Bienenförderung Bayern - Geplante Anschaffung von Geräten (Honigschleuder, Melitherm usw...) / Einkaufsliste check

  • Hallo psycain89!


    Ich weiß ja nicht wer hier miesepetrig reagiert hat. Ich fand es war bisher eine sachliche Diskussion und hoffe sie bleibt es auch.

    Was ich an der Förderungspraxis bemängeln würde ist die ungleiche Handhabung in den einzelnen

    Bundesländern.

    Aber der Föderalismus hat aus meiner Sicht mehr Vor- als Nachteile.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ich bin zwar generell gegen das föderale System aber wie jemand schon sagte, das meiste Geld kommt da an wo auch Imker fehlen z.B. Mecklenburg 8000€, Thüringen 4000€, Brandenburg 1000€.

    Für mein Empfinden absolut fair.

  • Man bekommt Fördergelder und muss eine voher festgelegte Gegenleistung erbringen. Ganz simpel!

    Finde ich auch, das ist fair und gut. Sonst könnte ja jeder daherkommen und Kohle absahnen die eigentlich dem Zweck 'Förderung der Bienenhaltung' zugute kommen soll.

    In Bayern sogar:

    Zitat

    Die geplanten Investitionsmaßnahmen müssen der Erzeugung und Vermarktung von Bienenzuchterzeugnissen dienen. Es werden ausschließlich neue Geräte gefördert. Diese müssen sich fünf Jahre lang im Besitz der Antragsteller befinden und ausschließlich in der eigenen Imkerei genutzt werden.

    Und die kommen da und gucken.

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Und die kommen da und gucken.

    ..wir haben über zwei Jahrzehnten verteilt für alle Beuten und die meisten größeren Gerätschaften über diese Fördermöglichkeit einen Zuschuss beantragt und auch bekommen. Wir waren sehr froh darüber, dass das möglich war/ist. Bis heute hat hier noch niemand bei uns die gekauften Dinge auf Bestand kontrolliert. Wäre aber auch keine Problem.


    Zudem empfehle ich grundsätzlich allen Imkern diese Möglichkeit auch zu nutzen - sofern sie in Bayern wohnen. Der Aufwand beträgt pro Antrag etwa 20 Minuten.


    Jonas

  • Jonas, leider sind Beuten nun nicht mehr förderfähig.


    Ich habe heute früh meinen Antrag losgeschickt. Kann man bequem als PDF ausfüllen und ausdrucken. Bis auf die Sache mit dem Rabatt und Einzelpreise des Sets das ich kaufen wollte hatte ich keine Probleme. Ich hoffe es geht alles gut. Hab neben der Schleuder und Edelstahl-Abfülltopf auch noch ein paar Kleinteile wie Honig-Abschäumer für 15€ drauf, mal sehen ob die durchgehen. Stehen weder auf der Liste der förderfähigen noch auf der Liste der explizit nicht-förderfähigen Sachen drauf. Sowie ich es aber verstanden habe sind Geräte zur Honig- und Wachs-Verarbeitung förderfähig mit Ausnahme von Verbrauchsartikeln, wo auch Kunststoffeimer dazu zählen.

    Alles was halt die 5 Jahre Mindestverwendungsdauer nicht aushält.

  • Du brauchst für den Antrag nur ein Preisangebot, kaufen kannst du später wo anders auch zu einen anderen Preis. Gefördert bekommst du aber nur den tatsächlichen Betrag bis zum Maximum des beantragten Betrags (d.h. bis 30% netto von diesem). Heist: Kaufst du später günstiger bekommst du weniger, kaufst du teurer bekommt du nicht mehr als beantragt!


    Deswegen würde ich empfehlen die üblichen bzw. die höheren Preise anzugeben. Dann bis du selber auf der sicheren Seite. Solange du über den Minimalbetrag (400€ netto für Anfänger sonst 800€ netto) bleibst und unter der 5000€ Grenze ab der du weitere Nachweise bringen musst sehe ich da keine Nachteile für dich.


    Mir hat auf Nachfrage das Amt gesagt sie hätten gerne die tatsächlichen Preise abzüglich Rabatt etc. die dann später auch eingereicht werden. Die wollen halt mit den Werten sauber rechnen können und später keine stark abweichende Preise auf den einzuschickenden Rechnungen.

    Ich habe den Rabatt der mir schriftlich angeboten wurde von den Einzelpreisen abgezogen. Jetzt habe ich aber das Problem, dass ich woanders ohne den Rabatt ohne Förderverluste nicht mehr kaufen kann.


    Wichtig ist auch, dass du für jeden Posten Einzelpreise hast! Paketpreise ohne Einzelpreisangaben sind nicht förderfähig!

  • Deswegen würde ich empfehlen die üblichen bzw. die höheren Preise anzugeben...


    Mir hat auf Nachfrage das Amt gesagt sie hätten gerne die tatsächlichen Preise abzüglich Rabatt etc. die dann später auch eingereicht werden. Die wollen halt mit den Werten sauber rechnen können und später keine stark abweichende Preise auf den einzuschickenden Rechnungen.

    Da entsteht ein Widerspruch. Ein realistischer Antrag dient nicht so sehr der Arbeitserleichterung im Amt, sondern er ist v.a. Ausdruck der Faineß den anderen Antragstellern gegenüber. Wenn Jeder mehr beantragt, als er dann tatsächlich ausgeben will, dann werden Andere abgelehnt, für die der Fördertopf eigentlich noch ausgereicht hätte. Machen das bspw. 10 Antragsteller im Umfang von 10%, nehmen sie dem elften die Chance auf Förderung. Zum Förderzeitende hin hat das Amt dann 2 Optionen: Unverbrauchte Fördermittel korrekt und einfach zurückzugeben (Folge: Verkleinerung des Fördervolumens für das Folgejahr) oder noch mit zusätzlichem Arbeitsaufwand und unter Zeitnot mehr oder weniger sinnvoll zu verstreuen.

  • Da entsteht ein Widerspruch.

    Das eine war was für den Antragsteller besser ist, das andere für das Amt. Das muss kein Widerspruch sein.


    Wenn Jeder mehr beantragt, als er dann tatsächlich ausgeben will, dann werden Andere abgelehnt, für die der Fördertopf eigentlich noch ausgereicht hätte.

    Soviel ich weiß lehnen die keinen Antrag ab, lediglich die der Prozentsatz sinkt. Und den könnten die sogar anhand der Rechnungen die später eingeschickt werden berechnen, nicht auf Basis der Anträge.


    Ich meinte sicherheitshalber den normalen Betrag angeben. Kann ja sein, dass das billigere Angebot nicht mehr verfügbar ist, bis die Zusage zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn bzw. zur Förderung vom Amt kommt. Dann bleibst du auf den ungeförderten Mehrkosten sitzen.

  • Dann bleibst du auf den ungeförderten Mehrkosten sitzen.

    Och , armer Bienenhalter.

    Wenn es an der kleinen Summe scheitern sollte, dann fange gar nicht erst an zu Imkern.

    Außerdem sieh es mal andersrum, es sind keine Mehrkosten, sondern deine geschenkten Einnahmen fallen etwas niedriger aus.

  • Wie du oben lesen kannst habe ich bei meinem Antrag sauber den Rabatt abzogen und nur das beantragt was ich voraussichtlich auch zahlen werde. Auch habe ich dazu geschrieben was das Amt gerne hätte. Somit verstehe ich deine Anfeindung nicht.

  • Soweit ich das mitbekommen habe gibt es bei dieser Förderung einen Topf in einer gewissen Höhe.

    Gefördert wird "bis zu 30%" des Nettopreises. Ist die Gesamtsumme höher als der Topf sinkt der
    Prozentsatz.


    Siehe das offizielle Merkblatt http://www.stmelf.bayern.de/ma…ienenfoerderung_2019.pdf:

    Wobei ich davon ausgehe, dass für die Festlegung des Prozentsatzes die später separat eingereichten Realkosten verwendet werden, nicht die beantragten Kosten die dann nur als persönliches Maximum gelten.