verdampft und gespritzt

  • Das mit dem Stichtag 31.12. ist wirklich so oder!? Klar jetzt die Frage: warum

    Warum? Weil der Gesetzgeber nicht differenzieren will. Dieses Kaninchenloch willst du nicht jetzt erkunden.


    Das ist einfach Bürokratie. Der eine findet das richtig so, der andere falsch, der dritte behandelt halt auch mal am 32. oder 33. Dezember...


    Abgesehen davon: es ist wohl oft so, dass für die Bienen die Wintersonnenwende das Signal ist, das Brutgeschäft wieder aufzunehmen. Wenn wieder verdeckelte Brut da ist, können sich Milben wieder verstecken.

    Umgekehrt sind die Völker kurz vor Weihnachten (also kurz vor Wintersonnenwende) meist brutfrei. Also: einfach bis Weihnachten oder kurz danach die Behandlung durchführen.

  • Hallo,

    Ich wohne hier einen Kilometer von der holländischen Grenze entfernt.

    Hier konnte man früher nicht ins Maisfeld gehen.
    Dafür fliegt jetzt der Hubschrauber über die Felder und im Winter über die Dächer.

    Trotzdem scheint das Gras hier nicht kaputt zu gehen.:oops:

    Leider habe ich schon einige Freunde beerdigt und kann das nicht empfehlen.
    Es ist wie mit dem Alkohol. Es können nicht alle damit umgehen.

    Das bedampfen aber kann ich jedem Österreicher und Schweizer unter Einhaltung der Empfehlungen nur nahe legen.

    Für alle die Honig verkaufen wollen die Regel, dass nach dem 31.12 keine Mittel mehr in die Völker gehören. Das hatte ich nicht mehr erwähnt, weil die Kollegen schon darauf hingewiesen haben. Auch das die Bedampfung und Beträufelung nur in Brutfreiheit funktioniert, hatte ich voraus gesetzt. Deswegen werden die Methoden klassisch auch im Dezember durchgeführt. Wann die Brutfreiheit eintritt, hängt von dem Klima ab in dem man lebt. Wir hier am Niederrhein haben oft damit zu kämpfen, dass die Bienen gar nicht mehr richtig aus der Brut gehen. Nach den ersten Minustempertauren am besten zwei Wochen später das Mittel anwenden. Da hat jeder sein eigenes Rezept. Da meine Tante in der Steiermark ein Haus hatte, wird das bei euch schon Mitte Ende November sein.

    Ferner kann man das Bedampfen wie erwähnt mehrfach durchführen. Wenn ich jetzt bedampfen würde, sterben die auf dem Bienen sitzenden Milben ab, aber die in der Brut sitzenden nicht. Deswegen behandeln einige auch im Block, dh. 3 bis 4 mal in Abstand einer Woche. Damit werden die schlüpfenden Bienen immer mit erwischt und nach zwei Wochen ist die Brut ausgelaufen und behandelt.

    Ich würde dir als Anfänger eine einmalige Behandlung bei Brutfreiheit empfehlen, da ihr auf den blauen Bergen eigentlich keine Probleme mit mangeldem Frost haben dürftet.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Hey Mark, Ede und andere ...

    Danke 👍🏻


    Puh, so fürs erste bin ich glaube ich „durch“


    @all,

    ich bedanke mich echt herzlich bei allen die mich (uns) Newcomer ernst nehmen, euch hinsetzt und mit gut gemeinten Kommentaren unterstützen!


    Aber nicht zu früh freuen, noch seid ihr mich nicht los ... 😂👍🏻


    lg und schönes Wochenende

  • Ach so, es.fehlt noch das bedampfen in der Wintertraube.
    Ich persönlich sehe da kein Problem drin.

    Den Skeptikern empfehle ich mal eine Glas oder Plexiglasscheibe auf eine Beute ohne Deckel zu legen und dann zu bedampfen. Die Beute ist so mit Dampf ausgefüllt, dass ich dieses Argument nicht nachvollziehen kann. Hinzu kommt, dass die Bienen durch die Wärmeentwicklung kurz aus der Wintertraube rausgehen. Natürlich sollte man das Bedampfen nicht bei minus 10' Grad machen.

    :whistling:

    Hier im Forum sind ja die Ergebnisse der Fischermühle verlinkt worden. Ich habe das Ding verschlungen. Da werden die Methoden Träufeln, Sprühen und Bedampfen gegenüber gestellt und das Ergebnis ist für mich eindeutig.
    Ach so, es kräht kein Hahn danach ob die Behandlung auch am 40. Dezember erfolgt.

    Irgendwo musste man ja eine Grenze setzen und der bei der Bedampfung wird das Produkt schnell abgebaut.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • happygerd und andere newbees und zum Exitus und vermissendem Gedenken einiger langjähriger, erfahrener und trotzdem weitgehend geduldiger jetzt Ex-Forianer:


    All das hier hätte man sich locker selbst erarbeiten können - kein Fitzelchen Neues, alles 1001 mal wiedergekäut.


    Wenn ich einen Hund, eine Katze, sogar Hühner halte .. dann seh ich (hoffentlich) wenn was nicht stimmt, wenn eins seltsam rumhängt ... bei Insekten, Bienen klappt das nicht mehr, die sind evolutionär einfach zu weit weg von uns .. da müssen wir erst sehr viel lernen, die Intuition "da stimmt was nicht" muss man sich hart erarbeiten.


    4 Stunden lesen zählt da mal gar nix. Da darf man sich nicht zu schade sein, sich erst mal tagelang durch enthusiasmierte Bienenkistenprosa zu wühlen, dann einen Exkurs ins Imkerforum, dann Bücherei (Fernleihe!), zum nächstgelegenen Imkerverein, zurück ins Forum, zum weitabgelegenen Imkerverein, Bücherei (Fernleihe dauert immer noch!), Imkerpaten suchen, Forum mal doch ganz von vorne lesen (!!!) ... und DANN, dann fragt man mal sehr höflich diejenigen die tatsächlich schon viel, viiiiieeeeeel Zeit in das Verstehen der Bienen investiert haben und unglaublicherweise auch noch unbedarft dämliche Fragen beantworten .


    Jegliches "hab jetzt nicht alle 50 Seiten gelesen" ist sowas von fehl am Platz und jede noch so ironisch-sarkastische Erwiderung darauf mehr als verständlich!


    Gruß

    Marion

    Gruß Marion


    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Der Deutsche allgemein, also auch die meisten deutschen Imker, haben einen Hang zur Geigelei und zu komplizierter Technik. Dazu kommt, dass sie offensichtlich zu viel Geld haben und nicht wissen, wie sie ihre Zeit totschlagen können.


    Sicher ist, dass einmaliges Verdampfen oder Vernebeln nicht so schädlich für die Bienen ist, wie das einmalige direkte beträufeln mit Oxalsäure.

    Dafür müssen die alternativen Behandlungen mehrfach ausgeführt werden, was ihren kleinen Verträglichkeitsvorteil schnell ins Gegenteil umkehrt. Dazu kommt der wesentlich höhere Zeitaufwand, die hohen Kosten der erforderlichen Gerätschaften und den Anwenderschutz sowie die mehrfache Störung des Biens.


    Das einzig positive dieser Behandlungen ist die Haltung der technikaffinen Imker, die sich den Teufel um behördliche Zulassungen kümmern.

  • Hallo Marion,

    ich bin mir absolut sicher, du hast auch bestimmt absolut recht, all diese Fragen die ich und andere hier stellen wurden beantwortet - ich hab ja die Links bekommen und bin dankbar dafür!!!

    Ich kenne dies aus einem anderen Forum, bei welchem ich einer derjenigen bin der antwortet. - Dies tut aber nichts zur Sache!


    Wenn jemand (oder auch du) keine Lust hat schon wieder diesen Kram zum gefühlten 1.000 Male zu beantworten - warum du/ihr dies dann?? Es wird immer wieder welche geben - die solch widersinnigen Fragen gerne beantworten.

    Was ihr gehabt habt, dass manche das Handtuch geworfen haben entzieht sich meinem Wissen und geht mich nichts an. Es ist auch in JEDEM Forum so, dass "alte" gute User gehen, meistens aber auch andere wieder nachrücken. Wenn es "mir" dann nicht mehr passt, ja, dann muss auch ich die Konsequenzen ziehen. Darum entstehen diese Dinge!!

    Zu keinem Augenblick will ich jemanden damit persönlich angreifen!!

    Wenn es auch lästig ist - Foren sind zum Frage stellen da!! Wenn das nicht der Fall ist, warum kann man neue "Posts" machen??


    Was das Thema "Gefühl mit dem Tier" angeht. Puhhh, das ist meinen Augen fast der größte Teil der Miete! Nachdem ich aber schon etwa vor 20 Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht habe und täglich mit x verschiedenen Tieren und deren Besitzern zu tun habe, glaube ich, dass ich ein gewissen Feingefühl hierfür habe.

    Weiter bin ich privat in einem Verein, in welchem seit Jahren vom aussterben bedrohte heimischen Fische züchtet - duzende andere haben es versucht - ich und mein Team haben es geschafft!!!

    Was ich geleistet habe ist auch egal. Einfach mal so gesagt, es gibt solche und solche Neulinge!


    Unterm Strich, bitte antworte keinem User wenn du keine Lust hast!


    PS:

    Ich habe einen Paten und ich bin in einem Verein - genau genommen sogar in 2 verschiedenen!

    Es ist aber auch so, dass wenn man mit einem gewissen "Grundwissen" in eine Diskussion hinein geht, diese konstruktiver verlaufen wird.

    Bücher: Leider oft so, bis sie geschrieben sind, sind sie fast schon wieder nicht mehr aktuell.


    In diesem Sinne Danke an euch, und zu diesem Post werde ich nicht mehr antworten. Ich nütze diese Zeit lieber für anderes.


    LG

  • Ich wiederspreche Marion an der Stelle einfach mal an einigen Stellen.

    Ja, in diesem Forum gibt es einige Mitglieder, die aufgrund ihrer jahrelangen Erfahrung und ihrem Wissen sich sicherlich gelangweilt fühlen, Themen zum x'ten mal aufzukochen. Meine Intention ist es nicht, diese Leute zu vergraulen.
    Denen gebe ich einfach den Tipp, dass Stock nicht aufzuheben und sich anderen Feldern zu widmen.

    Nur durchläuft man in einem Hobby verschieden Phasen.

    Da finde ich es nur legitim, dass man sich in einem Forum verschiedene Meinungen einholt und abwägt, was für einem selbst interessant ist und kann von Wissen anderer profitieren. Ich habe etliche Bücher über Imkerei Zuhause und in jedes beschreibt andere Methoden. Das ist sehr verwirrend gerade für Anfänger.

    Das viele mit viel Geldaufwand und technischen Spielerein aufwarten, die auch meiner Meinung nach unnötig sind, dem ist so. Nur wer bin ich, da den Zeigefinger zu heben. Es ist ihr Hobby und wer Spass daran hat, soll es tun.

    Das mit dem bedampfen ist ein bisschen wie mit der Buckfast und der Carnica.
    Keiner gibt zu, dass er die B am Stand hat, um nicht mit den C Anhängern Ärger zu bekommen. Leute als Verbrecher zu titulieren, weil sie in guter Absicht handeln, finde ich geschmacklos.

    Man raubt schließlich keine Bank aus, betrügt Diesel Fahrer, vergreift sich an Kinder oder verschwendet Steuergelder an Bänker.

    Nein ich geh mir kein Bier holen und keine Tüte Chips.

    An der Stelle wiederrum bin ich Meinungsstabil.

    Einen schönen Sonntag noch.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Im Moment driftet das Thema etwas ab.
    Ich bitte darum das dies in einem bereits vorhandenem und ähnlichem Unterforum weiter diskutiert wird.
    Z.B.: hier Werra-Meissnerimker

    Sonst wird es evtl. zu viele "Inseln des Forum" geben und alles wird zu unübersichtlich bzw. das Stöbern macht keinen Spaß mehr.

    Beste Grüße Hartmut

  • Wenn jemand (oder auch du) keine Lust hat schon wieder diesen Kram zum gefühlten 1.000 Male zu beantworten - warum du/ihr dies dann?? Es wird immer wieder welche geben - die solch widersinnigen Fragen gerne beantworten.

    Ganz sicher, an 'gerne' und mangelnden Antworten wird es nie fehlen. Nur die Leute mit Plan halten sich dann vielleicht zurück, was dem Fragensteller nicht auffallen wird, da er die Qualität der Antworten eh nicht wirklich einschätzen kann. Soweit, so egal. Das Drama (in meinen Augen) ist, daß auch andere Leser durch die Antworten aufs falsche Gleis geschoben werden, das wäre ein Grund für mich, evtl. 'das Stöckchen doch aufzuheben', obwohl ich nicht an einen Erkenntnisgewinn beim Fragesteller glaube. Aber auch das gewöhne ich mir grade ab.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hallo Ede,

    für Bier und Chips ist`s eh noch recht früh um 9:30 ... ;)

    Danke, du sprichst mir ziemlich aus dem Herzen, weshalb ich doch nochmal was dazu sage.

    Zu mir sagte mal ein sehr erfahrener Imker: Es gibt 1000 Möglichkeiten dieses Hobby zu praktizieren und für jede Möglichkeit nochmal 1000 Meinungen.


    Beginne einfach mal mit dem System mit dem du dich im Moment "wohl" fühlst. Du wirst sehr bald merken, es gibt durch verschiedene Gegebenheiten Änderungen. Du wirst dein System (teilweise) umstellen, alles erneut hinterfragen und auch das eine oder andere Volk wird eingehen - egal was du wie machst.

    Starte, der Rest kommt von allein...

    Ich gebe ihm auch recht und ich weiß, es wird so sein!


    Warum ich nun doch die eine oder andere recht "blöde" Frage hier stelle.

    Man kommt zum "ersten" Imkertreffen in einem Verein - man will sich ja mal informieren. Dann stellt man sich vor, und bequatscht so das eine oder andere. Die Erfahrenen erzählen von "ihrem System" wie wo was sie alles Mögliche machen.

    Man - ja ich - sitzt da, hört zu und ganz ehrlich: kein Tau was der da unterm "labert".

    Irgendwie möchte man Fragen stellen, die meisten Erklärungen waren aber immer noch nicht in meinem zu verstehendem Bereich.


    DANN begann ich mal ins WWW zu schauen und ich kam auf die vielen Videos von Dirk Unger. Ich lernte in kürzester Zeit verschiedenstes über seine Art und Weise, er erklärte dies und das und mein theoretisches Wissen wuchs.


    Zweiter Abend beim Verein:

    Ich war soweit, ich verstand deutlich besser was die Kollegen da erzählten, ich konnte bei vielen Dingen schon ganz konkrete Fragen stellen und verstand auch, was die "Burschen" da antworteten.


    Grundsätzlich möchte ich einfach mal ein Grundwissen in Theorie erlernen, mit welchem ich dann im Frühling einsteigen kann. Dass ich dann den einen oder anderen fatalen Fehler machen werde ist eh klar. Ich bilde mit da nichts drauf ein!

    Ich würde nur gerne diese Fehler so gering wie möglich halten!!


    Und noch zum Thema "den alten wird's zu bunt immer den selben Käse von neuem durch zu kauen"

    Ja, wer weiß. In ein paar Jahren, wenn ich bei dem Hobby bleibe und ich mein Lehrgeld gemacht habe. Es kann ja sein, dass auch ich dann ein Pate bin, welcher dem einen oder anderen noch so "lästigen" Neuling etwas beibringen kann. Es sollte ja auch so sein!!!


    NUR!!!! eines weiß ich aus meiner Erfahrung aus anderen Foren. Wenn ich einfach mal keinen Bock habe, wenn ich mir bei einem Bericht denkt: oh man, schon wieder diese Frage, dann antworte ich einfach nicht ...

    Stellt jemand eine wirklich dumme Frage, dann man schon mal einen negativen Kommentar abgeben....


    In dem Sinne ... noch ein paar Stunden warten, und dann ein Bierchen öffnen ... ;)

    LG

  • Der Deutsche allgemein, also auch die meisten deutschen Imker, haben einen Hang zur Geigelei und zu komplizierter Technik.

    ...

    Das einzig positive dieser Behandlungen ist die Haltung der technikaffinen Imker, die sich den Teufel um behördliche Zulassungen kümmern.

    Da möchte ich mal genervt widersprechen, weil es mittlerweile eine Bartwickelmaschine ist:

    "Dem Deutschen allgemein" wird eher zurecht vorgeworfen, sich obrigkeitshörig und vorauseilend gehorsam zu verhalten und darüber das eigene Denken einzustellen, weil man sich bequemerweise auf Verbote und Vorschriften berufen kann. Seien sie noch so hirnrissig und praktisch widerlegt.


    Technikaffinität dagegen ist kein Makel, sondern eine positive Eigenschaft, um nicht komplett unselbständig und bedeutungslos zu werden. Das kann man oder lässt man, das hat nichts mit "zu viel Geld" zu tun. Die Anwendung erfordert numal ein Minimum an Technik, die jeder gegen Geld beschaffen oder für weniger Geld selbst montieren kann.


    Die Argumente gegen Bedampfung werden immer gern wiederholt aber dadurch nicht besser, lediglich gleichbleibend albern. Ob man sich selbst gefährdet - wenn die Gefahr überhaupt reell und generell besteht! - sollte jeder vernünftig denkende Mensch nach eigenem Ermessen selbst entscheiden können dürfen. Da es sinnvoller für die Bienen ist, stellt sich die Frage nach Zulassung nicht mehr. Die Wahrheit kennen wir, nämlich dass nicht wir zu viel Geld haben oder evtl. zu geizig sind (um das vorwegzunehmen), sondern dass Andere gern unser Geld in ihre Taschen umleiten wollen, weshalb u.a. OS-Verdampfung immer noch nicht zugelassen ist...


    Gruß Andreas