Die Webseite für die Imkerei

  • happygerd


    Am Ende geht es um klicks, likes und Reichweite mit wenig Aufwand, weil auch mehr gar nicht ankommt bei den Konsumenten.

    Hey psycain,

    deshalb habe ich geschrieben, dass Texte und Infos unwichtig sind - Bilder und Filmchen ziehen deutlich besser …. ;)

    Ich glaube auch nicht, dass User lesen wollen...

    LG

  • Viele gute Ideen wurden geschildert.

    Aber wenn ich mir einen Kundenstamm aufgebaut habe muss ich nicht das letzte Kilo bis zur nächsten Ernte verkauft haben. Und beim nächsten "schlechten" Jahr darf ich dann meinen Kunden sagen: Tut mir leid, hatte ein schlechtes Jahr und mein Honig ist alle. Wie lautet das Sprichwort der Imkerei ? Eine Ernte im Verkauf, eine Ernte auf Lager im Keller und eine Ernte auf der Bank.

    Zum Internet: Wieviel Honig wird vom "Normal" Imker ( bis 20 Völker) über das Internet vermarktet? Zudem kommen auf den Honigpreis noch bruchsichere Verpackung und Versand drauf.

    Ich rechne mir größere Chancen, bekannt zu werden, über Aktionen wie Honigverkostung, Schleudervorführung, Info über Honig welche in der örtlichen Presse publiziert werden, aus.

  • Wieviel Honig wird vom "Normal" Imker ( bis 20 Völker) über das Internet vermarktet?

    Ein Imker, der über das Internet vermarktet, ist wohl eher kein Normalimker.

    Gerade wenn ich nicht ständig zuhause bin, mir auf Märkten nicht die Beine in den Bauch stehen kann und mag, ist die Vermarktung per Versand interessant. Das gilt gerade für ländliche Regionen mit den oft lausigen Preisen.

    Es gibt sehr viele Menschen, die gern guten Honig essen, aber keinen Kontakt zu einem Imker haben.

    Ich habe dieses Jahr knapp 30% meines Honigs per Webshop verkauft, damit aber 38% meines Umsatzes gemacht.

    Die Versand- und Verpackungskosten sind nicht das Problem, zumal es ja üblich ist, einen Teil auf die Kunden umzulegen. Andere Vermarktungsformen kosten auch. Ich organisiere gerade für unsere Mitglieder einen Weihnachtsmarktstand in Berlin. Allein die Standgebühr für 19 Tage liegt bei 800 Euro.

    Wiederverkäufer wollen nennenswerte Margen. Da schwinden die Erträge.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Sitze ich Anfang Mai noch auf 20 Kartons Sommertracht, dann brauche ich andere/weitere Vertriebsstrukturen.

    Spruch eines Kollegen, ein Allgäuer Vollerwerbsimker:

    - eine Tracht auf dem Konto

    - eine Tracht im Keller

    - eine Tracht in den Beuten


    Der Spruch hat mir gut gefallen.

    Daran habe ich mich immer orientiert - und bin gut damit gefahren.


    Jonas

  • Hallo, ich bin auch seit einiger Zeit am informieren und gucken wie ich meine Imkerei im Netz noch publik machen kann. Meiner Meinung ist es aber nur sinnvoll das ganze mit einem Shop zu machen - nur gucken wollen ja die wenigsten? Da bin ich jetzt aber auf der Suche nach einem guten Anbieter, am Besten alles aus einer Hand: Domainhosting, Shop, so ne Art Baukasten. Schick finde ich auch die Blogseiten mit integriertem Shop (gibt es viele bei meinem 2. Hobby der Näherei) ....

    Mich würde mal interessieren bei welchen Anbietern ihr so eure Shops habt? Preis/Leistung hab ich 1&1 als Favorit - oder geht noch besser?? :)

    LG Andrea


    Übrigens toll Miriam, dass du das Thema angesprochen hast, war auch schon am Überlegen und hab`s dann wieder sein gelassen :) ... aber so finde ich vielleicht jetzt Antworten auf meine Fragen :)

  • Ohne jetzt viel über meine Webshop-Pläne für nächstes Jahr zu schreiben hier mal unser Instagram-Auftritt:

    https://www.instagram.com/allgau_honey_farms/

    Ich investiere da relativ wenig Zeit zurzeit, manchmal kommt Monatelang kein Bild...

    Aber wenn man mal 3 Wochen lang jede Woche ein Bild postet gehts richtig ab. Über 30 Follower pro Tag. Das ist dann aber schon Arbeit, weil der Content halt auch abwechslungsreich und hochwertig sein muss.

    Jede Woche ein Bild von ner schönen Brutwabe kann man sich sparen, das will keiner sehen.


    Objektiv betrachtet: Früher war Instagram einfach eine Platform, um Bilder von der letzten Bergtour mit seinen freunden zu teilen.

    Heute hat es Millionen von täglichen Nutzern und ist einfach eine rießige Werbeplattform.

    Jeder größere Instagramer lebt mindestens teilweise davon.

    Googel schlagwort: Influencer (nicht zu verwechseln mit Influenza)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Influencer


    Grüße,

    Luis

    Mikrowellen-Essen aus biologischem Anbau lässt uns nur so leise aufstoßen, dass sich niemand belästigt fühlt.


  • Ich finde es effektiv, wenn die netten Bilder auch zu Umsätzen führen. Das vermisse ich bei Instagramm und ähnlichen Medien.

    Das gute alte Werbeschema heisst ja "AIDA"

    Attention

    Interest

    Desire

    Action

    Deswegen ist die Anbindung eines Webshops wichtig. Der Interessent muss ("action") dann auch kaufen können. Das schöne am Webmarketing ist ja, dass die Strecke von Attention zu Action sehr kurz ist (eben nur einen Mausklick).


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Das mit dem Webshop ist natürlich eine schöne Sache, allerdings auch mit Konsequenzen. Man unterliegt damit dem Fernabsatzhandelsgesetzt und der Käufer hat das Recht innerhalb von 14Tagen die Ware zurück zu schicken.
    Was macht ihr mit dem Rückläufern?

    Zudem wollten die Anbieter für Internetseiten auch im Baukastenprinzip bei Webshops mehr Geld sehen. Hinzu kommt der Ganze andere Kram. Es sollten eine Rechtssichere AGB vorhanden sein. Verpackungsverordnung und Versand müssen geklärt sein. Nicht das ich hier immer rum "Unke".

    Die Idee finde ich Klasse, aber ich bin ja ein gebranntes Kind und beim zweiten mal überlegt man genau, wann man auf die Herplatte packt.
    Jedenfall meine Internetseite wird jetzt hoffentlich Ende November online gehen.

    Ich benötige noch von zwei Personen eine Einverständniserklärung, dass ich deren Daten und Fotos verwenden darf und noch jede Menge Support von meinen Söhnen. Habe mir am Wochenende die Finger wund geschrieben.

    Impreesum, Datenschutzerklärung, Fotos und jede Menge Text.

    Eigentlich wollte ich noch ein paar Zargen bauen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Bienen Ede bei wem hostest du? und mit shop oder?

    Klar macht das ne Menge Arbeit und Kosten sind klar nicht wegzustreichen, aber wenn ich dadurch mehr Kunden erreiche und nicht auf meinem Honig sitzen bleibe ist es ja gut investiert? Hier schläft die Konkurrenz nicht, versaut einem gekonnt den Preis (3,50€ und weniger für`s Glas!!) und Märkte, tja da sind wir schon drin und dran, aber ich muss mich von der Masse hier doch abgrenzen und neue Felder aufmachen .... Stillstand ist der Tot oder wie war das?

  • Hallo Bee-Andy,

    Wir hosten bei Strato ohne online shop, ohne Facebook & Co..

    Mein Sohn hat seinen Bachelor in It und macht gerade seinen Master und programmiert den ganzen Kram. Allerdings sind Internetseiten nicht sein Spezialgebiet.

    Ja, von der Masse abgrenzen ist eine gute Idee. Ich habe mir daher meine eigenen Etiketten von einem Graphiker entwerfen lassen. Gleichzeitig war das die Grundlage für Visitenkarten, Verkaufsschild etc.

    Daher verwende ich Neutralgläser.
    Worüber man sich auch immer abhebt, ist die Qualität des Honigs! Das vergessen immer Einige.
    Leider ist auch die Gegend für den Verkaufspreis entscheidend. Bei uns sind 5 Euro Standard. In Düsseldorf und Köln werden ganz andere Preise genommen.
    Leider gibt es in manchen Gegenden Deutschlands einfach zuviele Imker. Hier sind vor allen in sehr ländlichen Regionen kaum vernünftige Absatzmärkte vorhanden. Ein Webshop wäre da schon eine.Lösung.
    Allerdings habe ich beispielsweise über ebay nicht ein Glas Honig verkauft. Leider ist es aber auch immer eine Wahrheit, dass bei Hoffesten, Apfel-, Weinfesten mit einem kleinen Bienenstand man oft die meisten Stammkunden gewinnt.
    Das ist harte Arbeit.


    Die Frage wieviel Völker hast du, wird genau so wahrheitsgetreu beantwortet, wie die Frage nach dem Gehalt vom Nachbarn.

    Ich kann das aber absolut verstehen. Ich habe die Missgunst einige sogenannter Imker erfahren dürfen.
    Ich gebe keinem mehr Preis wo meine Völker stehen, ausser zu Werbezwecke.
    Der Stand ist aber auch bestens bewacht von dem besten Freund des Menschens.

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • Was macht ihr mit dem Rückläufern?

    Ich hatte bisher keinen einzigen Rückläufer.

    Es ist da halt nicht wie bei Kleidung o.ä., wo die Kunden erstmal anprobieren. Wenn sie probieren, also das Glas aufmachen, wird es schwierig mit dem Wideruf, soweit nicht ein Mangel vorliegt.

    Verpackungsverordnung und Versand müssen geklärt sein.

    Die korrekten Angaben, Gewicht usf. müssen ja bei anderen Vertriebsformen auch beachtet werden.

    Es sollten eine Rechtssichere AGB vorhanden sein.

    Dafür gibt es gute Vorlagen.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • 10 Völker und du willst nen Online Shop? Das klingt für mich dann doch etwas übertrieben.

    Mit 10 Völkern kann man 500 Kilo Honig und mehr ernten.

    Mein Onlineshop kosten 15 Euro im Monat. Das sind doch keine Kosten!


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)