Honigschleuder im Verein

  • Ich wollte in unserem Verein den Vorschlag machen, eine Honigschleuder anzuschaffen.
    Wir sind insgesamt 4 "Jung"imker mit jeweils wenigen Völkern und die Anschaffung einer Schleuder lohnt sich (noch) nicht. Gibt es Erfahrungen mit Vereinsschleudern?

  • Hallo Steffen.


    Die Idee mit einer Vereinsschleuder ist nicht schlecht, aber sie wird warscheinlich nicht funktionieren, da im allgemeinen in einer Gegend, der Honig immer zur gleichen Zeit reif ist, und jeder am selben Tag schleudern möchte ( vornehmlich Samstag vormittags ).
    In unserem Verein haben wir ähnliches mit einem Vereinsrefraktometer ausprobiert. Das lief auch nicht so recht, aus gleichem Grund.
    Immer wenn der Honig reif zum schleudern war, hat jeder das Refraktometer haben wollen. Das war aber gerade beim Kollegen im Nachbarort, also ins Auto, und hingefahren. Der hatte es dann schon seinerseits an den nächsten Kollegen weitergegeben und so weiter.
    Vielleicht kannst Du Dich aber mit einem anderen Jungkollegen arrangieren , und Ihr beiden könntet, wenn Ihr sehr nah zusammenwohnt für´s erste eine Schleuder zusammen kaufen.
    So einfach ist das aber alles nicht.
    Ich habe mir vor 16 Jahren eine 3 Waben Tischschleuder für, ich glaube, ca. 450,-DM zugelegt.
    Ich habe auch mit einem Volk über den Winter, und im Frühjahr zur Schleuderung dann mit 2 Völkern angefangen.
    Die Schleuder hat damals ausgereicht, und reicht mir immer noch, mit zur Zeit 7 Völkern.
    Die 16 Jahre sieht man der Schleuder nicht an, und ich meine, diese Investition lohnt sich schon, eine eigene Schleuder zu besitzen.
    So kann ich als Berufstätiger jederzeit loslegen, und muß meine knappen Wochenden nicht auch noch damit verbringen, die Gemeinschaftsschleuder vom Kollegen abzuholen, etc.


    Eine eigene Schleuder ist im Moment zwar viel Geld , zahlt sich über die Jahre gewiss aus.


    Gruß


    Patrick

    "Der geborene Imker muß Adel besitzen, nicht Adel im Geblüt, sondern Adel im Herzen, also weit höheren Adel.
    Häßliche Charaktereigenschaften machen ihn zum Imker untauglich."
    Guido Sklenar, 1935

  • Genau so siehts aus.
    Bei teueren Geräten kommt dann dazu, dass, wenn sie irgendwann mal kaputt sind, und das geht bei "Vereinssachen" sehr schnell, keiner dafür gerade steht, bzw. der Verein auf dem Schaden sitzen bleibt.
    Selbst erlebt mit einem "Vereinsrefraktometer" für 600 DM, das genau eine Saison gehalten hat. Danach wars kaputt, und nach drei Jahren unauffindbar.


    Grüsse


    Michael

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Friedhelm!


    Jau! Die Schleuder mit automatischer Zuführung für 120 Waben sieht recht nett aus! Da gibt es dann auch keine Probleme mehr wenn z.B. der gesamte Verein an einem Tag schleudern will...


    Gruß


    Andreas


    <font size=-1>[ Diese Nachricht wurde geändert von: Obstbrenner am 2002-06-29 23:58 ]</font>