verdampft und gespritzt

  • Hallo Forumsgemeinde,

    ich hätte da eine Frage zum so ziemlich "lästigsten" Thema vom neuen Hobby …


    Tage lang lese ich nun schon hier und im großen www über das Thema Milbe … Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass dies hier schon x-fach diskutiert wurde. Leider finde ich aber nichts spezifisches.

    Die Behandlung mit AS ist mir soweit "klar" und ich bin mir zu 98% sicher, dass der Nassenheider Horizontal die Gerätschaft meines Vertrauens sein wird …

    Ich weiß, da wird es glaube ich den Einen oder anderen geben mit anderer Meinung, ich persönlich bin soweit, dass ich diese Methode praktizieren will und habe dies auch schon so bestellt.


    So, dann gibt es noch das Thema mit der Oxalsäure.

    Hier bin ich mir absolut noch nicht schlüssig, was ich nächsten Winter machen will. Zum einen kursieren im www einfache "Geschichten" wie bei entsprechend niederer Temperatur einfach flüssige Oxalsäure in die Spritze aufziehen, das ganze mal "einfach" über die Bienen gekippt und geschrieben ist die Geschichte.

    Dann gibt's "ein paar" andere, welche mit Verdampfer und anderer Gerätschaft einen vergleichbar deutlich höheren Aufwand betreiben um die Winterbehandlung zu machen.

    Naja, …

    Klar, jetzt gibt's den einen oder andern der gerne viel Aufwand betreibt und an seiner Kiste eher zu viel als zu wenig herum "hantiert" … Dies wird aber nicht die Masse der Bienenhalter sein …


    Ich konnte jetzt hier über alles möglich so manche Meinung finden - schlagt mich nicht, ich hab hier jetzt aber auch nicht gefühlte 500 Seiten gelesen - welche Variante jetzt aber besser ist: flüssig oder verdampft

    Warum betreibt man den Aufwand mit Verdampfer, Glocke aufsetzen usw. wenn man quasi nur den Deckel anheben muss, ein paar Tropfen drauf tröpfelt und gut ist …

    Bitte diese Aussage jetzt nicht ganz wörtlich nehmen, ist im übertragenen Sinn gemeint …


    Danke vorab

    Lg

    G. :thumbup:

  • Soweit ich es weiß, ist Verdampfen oder Vernebeln nicht so schädlich für die Bienen, wie das direkte betropfen mit der Oxalsäure.

    Verdampfen oder vernebeln darf auch öfter angewendet werden.

    Ich werde es diesen Winter mit Vernebeln ausprobieren.

  • Selber denken ist besser als vorkauen lassen.

    Ergänzend dazu:

    Dann selbst ausprobieren und beobachten, ob und wie sich die unterschiedlichen Behandlungsweisen auswirken. Sinnvollerweise parallel - wenn sich das einrichten lässt, dann ist der Vergleich oder die Kontrolle noch aussagekräftiger für den eigenen Stand vor Ort. Allgemeine Theorie und konkrete Praxis unterscheiden sich manchmal doch ganz erheblich und sind regelmäßig nicht unbedingt 1:1 reproduzierbar...


    Gruß Andreas

  • Zum einen kursieren im www einfache "Geschichten" wie bei entsprechend niederer Temperatur einfach flüssige Oxalsäure in die Spritze aufziehen, das ganze mal "einfach" über die Bienen gekippt und geschrieben ist die Geschichte.

    Vielleicht sollte du hier nicht "kursierende Geschichten" beachten, sondern die Gebrauchsanweisung der Medikamentenhersteller.

    Es wird auch nicht irgendwelche flüssige (gemeint ist wohl gelöste) OS auf die Bienen gekippt, sondern ein zugelassenes Medikament in genau vorgegebener Dosierung geträufelt.


    Ob man das machen will oder nicht, ist eine andere Frage.


    Wolfgang


    P.S.: Wir schlagen hier keinen, aber es wäre schön, wenn Deine Fragen nicht durch auswählte Flappsigkeit provozieren würden.

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Vielleicht auch noch erwähnenswert: Das Verdampfen ist in Deutschland nicht zugelassen. Genau so wenig 'irgendwelche' Oxalsäure zu verwenden. Das muss Oxalsäure ad. vet. us sein. Die gab's bisher nur in der Apotheke, aber ab dem 1.10. soll die angeblich auch frei verkäuflich zu bekommen sein. Gesehen habe ich die aber noch nicht.


    Ob einem die 'Legalität' in dem Fall wichtig ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Meines Wissens nach gab es noch keine irgendwie geartete Verurteilung diesbezüglich.


    Ich persönlich nutze die Oxalsäure zum Träufeln aus der Apotheke - auch wenn mir ein erfahrener Imker mal gesagt hat das mir deswegen mit nem Stein auf den Kopf gehauen gehört :D.


    Ich finde die Methode unkompliziert, ich bin sicher dass die Oxalsäure nicht verunreinigt ist, mir kann keiner an den Karren fahren und bei den Verdampferpreisen kann ich noch ein paar Jahre das Zeug aus der Apotheke holen bevor ich damit teurer komme.


  • Berlin und Brandenburg raten vom träufeln ab. Verdampfen ist nicht legal. Da bleibt nichts anderes als mit anderen nicht chemischen Methoden zu arbeiten, ich nenne das gerne mechanische Behandlung.

  • Warum betreibt man den Aufwand mit Verdampfer, Glocke aufsetzen usw. wenn man quasi nur den Deckel anheben muss, ein paar Tropfen drauf tröpfelt und gut ist …

    Nur, damit die Gerätehersteller noch mehr an den Imkern verdienen.

    Verdampfen ist streng verboten.

    Dafür sind schon reihenweise Leute in den Knast eingefahren.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Ich rate inzwischen generell davon ab. Von allem.


    Warum widmest Du Dich nicht der Konstruktion einer besseren Beute? Da ist wirklich noch Bedarf. Oder einem vernünftigen Rähmchenmaß! Da ist auch noch Spielraum. Von der richtigen Bienenrrrraẞße mal ab, das ist vielleicht besser was für das zweite Jahr mit Bienen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Warum betreibt man den Aufwand mit Verdampfer, Glocke aufsetzen usw. wenn man quasi nur den Deckel anheben muss, ein paar Tropfen drauf tröpfelt und gut ist …


    Ich betreibe diesen Aufwand, weil er die Bienen in keiner erkennbaren Form schädigt und weil Dauerbedampfer in der Regel keine Winterverluste haben. (zumindest alle mir persönlich bekannten).


    Was man vom träufeln nicht behaupten kann.


    Mal so ganz vereinfacht ausgedrückt ;)