verdampft und gespritzt

  • Hallo Andreas,

    Hallo @ the rest,

    ich gebe dir jetzt schon recht, dieses Schwert hat absolut 2 Seiten. Ich muss jetzt aber ganz ehrlich sagen, diese Diskussion über erlaubt/verboten nochmal zu führen ist echt "für die Katz"

    Bitte sei mir nicht böse, aber ich glaube ob jemand das macht oder nicht macht ist muss man selber wissen ...

    Ich entscheide auch selber ob ich mit überhöhter Geschwindigkeit durchs Dorf fahre und da gefährde deutlich mehr!!


    Diskussionen über Wirksamkeit sind zwar auch schon mehr als abgekaut, allerdings wird es mit Sicherheit früher oder später neue Erkenntnisse dazu geben. Ich persönlich finde hier wirklich jeden Kommentar hilfreich.


    Ich hab gestern mal mit einem Vereinsmitglied geredet. Dieser arbeitet im Winter "flüssig" bei seinen Stöcken. Er sagte mir aber auch gleich ein verdampfendes Mitglied. Nachdem ich jetzt ja zum Einen noch ein Jahr Zeit habe um dies bei meinen eigenen Bienen zu machen und Andererseits genau zur richtigen Jahreszeit dran bin um dies für eine live Ansicht zu organisieren, werde ich bestimmt auch meinen Weg finden.

    Wenn ich den zeitlichen und den finanziellen Aspekt in Betracht ziehe, dann tendiere ich zur flüssigen Variante. Da ich dieses Hobby zu 99,9% nicht wegen dem finanziellen ausüben möchte, ist dies kein wirklicher Grund für mich.


    Ich werde mir das in ein paar Wochen einfach mal live anschauen und dann wird mir mein Bauchgefühl etwas helfen ...


    Danke und LG :thumbup::S

  • Da möchte ich mal genervt widersprechen

    Schone Deine Nerven. Ich habe meine positive Bewertung, dass sich viele Imker bei der Anwendung neuer Behandlungsformen nicht um deren behördliche Zulassung kümmern, nicht ironisch gemeint.

    Keine Sorge, ich bin nur genervt, das immer wieder in verschiedenen Foren zu lesen, was man alles nicht darf und was alles verboten ist. Dass der Beitrag nicht ironisch, sondern bierernst gemeint war, ist mir nicht entgangen. Verdampfung ist nicht neu, wie wir wissen, sie wird nur nicht zugelassen.


    Vllt. ist aber vielen Lesern und Schreibern hier entgangen, dass der TO sich nicht um deutschen Gehorsam und deutsch "vorauseilend gesetzestreu" kümmern muss... Er hatte es schon vor Tagen in seinem öffentlichen Profil stehen, wo sein Revier ist... :!:


    Gruß Andreas

  • All das hier hätte man sich locker selbst erarbeiten können - kein Fitzelchen Neues, alles 1001 mal wiedergekäut.

    Einerseits fühle ich genauso wie du. Andererseits: ich war schon mehr als ein Jahr Mitglied im Imkerverein und noch länger habe ich hier im Forum gelesen, bevor ich mein erstes Bienenvolk hatte. Aber weißt du was: das meiste lesen vorher war für die Katz. Solange man keine Bienen hat kann man die Informationsflut nicht wirklich einordnen.


    Zum zweiten: wenn irgendein Thema wirklich schon so oft durchgekaut wurde, dann sollte es ja ein leichtes sein, da eine Zusammenfassung zu erstellen und in Zukunft ganz konkret auf diese Zusammenfassung zu verlinken statt zum ebenfalls tausendsten Mal zu schreiben "das hatten wir schon tausendmal".

    Auf vierzig Seiten lange Threads zu verweisen ist nicht wirklich sinnvoll.


    Und schließlich: es hat seine Gründe, dass Leute noch in Vorlesungen und Kursen lernen, statt einfach ein paar Bücher zu lesen. Nur lesen was andere geschrieben oder gefragt haben bringt nicht das gleiche wie selber fragen, selbst wenn es eigentlich die gleichen Inhalte sind.



    Wahrscheinlich werde ich an anderer Stelle zu anderer Zeit ähnlich verärgert schreiben wie du, aus den gleichen Gründen. Aber heute wollte ich mal in Erinnerung rufen, dass es Gründe gibt, warum Leute neue Threads zu alten Themen starten.


    Grüße,

    Robert

  • Es ist dann wohl die Flut, die sich selbst verdeckt.

    Die vielen Äußerungen sind nicht zu bewältigen, man kann nicht alles erstmal lesen und dann wissen was für den Fall das zutreffende ist. Und dann muss für das Handeln noch sortiert werden. Die Bedingungen sind eben nicht die selben wie die, die der Untersuchende vorgefunden hat.

    Die Praxis bei Fuß macht da einiges leichter.

    Ich hatte auch Bienen vor dem Kurs.

    Es wird in jedem Jahr Frühling, nur wann?

  • wenn irgendein Thema wirklich schon so oft durchgekaut wurde, dann sollte es ja ein leichtes sein, da eine Zusammenfassung zu erstellen und in Zukunft ganz konkret auf diese Zusammenfassung zu verlinken statt zum ebenfalls tausendsten Mal zu schreiben "das hatten wir schon tausendmal".

    Ist vielleicht ne Snapsidee, aber ich habe mal 'imkerwiki.de' reserviert. Wollen wir da solche Ergebnisse in einem Wiki ablegen?

  • Wer macht’s und wer entscheidet?

    Genau das wird der Punkt sein.

    Zwischen keinimker und den Standard-Selbstbauten liegen 32mm Wandstärke, zur OX-Behandlung gibt's 500+ Beiträge, ebenso zu jedem x-beliebigen Thema.

    Ein Wiki, so gut ich die Idee finde, wird die "aufgekommenden Probleme" nicht lösen. Immerhin gibt's ja auch ein "Best of Imkerforum"...also sooo neu ist die Idee auch nicht.


    Es liegt am Wandel der Netzkultur. Eigenrecherche ist zu mühselig, oder der Umfang überfordert, die alten Hasen sind genervt, die Community wächst und kommt auf keinen gemeinsamen Nenner, es wird nur noch gefordert, weniger gegeben.


    Es hängt jedoch am Ende vom Fragesteller ab:

    Typ A: ist wissbegierig und saugt Informationen auf, ist aber auch bereit sich einzulesen und stellt Detailfragen...wenn auch zum x-ten mal. Ein Typ wie happygerd

    Aber das wird was.


    Typ B: Hat schon ein Buch gelesen und einen Kurs besucht. Der klassische "Ja aber"-Kandidat. Zeigt sich beratungsresistent und da läuft es zwangsläufig auf eine Konfrontation mit den erfahrenen Forumsteilnehmern hinaus. Dieser Typ geht auch nur begrenzt auf Antworten ein. Häufig erkennt man ihn daran, dass ein paar Wochen später "Folgefragen" gestellt werden.


    Typ C: Hat Bücher und einen Kurs besucht, er merkt aber das mit seinen Völkern etwas schief/anders verläuft als in den Büchern. Oder meint einfach so er wüsste alles. Gehandelt hat er schon und sucht nur nach einer Bestätigung für sein Tun...bekommt aber Schellte. Das kann nix werden, aber meistens hört man von diesem Typ nichts mehr.


    Wenn Typ B und C dazu führen, dass einige wenige weniger schreiben oder sich ganz zurückziehen, dann wird aber ganz schön was Erfahrung fehlen. Vielleicht kann ja der Rest kurze knackige Ansagen relativieren und unterfüttern und auch die Fähigkeit zur Ignorierung muss gelernt werden. Dieses Forum sehe ich als Crowd-Projekt, das funktioniert aber auch nur mit der Schwarmintelligenz vieler beteiligten, nicht nur mit Nettigkeiten und Tätscheln, aber auch nicht nur mit (Rat)Schlägen.


    Insofern könnte ein Wiki, oder ein gepflegtes "Best of" vielleicht eine Verweisungsmöglichkeit bieten, nur was soll da rein? Vielleicht reicht ja auch ein mehr oder weniger kommentierter Link...dann sieht man zumindest um welchen Typ Fragesteller es sich handelt.

  • Ich finde die Idee super. Einfach ein Thema aufmachen, sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und wo die beste Stimmung entsteht, muß es ja richtig und wahr sein :)


    Zuviel Fachwissen belastet nur den Flow. Das ganze Wissen steht doch schon irgendwo, das ist eher nicht das Problem.


    Man muß es aber einordnen lernen, das ist ein sehr sehr mühsamer Prozess, den einem keiner abnehmen kann. Je schneller der geht, desto mehr Reibung entsteht dabei. Viel von dem Frust hier ist darauf zurückzuführen. Aber das man das Wissen ohne Transformation 'beherrschen' kann, ist ein Mißverständnis. Und dann ist Wissen nicht = können.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn ich den zeitlichen und den finanziellen Aspekt in Betracht ziehe, dann tendiere ich zur flüssigen Variante. Da ich dieses Hobby zu 99,9% nicht wegen dem finanziellen ausüben möchte, ist dies kein wirklicher Grund für mich.

    Eine kleine Ergänzung/Anmerkung dazu - wobei ich die Zahlen jetzt aus dem Gedächtnis krame und selbige daher Abweichungen enthalten können:


    OSX träufeln kostet, wenn man das Ad. us. vet. Produkt kauft, etwa 15,- € für 10 Behandlungen.

    Wenn man verdampft, nimmt man pro Behandlung 1-2 Gramm (je nach Beutengröße). Eine 1KG Packung OSX kostet 10€, und mit dieser Menge schafft man also irgendetwas zwischen 500-1000 Behandlungen - rechnerisch gesehen.

    Wenn man jetzt noch den Varrox-Verdampfer mit 130€ drauf rechnet, plus eine Atemschutzmaske für 50€, sollte das Verdampfen trotzdem langfristig die günstigere Variante sein.


    Der Vollständigkeit halber muss man erwähnen, dass bei OSX Pulver aber das Ad. us. vet. fehlt, und der Zusatz "Für die Varroabehandlung nicht zugelassen" drauf steht.


    Viel Glück, du machst das schon! :-)

    Grüße

    Ralf

  • In manchen Bundesländern gibt es die Oxalsäure (oder As, Thymol) aber auch kostenlos, wenn man seine Völker ordnungsgemäß gemeldet hat.

    Meiner Meinung nach sollte man an einer Varroabehandlung welcher Art auch immer nicht sparen.

    Ich gehe nicht danach, was am billgsten ist, sondern wie es am verträglichsten für die Bienen ist und in mein Konzept passt.

  • Meiner Meinung nach sollte man an einer Varroabehandlung welcher Art auch immer nicht sparen.

    Ich gehe nicht danach, was am billgsten ist, sondern wie es am verträglichsten für die Bienen ist und in mein Konzept passt.

    Ja, das ist sicherlich richtig.

    Ich wollte lediglich ergänzen, dass beim Verdampfen der Kostenfaktor dem nicht entgegenstehen sollte, wenn man denn vom Konzept und insbesondere der Veträglichkeit und Wirksamkeit überzeugt ist (Stichwort: Fischermühle).

    Grüße

    Ralf