p≤0,033, z≥2,131, z-Test), die durch ihre nach (sic) weichere Kutikula empfindlicher reagiert haben könnten, erklären.

  • Also ich würde wenigstens mal reinschauen und mir Stärke und die schlüpfende Brut ansehen, dann weiss man mehr.

    Bin der Ansicht, dass die kleinen Brutnester, die von November bis Februar in vielen Völkern immer wieder vorhanden sind, durchaus wichtig für die Volksentwicklung sind und wenn sich darin viele Milben tummeln, macht das beträchtlichen Schaden.
    Die Völker brechen nicht an der Milbe zusammen, sondern an den Viren.

    Gruss, Jan


  • >> Da die gefundenen Effekte auch bei der Kombination mit Glycerin auftreten, ist nicht davon auszugehen, dass sie über eine Ingestion durch Auflecken der Säure durch die Biene verursacht werden, da Bienen Glycerin nicht freiwillig aufnehmen.

    Das ist eine These von Dr. Schneider. Die widerspricht dem Ergebnis des ebenso einfachen wie eindrucksvollen Fütterungsexperimentes von IF Brüning, der Tausende auf eine Honig-Futterquelle in unmittelbarer Beutenumgebung (20m) eingeflogene Bienen innerhalb von 1/2h vergrämte durch TAM-übliche Beimischung von OX (s. Bericht 1, S. 3 oben):

    http://www.varroamilbe.ch/bericht1-new.pdf

    Das Experiment beweist, daß Bienen freiwillig nicht einmal Honig aufnehmen, wenn er mit OX befrachtet ist. Das läßt sich wohl ebenso auf Zuckersirup und Zucker-/Glycerinmischungen u.ä. übertragen. Unter realen Praxisbedingungen zwingt der Imker die Bienen allerdings dazu, zuckrige OX-Lösungen ingestinal aufzunehmen, da sie sich anders als durch gegenseitiges Abschlecken von den klebrigen Resten nicht befreien bzw. ihre Leibunterseite aus anatomischen Gründen nur im Fluge putzen können.

  • Warum sollte ich dich auch noch unterstützen?

    ...."dich auch noch unterstützen"?

    Wen unterstützt Du denn noch so alles? Erzähl doch mal......

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    Ich hatte Dir lediglich empfohlen, dass Du die PZM einmal ausprobieren sollst - bevor Du hier rumquengelst. Mehr nicht. Dazu brauchst Du einfach nur eine Tüte Puderzucker kaufen um diese Methode mal auszuprobieren, um dann zu schauen, was an Milben runterfällt. Das war's auch schon.

    Ich habe vom Kauf dieser Tüte Puderzucker wirklich keine Vorteile.


    Und wenn Du die Ausgangsfrage anschaust,

    Was kann ich jetzt noch gegen die Varroamilbe tun?

    dann wurde diese von mir beantwortet.


    Jonas