SB-Verkaufsstand

  • Bedenken habe ich nicht. Allerdings habe ich den letzten Tagen verstärkt Blütenbildung beim Sommerhonig festgestellt, der über Nacht draußen stand. Ob das ein Artefakt ist oder tatsächlich mit dem Frieren zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.

  • Auch bei -20°C gilt: Weder platzen die Gläser noch verändert sich der Honig nennenswert - im Gegenteil, je kälter ein Honig steht, desto langsamer laufen alle denkbaren Veränderungen darin ab.


    Jedoch kann es bei einigen Honigsorten sein, dass nach dem Wiedererwärmen auf Zimmertemperaturten einige Prozesse schneller als vorher ablaufen und ggf. etwas anders. Z.B. wird ja immer berichtet, dass zuvor eingefrorener Honig danach feiner und/oder schneller auskristallisieren soll.

  • Jedoch kann es bei einigen Honigsorten sein, dass nach dem Wiedererwärmen auf Zimmertemperaturten einige Prozesse schneller als vorher ablaufen und ggf. etwas anders.

    Es scheint der Auftauprozess selbst zu sein, der den Unterschied macht. Da passiert, vermute ich, die entscheidende langsame Kristallisation.

    Ich habe jetzt folgendes Verfahren gefunden, dass bei allen Honigsorten funktioniert hat (die überhaupt in überschaubarer Zeit cremig werden): Tieffrieren und danach bei Kühlschranktemperatur auftauen lassen. Den Honig dann so lange im Kühlschrank lassen, bis er cremig ist. Da kann man dann nichts mehr falsch machen, man muss nur lange genug warten (und sieht ja im Glas, ob er cremig ist).

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • WFLP : So wie Du das schonende, nennen wir es trotz unseres Wissens, daß es das ja garnicht ist, Auftauen beschreibst, soll man auch, obwohl wir wissen, daß das ganz was anderes ist, nennen wir es, Scampi auftauen, damit die Konsistenz der Scampi nicht schaden nimmt, sie faserig und trocken werden nachdem man sie nur kurz auf dem Grill oder in der Pfanne von der Flamme küssen läßt. Allerdings weiß ich nicht wie Dein Rapshonig schmeckt, geimpft oder mariniert in Knoblauch, Olivenöl, Cayennepfeffer, Fleur du sel und Petersilie. Lecker.

    Mir geht es dabei nicht um einen Bereich um die +2Grad. Wenn wir aber von deutlichen Minusgraden sprechen und einen Wassergahalt von vielleicht 17% ausgehen, wenn wir es selbst Einfrieren und Auftauen nennen, wenn wir die gleichen Argumente wie Iglo im Bezug auf TK-Erbsen ( keine Qualitätseinbußen ) verwenden und ein sanftes Auftauen im Kühlschrank empfehlen ( wie bei fast allen TK-Produkten ), dann erinnert mich das an den Spruch: Es sieht aus wie ein Vogel, es fliegt wie ein Vogel, es hat Federn - es ist ein Vogel. Oder anders, was riecht wie Kaninchen und ist Unsichtbar?

    Viele liebe Grüße und bleibt vorsichtig

    Wolfgang

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie, also theoretisch.

  • Falsch. Beim Einfrieren von Gewebe (Verbund von Zellen und diversen Strukturen) nimmt dieses Gewebe Schaden, weil beim Einfrieren Eisnadeln entstehen und damit Zellwände zerstört werden. Die Textur einer frischen Erdbeere ist eine andere als die einer aufgetauten. In Honig gibt es nichts außer Zucker, Wasser und einigen Aromastoffen. Da ändert sich noch nicht mal was am Aggregatzustand. Irreversibel erst recht nicht. Ggf. wird die Kritallbildung gebremst oder beschleunigt. Tut man auch beim gekühlten Rühren.

    Nächstes Imkerforumstreffen am 26-28.3.2021 im Jagdhof Kleinheiligkreuz bei Fulda!

  • Bedenken habe ich nicht. Allerdings habe ich den letzten Tagen verstärkt Blütenbildung beim Sommerhonig festgestellt, der über Nacht draußen stand. Ob das ein Artefakt ist oder tatsächlich mit dem Frieren zu tun hat, weiß ich allerdings nicht.

    Ich beobacchte genau das Gleiche. Honig der schon leichte ausblühungen hat bekommt deutlich mehr wenn er in der Kälte vor der Tür auf Kunden wartet. Gerade ohne die Kunden zu treffen um es zu erklären wird um solchen Honig bei uns herumgegriffen. Wir haben bereits Hinweise dazu beim Honig platziert und laden die Kunden ein zu klingeln und den Honig von drinnen mitzunehmen.

  • Tieffrieren und danach bei Kühlschranktemperatur auftauen lassen. Den Honig dann so lange im Kühlschrank lassen, bis er cremig ist. Da kann man dann nichts mehr falsch machen, man muss nur lange genug warten (und sieht ja im Glas, ob er cremig ist).

    Muss vorher noch gerührt werden oder wird der (geimpfte?) Honig direkt in die Eistruhe gestellt?


    Schöne Grüße - Matthias

    Du lebst dann am intensivsten, wenn du etwas Neues tust.