Bienenförderung Bayern - Geplante Anschaffung von Geräten (Honigschleuder, Melitherm usw...) / Einkaufsliste check

  • Warum sollte z.B. Berlin über einen bundeseinheitlichen Hebel gezwungen werden, an jeden der dort ansässigen Imker Investitionsanreize (für Balkonhonigschleudern oder Schiffertree´s usw.) zu verteilen? Die Stadtimkerei läuft dort ja ganz von allein und die vielen Linden werden ausreichend bestäubt... Not täte dort als einer seit vielen Jahren unerreichten AFB-Schwerpunktregion statt dessen eine bessere Gesundheitsvorsorge für Bienenvölker, was nicht erst bei fachgerechter AFB-Prohylaxe (incl. Monitoring, BSV, subventionierten Futterkranzproben bzw. verpflichtenden jährlichen Gemüllanalysen jedes Bienenstandes nach dem in Tschechien praktizierten Modell) beginnt, sondern schon bei der Grundausbildung der Bienenhaltewilligen, Schwarmmanagement usw.


    Jedes Bundesland setzt da eigene Prioritäten. Ob die von Zeit zu Zeit nachjustiert werden müssen, sollte m.E. besser vor Ort entschieden werden, nicht zentral. Die Entscheidungsfreiheit, die jedes Bundesland bei der Kofinanzierung von EU-Förderungen da hat, kann zielgenauer die Imkerei fördern als zentrale Vorgaben - wenn die jeweiligen Landesverbände beim Zielen helfen.

  • Hier in MV werden die Mittel praktisch nie ausgeschöpft.

    ihr habt ja auch kein Institut,oder?;)


    Ich gehe mal davon aus , das es in jedem Bundesland EU Förderung gibt.

    Wer davon wie profitiert, wird in der jährlichen Versammlung der Landesverbandsvorsitzenden (als Vertretung der Imkerschaft), dem jeweiligen Bieneninstitut und dem LW-Ministerium, auf Antrag beschlossen.

    Aus eigener direkter Erfahrung;) muss ich sagen,: die jeweiligen Verbandsvorsitzenden haben eher einen lockeren Nacken in der auf und ab Bewegung, wenn die Institute IHRE Kohle Jahr für Jahr abzocken;( und den Rest, ihnen genehm, (einer(m)) anderen zu teilen( NRW/RLP;)).

    Da macht man den Bock zum Gärtner.

    Sei es aus Respekt vor den Großkopferten oder nicht vorhandenen Alternativen, oder Bequemlichkeit und Unwissen in Sachen des nötigen Papierkriegs, (die Institute bearbeiten die Anträge der Verbände, weil die Verbände die Hürden der vorgeschriebenen Bürokratie nich erklimmen können/wollen) ich weiss es nicht!

    Bei den Bayern geht DAS nicht!, die lassen sich das nie nicht gefallen:)

    Also tr.....lt eure Vertreter in den A......h!

    Die sch.......ln sich die E..r:!:

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Es werden also Subventionen gezahlt, um Subventionen zu verhindern? Glaubst du ernsthaft, das funktioniert?

    Keine Ahnung, aber ich glaube tatsächlich, dass die Staatsregierung so denkt, weil 100.000 Hobbyimker sich mit diesen Subventionspeanuts sehr billig bei Laune halten lassen und trotzdem wesentlich mehr wertvolle Bestäubungsleistung in der Fläche (das nämlich ist der Kern!) ganz freiwillig und spottbillig leisten als es Berufsimker tun würden. Die werden schließlich nur tätig, wenn es sich tatsächlich rechnet und gehen nicht in die Fläche, sondern nur da hin, wo Massentrachten abzuholen sind.


    Wollte man die selbe Flächenbestäubungsleistung ohne die Hobbyimker erreichen, müssten man den Berufsimkern wahrscheinlich wesentlich mehr Subventionen zahlen, damit sie die ganze Fläche abdecken, obwohl es sich wirtschaftlich nicht rentiert.

    Insofern könnte schon hinhauen, dass die billige Subvention der Hobbyimker sich auszahlt, weil sie die teuerere Subventionen von Berufsimkern überflüssig macht.


    Ich persönlich hätte viel lieber die Bestäubungsleistung direkt oder über bessere Honigpreise honoriert und dafür ganz ohne Subventionen

    Diese Diskussion befremdet mich.

    Selbstverständlich. Du profitierst ja auch davon.

    Wie kommst du da drauf? Ok, wenn ich in den letzten Jahren einen Förderantrag gestellt HÄTTE, hätte ich wohl davon profitiert. Und tatsächlich habe ich in den Anfangsjahren auch geförderte Ausrüstung gekauft und damals profitiert. Aber weder damals als reiner Freizeitimker noch heute bin ich eine ernsthafte Konkurrenz für Berufsimker, insofern sehe ich weder damals noch heute eine ungerechte Benachteiligung.


    Oder regst du dich über jede Förderung auf, die anderen zugute kommt, obwohl du selbst nichts davon hast? Denn das ist schließlich Alltag in unserem Land. Denke nur mal an Dinge wie Opern, Fußball, Denkmalschutz, Kunst, Öffentlicher Rundfunk (die Liste lässt sich fast unendlich erweitern). Die werden alle gefördert, obwohl du selbst womöglich nichts davon benötigst oder einige Dinge sogar für total überflüssig hältst, doch ich wette, das regt dich auch nicht auf....


    U.a. deswegen befremdet mich diese Diskussion hier.

  • ist das Bienenzuchtzentrum

    es soll welche davon geben, die machen ihren Klienten (UNS) auch noch die Honigreise kaputt... also mit EU Kohle wenn ich darüber nachdenke

    Wenn man nun noch schaut, wofür die Kohle beantragen......

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • es soll welche davon geben, die machen ihren Klienten (UNS) auch noch die Honigreise kaputt... also mit EU Kohle wenn ich darüber nachdenke

    Wenn man nun noch schaut, wofür die Kohle beantragen......

    Soll ist hier der falsche Begriff, es wird so gemacht. (Bei mir wird das halbe Dorf mit Institutshonig versorgt und fällt als Absatzmarkt komplett weg.)

  • Tja nun....;) was sach ich ......

    tr....lt eure Vorstände in den Hi...n, oder wählt sie ab!

    Es soll andere Muskeln in der Halsregion geben, also die für nach rechts und links...

    und sowas wie Rückrad verhindert effizient den Beugemechanissmus;)

    Jetzt bekomm ich wieder Hiebe;(

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.

    sine missione

  • Ich verstehe nicht wirklich etwas von Subventionspolitik... aber macht die einmalige Subvention eines Gerätes am Ende tatsächlich einen so großen Unterschied? Davon abgesehen, dass die maximale Fördersumme oft begrenzt wird.


    In Jahr 2 wird ja nicht mehr subventioniert, wenn ich das richtig verstanden habe, alle Kosten fallen normal an (ansonsten könnte man sich als zweifelhaftes Geschäftsmodell tatsächlich jedes Jahr ne neue Schleuder kaufen, die 30% Subvention abgrasen, und das Teil dann ein Jahr später "neu" mit Gewinn weiterverkaufen).


    Dann hat der eine Betrieb eben 800 oder 1000 Euro Vorteil insgesamt gehabt, der Betreiber bekommt vielleicht zunächst einen falschen Eindruck über seine dann "wahren" anfallenden Kosten und fällt oft früh genug auf die Nase, während derjenige ohne Subvention von Anfang an härter kalkulieren musste, was sich am Ende eher auszahlt, als wenn man von Anfang an nur mit (Subventions-)Krücke gehen kann.


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.

  • Ja, es macht schon einen Unterschied. Privat muss ich einfach entsprechende weniger Honig verkaufen, um die Anschaffung wieder einzuspielen. Als Wirtschaftsbetrieb habe ich geringere Investitionen, somit kann ich was anderes zusätzlich kaufen oder habe auch die nächsten Jahre weniger Betriebskosten durch geringere Abschreibungen bei weniger Anschaffungskosten - das wird bei Kreditfinanzierung durch ersparte Zinsen und somit kleinere Raten noch deutlicher.


    Somit ganz einfach: Ja, es ist ungerecht, dass die Möglichkeiten so unterschiedlich sind. Dass das auch in anderen Bereichen ist, macht es nicht besser. Im Gegensatz zu ungleich verteilter Kaufkraft oder Mietpreisen in Deutschland könnte man das allerdings leicht ändern. Die Änderung wird aber wohl nicht dazu führen, dass alle anderen Länder dann die Zuschüsse auch so zahlen, sondern eben keiner mehr und das Geld wird dann im Haushalt für was ganz anderes eingeplant. Für mich hätte sich auch ohne Zuschüsse wenig geändert. Ich hätte das Zeug auch so gekauft und entsprechend mehr von meinem privaten und versteuerten Einkommen investiert. Damit hätte ich dann eben was anderes nicht gekauft oder hätte weniger Geld für meinen sonstigen Lebensunterhalt ausgegeben.

    Ich bin somit der klassische Fall von denen, die sowas mitnehmen, wenn man es angeboten bekommt. Da ein Verzicht kaum was für die Allgemeinheit bringen würde, mir aber deutliche Nachteile bringt, habe ich kein schlechtes Gewissen dabei - wäre aber auch nicht böse, wenn es die Möglichkeit grundsätzlich nicht geben würde. Am liebsten wäre mir auch sonst eine durchgängig niedrigere Abgabenquote und kaum Ausnahmen und Zuschüsse für irgendwas, um die Steuererklärung schnell nebenbei manchen zu können und am Schluss etwa netto auf das gleiche zu kommen wie jetzt mit viel Aufwand, Gegenrechnerei und Zuschüssen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • aber macht die einmalige Subvention eines Gerätes am Ende tatsächlich einen so großen Unterschied? Davon abgesehen, dass die maximale Fördersumme oft begrenzt wird.

    Aktuell plane ich ein paar Neuanschaffung so um die 3000€...angenommen ich bekomme 900€ geschenkt, fallen die Investitionen natürlich leichter. Man kann sogar doppelt sparen, wenn man nicht erst einmal billig, sondern gleich richtig kauft. Und wenn ich dann in 5-10 Jahren den Krempel für den ungefähr heutigen Neupreis verkaufe, habe ich ~3% Rendite p.a. und schon wurde aus der Investition eine Geldanlage, ohne auch nur 1g Honig geschleudert, gepumpt, gesiebt, erwärmt und abgefüllt zu haben.

  • Aktuell plane ich ein paar Neuanschaffung so um die 3000€...angenommen ich bekomme 900€ geschenkt ...

    Ändert zwar am Prinzip nichts, aber nochmal: 30% vom Netto! => Sind knapp über 25% vom Brutto. Wären also nur 750€ geschenkt. Zahlung erst knapp ein Jahr später, nachdem du den Gesamtbetrag erst mal selber zahlen hast. NUR für den Teil der Neuanschaffungen die förderfähig sind.