Bauanleitungen für Imkerzubehör

  • Hallo Frank,
    schäme dich nicht. Wachs wird grundsätzlich im Wasserbad erhitzt. Bei höheren Temperaturen (über 100°), Wachs aus Faulbrutvölkern, wird Öl als Puffer benutzt. http://www.puff.co.at/B43_WEK 160L-500L_ 44038000-8030_131106.pdf
    http://bienenshop.puff.co.at/wbc.php?sid=108898d5a3a9&tpl=produktdetail.html&pid=946&rid=31&recno=56
    Frage mal deine Frau, was beim Milchkochen passieren kann.


    Gruß
    Herbert
    Kann leider nicht weiter sinnieren, weil ich ein Problem mit einer Gemüseterrine lösen muss. Wie geht die Pampe wieder aus der Form.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Frank
    Bei Deinen Basteleien ums Wachs beachte bitte den Aufkaufspreis vom Bienenwachs aus Altwaben Ca 3 €.
    Ob Du Dir das Auspressen extra noch antun mußt wegen weniger als 10% Mehrausbeute? Mit dem Dämpfer wie Herbert schreibt funktioniert das Ausschmelzen recht gut, aber immer nur eine Serie und die abgefallenen Trester nach jedem Durchgang entfernen. Ein altes Absperrgitter macht sich als Sieb gut.
    Gruß Peter

  • Mit dem Dämpfer wie Herbert schreibt funktioniert das Ausschmelzen recht gut, aber immer nur eine Serie und die abgefallenen Trester nach jedem Durchgang entfernen. Ein altes Absperrgitter macht sich als Sieb gut.
    Gruß Peter



    Gute Erweiterung, hatte ich vergessen.
    Am besten wäre so eine Art Korb, in den der Trester fällt, und den man einfach nach jedem Durchgang entnehmen und ausschütten kann.
    Anstelle des Absperrgitters verwende ich in diesem Jahr ein weißes Fliegen Netz wie es im Frühjahr für wenig Geld von den Discountern für Fenster angeboten wird. Daraus eine Art Sack geformt und unter die Waben plaziert. Der Trester fällt da rein, das Wachs läuft durch.
    Danach ist der Wachs eigentlich frei von Dreck und könnte nach Abkühlen und Abkratzen sofort wieder zu Mittelwänden verarbeitet werden.


    Viele Grüße
    Hubert

  • ...weniger als 10% Mehrausbeute ...


    Hallo Peter!
    Ist das wirklich nicht mehr?
    ich meine mal gelesen zu haben, dass man aus dem normalen Ausschmelzen grade wieder soviel Wachs aus einer Wabe herausbekommt, dass es wieder für eine Mittelwand reicht. Das fand ich irgendwie schade, auch wenn der Ankaufspreis so gering ist.


    Wobei ich hier nicht nur in Euro rechne sondern eher den Wachs-Wert aus Bienenaugen zu sehen versuche ... und mein eigenes Wachs habe, und diesen Wert nicht einfach so wegschmeissen will. wer zertifizierte MW kauft, weiss auch wie teuer sauber sein kann.


    Auch hab ich neben dem eigenen Kreislauf vor, das Wachs für Salben, Cremes, Kerzen usw.. einzusetzen.


    Aber der Aufwand sollte und muss sich (leider) in Grenzen halten, da geb ich Euch vollkommen recht. Und um die Wachstemperatur bei Laune zu halten, verbraucht man ja auch wieder Energie - und die ist ja nicht grad umsonst.


    Da sind wir wieder beim Sonnenwachsschmelzer. Diese Energie ist sicher nicht umsonst, aber kostenfrei und öko ;-))


    Im Laufe der Jahre schau ich bestimmt nicht mehr auf jedes Gramm Wachs - in Relation zum Gewinnungsaufwand.


    Vielen Dank für Eure Überlegungen, werde die Sache überdenken. Meine alten Waben sind jetzt jedenfalls ausgeschmolzen (im Entsafterturm) ... jetzt werd ich wohl den Trester schweren Herzens wegschmeissen und tröste mich mit dem gesparten Aufwand und der vermiedenen Sauerei und dem gesparten Strom ;-))


    Mal sehn was sich bis zum nächsten Schmelzen tut.


    Euch nen schönen, erholsamen Regentag.

  • Bei meinen Mittelwandwaben lag der Wachsertrag ungefähr bei 1x1 bei vertretbaren Aufwand. Der Wachszugewinn kommt bei mir vor allen aus dem Deckelwachs. Das ist dann wirklich Spitzenqualität und durch die Arbeit mit dem el. Entdeckelungsmesser ist die Ausbeute recht gut.
    Gruß Peter

  • Hi zusammen,


    ich mache das mit dem Trester etwas anders.
    Nach dem Ausschmelzen in einem alten Einkochkessel kippe ich alles (Wachs, Wasser und Trester) durch eine Strumpfhose.
    Das Wachs ist so schon ziemlich sauber.


    Dann wird die Strumpfhose zugeknotet und beiseite gelegt.
    Haben sich mehrere angesammelt, kommen sie wieder in den Kessel und werden mit einem Lochblech beschwert, mit zusätzlichen Gewichten.


    Dann aufkochen.
    Das restliche Wachs schwimmt auf - die Tresterbeutel bleiben unten.
    Nach dem Erkalten kann ich oben eine Schicht Wachs ernten.
    Ich glaube, daß dann im Trester nix lohnendes mehr verbleibt.

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • .. ja, so ähnlich hab ich das auch mal probiert. man könnte auch das Lochblech noch im heissen topf nach unten drücken, quasi die "Filterbeutel" noch ausdrücken.


    ich hatte das mal mit einem kartoffelpufferdrücker versucht (oder wie die Dinger heissen) ... hat nicht so recht funktioniert.


    wie beschwerst du das Lochblech? Stein?

  • ...wie beschwerst du das Lochblech? Stein?


    War grad nix anderes greifbar, deshalb so:


    Im Mittelpunkt des Lochbleches einen Holzstab angeschraubt.
    Oben in das Holz eine Kerbe geschnitten.
    Schnur drüber gelegt und re und li (außerhalb des Kessels!) je einen Ziegelstein drangebunden.


    Das Provisorium bleibt! :p

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • " Heutzutage gibts fertig montiert und gedrahtete Rähmchen für 70-80 Cent." Das sind in DM 1,40 - 1,60 DM / Rähmchen - da weiß ich dann schon, daß es sich lohnt, den Hammer in die Hand zu nehmen.


    Gruß hannes


    hannes,
    jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wenn Du die Zeit und den Platz hast, nur zu.
    Aber wenn mich ein/e Einsteiger/in fragt, wie viel Zeit und Arbeitsbedarf man so für Bienen braucht, dann gehört die Herstellung von Rähmchen zum letzten was ich empfehle.
    Insbesondere, da die meisten heute keine Geräte mehr haben, um Rähmchenholz selber aus dem ganzen Baum zu sägen.
    Da wird dann das Rähmchen in Teilen gekauft und selber genagelt und gedrahtet.
    Bei einem Kostenvorteil von 30 Cent oder weniger.
    Da spart der Imker bei drei Zargen pro Volk großzügig gerechnet weniger als 10,- Euro.
    Oder weniger als den Wert von zwei oder drei Gläsern Honig.


    Von dem Stundenlohn mal gar nicht gesprochen.


    Ach ja, der muss ja noch Draht und Ösen einkaufen, und die Nägel, und den Rähmchen Locher.


    Und das ganze für zwei oder drei Völker.


    Und dann noch die Zeit für den Zusammenbau.


    In der Zeit kann der Imker besser eine Fortbildung absolvieren.


    Oder sich der Familie widmen.


    Viele Grüße
    Hubert


  • Hubert, du bringst es auf den Punkt!!! Sehe ich genauso:daumen:


    Wenn diese sparsamen Imker mit durchschnittlich Honigerträgen von 10-15 kg Honig/Volk lieber einen Fortbildung machen und im nächsten Jahr 50 kg Honig und mehr ernten, ist das sinvoller.


    Ich will damit aber niemanden auf die Füße treten, denn es gibt auch Imker, die machen das sehr professionell und bei denen rentiert sich das auch.
    Man muss das aber gut organisieren und muss dementsprechen gut eingerichtet sein. (Richtiges Werkzeug/Arbeitsraum)



    Gruß Florian

    Willst du Gottes Wunder sehen, musst du zu den Bienen gehen

  • :lol: Man kann es sich aber auch mit Gewalt schwer machen.


    Wir tackern die Rähmchen 100erweise in Serie zusammen, haben bislang jeweils 2 Steckdrähte reingemacht (unter 10s/Rähmchen) und nen Anfangsstreifen reingemacht (90s/Rähmchen) - fertig.
    Kein fieseliger verdrehter Rollendraht, keine Ösen, kein Nachspannen, sauberes Ausschneiden, und relativ viel Wachs pro Wabe.
    In einem Beitrag unten hab ich Kappes geschrieben, unsere Naturbauwaben wiegen netto ohne Rähmchen etwa 120g, welche mit MWs knapp 130g bei 90g MW-Gewicht - Nettogewinn also pro Wabe mit MW 40g, bei Naturbau 120g....
    Kommt natürlich noch drauf an, wieviel man rauskriegt - Naturbauwaben sind deutlich weniger bebrütet als MW-Waben, die ja gern 3 Jahre und länger drin bleiben, und der Ertrag beim Ausschmelzen ist entsprechend.


    Lohnender, wenn auch nicht in Geld, aber in Vitalität, ist das Verfüttern von Naturbauwaben an die Viechers - meine Hunde lieben sie, und es hat ziemliche Auswirkungen, auch wenn sie das Wachs selbst nicht verdauen können, aber der Rest darin tut ihnen sehr offensichtlich gut.


    Mein Wachs ist zu schade für Kerzen, Cremerührer sind sehr erfreut über schadstoffarmes/freies Wachs und zahlen in entsprechenden Foren gute Preise. Analysen lohnen sich allerdings nur ab 30kg aufwärts.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen