Warum ist manches Wachs so dunkel und riecht unangenehm



  • Da müssen Unmengen auf diese Weise versaut worden sein, denn kleinere vergraute/vergrünte Wachsmengen verschwinden

    ...eine "Vergrünung" von Wachs erhält man wenn Wachs mit Kupfer, Wasser und Wärme

    zusammenfügt werden. Kleinere Restmengen an Säure ( aus Honig, OS oder AS-Rückstände erhöhen diesen chem. Reaktion.


    Jonas

  • Ich habe auf dem Dachboden noch ca. 80 kg Wachs, das von meinem Großvater stammt. Es ist dunkelgrün-grau-braun. Den genauen Farbton kann ich beim besten Willen nicht bestimmen. Die Waben wurden damals in einem Eisenkübel ausgeschmolzen. Aber das Wachs riecht ganz normal, sieht eben nur "komisch" aus.

  • Wann hat Bayerndrohn `s Grosvater dieses Wachs gesammelt?


    Das könnten auch echte Schätze sein.

    Nur ein bischen angelaufen und wenig gereinigt.

    Bei solcher Menge würd ich mal `ne Analyse machen, und dann gern verwenden bei unaufälligem Befund von älterem Wachs. :)

    Der Umarbeiter reinigt´s dann.


    LG Andreas

  • Ich habe auf dem Dachboden noch ca. 80 kg Wachs, das von meinem Großvater stammt.

    ... das könnte ein Schatz sein! Völlig frei von Chemie ...... Eine Analyse würde ich machen lassen.

    Mit solchem Wachs habe ich seinerzeit meinen eigenen Wachskreislauf begründet.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal gefährlich."

  • Es könnte aber auch aus der finstersten Epoche der Imkerei stammen, je nachdem wann Großvater geimkert hat ;)


    Wachs kann so verdammt nachtragend sein...

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Manno...

    Warum schreibst du immer das, was ich gerade schreiben will?

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    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Andreas ; wald&wiese

    Das Wachs meines Großvaters stammt aus den 60ern und 70ern, als er noch selber alles ausschmolz, und selber Mittelwände goss. Es ist mit Sicherheit frei von Perizin, denn die Varroa war damals noch nicht da bei uns. Vermutlich ist es nicht nur ein kleiner Schatz.

    Schon oft nahm ich mir vor, das Wachs zu reinigen, und Mittelwände daraus zu gießen, aber irgendwie lass ich es aus falscher Sentimentalität immer wieder sein, denn es ist so ziemlich alles, was mir von der Imkerei meines Opas geblieben ist, abgesehen vom Bienenhaus aus dem 20er Jahren, dass ich auch noch als solches nutze.

  • Nö, Perizin nicht:

    Aber

    -Nosemack , Fumidil,

    -Paradichlorbenzol,

    -Lindan, PCB, Dichlofluanid, Chlorthalonil,

    -Carbol, Nelkenöl, Fabi Spray

    -Holzschutzmittel, PDCB, Pflanzenschutzmittel,

    Das sind alles Chemikalien, die man in den 70er und 80er Jahren in vielen Wachsproben nachweisen konnte.

    Man sollte ja nicht dem Irrglauben unterliegen, unsere Vorväter hätten nicht auch Chemie in die Völker gekippt. Im Gegenteil, bei dem damals noch grassierenden "Fortschrittsglauben" und der fehlenden Analytik war dem Treiben der Imker Tür und Tor geöffnet.

    Grüße an alle


    Michael




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    (Mark Twain) Donald Duck