Bienenförderung Bayern - Geplante Anschaffung von Geräten (Honigschleuder, Melitherm usw...) / Einkaufsliste check

  • Das 'unglaublich' bezog sich auf die 30%, das mit der Welt & Ungerechtigkeit ist mir bewußt.


    Ich find Imker lustig. Da demonstrieren sogar Berufsimker, die mit 200 Völkern und einem Sattelschlepper anwandern gegen die 'industrielle Landwirtschaft', prangern illegale PSM an und werfen Amitraz in die Kisten und nebeln OS, finden Subventionen blöde, außer es sind Fördermittel für einen selbst.


    Im Aldi steht dann DIB für kleines Geld, was von geförderten Imkern für noch kleineres Geld an Fürstenreform ging und macht mir den Preis kaputt. Aber da ist dann auch der DIB Schuld. Schöne neue Welt, yeah.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • eben. Ich denke angeprangert wird in der Landwirtschaft i. d. R. die Flächenprämie und nicht irgendwas anderes.

    Die Flächenprämie umgelegt auf Imker würde bedeuten, wer viele Bienen hat bekommt viel, wer wenig hat, bekommt wenig.

    Mit dem Resultat, dass plötzlich alle Hobbyimker 100 Völker haben und der Honig statt 5 nur noch 3 Euro kostet. Genau das Problem in der Landwirtschaft

  • Vielen Dank für den Bericht. So etwas geht aus dem Merkblatt nämlcih nicht hervor.


    In einem anderen Beitrag war von Sets die Rede, die nicht gefördert werden können. Ich denke das bezieht sich auf "Einsteigerset 107teilig, 899€" aber nicht auf ein Entdeckelungsgeschirr, das an sich nur komplett verkauft wird, wie vorherig mal erwähnt, oder? Ich kann mir ja nicht für eine Schleuder die Preise für jede einzelne Schraube geben lassen. Eine Schleuder wäre demnach ja auch ein Set aus einzelnen Schrauben und Blechen ;)

  • Vielen Dank für den Bericht. So etwas geht aus dem Merkblatt nämlcih nicht hervor.

    Ja, darum war ich auch überrascht und habe dort nachgefragt.


    In einem anderen Beitrag war von Sets die Rede, die nicht gefördert werden können. Ich denke das bezieht sich auf "Einsteigerset 107teilig, 899€" aber nicht auf ein Entdeckelungsgeschirr, das an sich nur komplett verkauft wird, wie vorherig mal erwähnt, oder? Ich kann mir ja nicht für eine Schleuder die Preise für jede einzelne Schraube geben lassen. Eine Schleuder wäre demnach ja auch ein Set aus einzelnen Schrauben und Blechen ;)

    Sets werden nicht gefördert solange nicht die Einzelpreise dabei stehen. Ich habe mit von CFM ein Schleuderset (Schleuder, Edelstahl-Abfülleimer, Entdeckelungsgeschirr) gekauft und mir dafür ein offizielles Angebot geben lassen wo alle Preise einzeln aufgeführt worden sind. Die haben das gerne gemacht. Die Set-Ermäßigung war dann am Schluss als Rabatt abgezogen. Dann einfach Bruttopreis und finales Netto nach Rabatt im Antrag angeben.

    Schwierig wird es wohl bei Händlern sowas nicht machen.

  • 30 % ist ja Traumhaft hier gabs nur höchstens 50€ Neuimkerförderung pro Volk und einen Zuschuss auf die Futterkranzproben so das die Untersuchung nur 10€ pro 10Völker kostet.

    "Bis zu" 30% aufs Netto (kann gekürzt werden wenn Gelder nicht reichen), das sind so 25% aufs Brutto (mit 19% MwSt gerechnet (x/1.19*0.3 = x*0.252). Aber halt nur auf bestimmte Dinge (Honigproduktion, Wachsproduktion, Varroabekämpfung), keine Beuten.


    Dann gäbe es in Bayern noch "Imkern auf Probe" (2x100€, für den Imkerpaten) sowie Zuschüsse und Zuschüsse für Honig/Wachs-Proben.


    Mal sehen wieviel Neidhammel es hier noch gibt.

  • Ich antworte mal als Nichtneidhammel. Wenn sich jemand für ein Hobby oder Beruf entscheidet, so sollte nicht der entscheidende Grund für die Wahl die zu erwartende Wohltat von der Gemeinschaft sondern der zu erwartende Erfolg meiner Tätigkeit sein. Wenn jetzt sogar Hobbyimker nach Förderung gieren frage ich mich wo der Brieftaubenzüchter bleibt?

    Das Berufsimker die Förderung genau so wie der Bauer erwarten kann ich ja noch nachvollziehen aber nur schwer akzeptieren.

  • Die Förderung in Bayern hat ja auch einen ganz anderen Hintergrund und vor allem ein ganz anderes herangehen. Es sind ja nicht nur die 30%, sondern auch Kurse und alleine drei Prüfhöfe für die Zucht. Da gibt es nicht nur EU mittel, sondern auch noch Landesmittel.


    In S-H gibt es die Förderung ja auch, es stimmt es muss die selbe Summe wie die EU-Fördersumme aufgebracht werden, die wird dort von dem Landesverband aufgebracht. Gefördert werden dort allerdings keine Anschaffungen, sondern Imkerkurse, eine Halbtagskraft, Leistungsprüfungen von 40 Königinnen (die danach aber Futsch sind, von einer wird dann eine Saison lang Material verkauft, die restliche Königinnen bleiben bei dem Berufsimker), das Verbandskäseblatt, eine Imkerveratubgshotline, 50 Futterkranzproben sowie Milch- und Ameisensäure.


    Hier in RLP sieht die Förderung so aus, Vereine können sich eine Carnica!!! Inselkönigin vom Institut als Gemeinschaftszuchtkönigin fördern lassen, Jungimker ihre Schleuder, der Rest geht für Kurse drauf.

  • Wohne im Osten von Berlin, null Cent für gar nichts... Seuchenfreiheitsbescheinigung (kostenpflichtig für das Schreiben plus Grundgebühr plus Mehrung über 20 plus Landeslabor einmal pro sechs Beuten) zuzüglich amtlich gezogener Futterkranzprobe, dafür muss das Amt sogar Anfahrt in Rechnung stellen.
    Einzige Vergünstigung: AS us vet, gibt es über den Landesverband leicht verbilligt.


    800 Meter weiter beginnt Brandenburg: Kostenlose Faulbrutuntersuchung - i, gleichen Labor- nur das Schreiben kostet, mit der Bitte, nicht zu wenig Völker zu bedrohen, Anfängerförderung!

    Wie WFLP es schrieb, die EU-Mittel müssen vom Land kofinanziert werden. Das heißt pro Euro vom Land gibt es eine von der EU. Berlin sagt „wir fördern anders“ und ehrlich gesagt, wenn ich sehe, wie …viele hier mit einer oder zwei Beuten an - und nach kurzer Zeit wieder aufhören, komme ich nicht umhin, zu zweifeln, ob eine Förderung in der Stadt wirklich Sinn macht.
    Eigentlich müsste ich in Brandenburg noch mal neu anfangen...

  • Hi,


    vielleicht sollte man die Förderungen in anderen Bundesländern auch, zumindest


    wenn man kein Berufsimker ist der davon leben muss, einfach ignorieren.


    Oder man engagiert sich und lässt sich auf einen Posten in den Landesverband wählen um


    direkt an den Verhandlungen mit den Landesregierungen teilzunehmen.


    Da kann man dann seine Ideen einbringen und ggf. sogar mit beeinflussen was gefördert wird.


    Bei einem Berufsimker sieht die Sache schon anders aus. Da fliessen die Förderungen mit in die


    Kalkulation und beeinflussen den Gewinn. Da können 25% Förderung für Maschinen schon


    die entscheidenden Cent Unterschied ausmachen.


    Gruss Joachim

  • ...und bevor der rase jetzt weint: Für größere Investitionen muss man da vorher auch belegen, dass es wirtschaftlich ist. Zudem muss man die Förderung zurückzahlen, wenn man es vor einer bestimmten Frist verkaufen will.


    Ja, es ist ungerecht, wenn im Föderalismus die Bundesländer unterschiedliche Programme auflegen, denn schließlich stehen nachher im Zweifelsfall zwei Gläser im Regal nebeneinander, die ganz unterschiedlich subventioniert wurden.

    Die Frage ist aber, ob man mit diesen einmaligen Investitionszuschüssen nicht nur die Qualität der Ausstattung und damit der Produkte verbessert. Ich gehe zumindest nicht davon aus, dass jemand deshalb eine Schleuder zu 70% selbst bezahlt nur wegen dem Zuschuss in den Keller stellt und nach Ablauf der Frist verkauft. Der bezuschusste Hobbyimker ist wohl keine größere Konkurrenz für den Berufsimker im Markt als der vollständig selbst zahlende Hobbyimker. Die Neugründung von Betrieben kann man auch aus ganz anderen Töpfen fördern lassen als nur den landwirtschaftlichen - da kann man noch viel mehr verzerren.

    Ich halte sämtliche Zuschüsse, Förderungen usw. in fast allen Bereichen nur dann für sinnvoll, wenn damit etwas angestoßen werden soll, das sich nach der Anlaufphase selbst tragen soll bzw. ohne Zuschuss läuft, weil es sinnvoll/wirtschaftlich ist. Trotzdem bin ich gerne bereit auch die unnötigen Zuschüsse als Geschenk anzunehmen. Hier sinkt der Zuschuss, wenn mehr angefragt wird als Etat da ist. Mein Verzicht führt also im Zweifelsfall davon, dass ein anderer mehr bekommt, der es noch weniger verdient hat.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)