Umwohnen von DNM auf DNM 1,5

  • Hallo EnerReldeif ,


    nach meiner Erfahrung geht das Umwohnen ebenfalls kurz vor Ende der Tracht via Kunstschwarm am besten: Du hast richtig gut Bienenmasse zum Ausbauen der neuen Rähmchen/MWs, das geht prima.


    Ob Du das mit einer Völkervermehrung und/oder Varroabehandlung kombinierst, ist eine zweite Sache (funktioniert aber auch sehr elegant).


    Das Untersetzen, das auch in dem von Dir geposteten Video gezeigt wird, ist nicht ganz so einfach. Zwar werden die Völker auch so die gegebenen MWs gut ausbauen, aber das Brutnest wird erst durch den Honigeintrag (immer möglichst nach oben) langsam nach unten in die 1,5er Zarge gedrückt. Gibst Du also zu früh nach oben mehr Raum, wird der Vorgang unterbrochen. Lösung: sicherstellen, dass die Königin in der untersten Zarge ist und Absperrgitter einlegen. Dann läuft oben die Brut aus und der Raum wird verhonigt. Ist aber auch nur suboptimal, da Du oben schlüpfende Drohnen einsperrst, die passen nicht durch das ASG ...


    Weitere Alternative für früh im Jahr: sobald das Volk einen Honigraum braucht, diesen als DNM1,5 aufsetzen. Wenn die ersten MWs ausgebaut sind, Königin suchen und mittels ASG nach oben sperren. Dann genau nach 21 Tagen Zargen tauschen => Brut unten sollte geschlüpft sein, Brut oben kurz davor. Nachteil des Ganzen: viel Unruhe, kaum Honigertrag, wenn überhaupt.


    Fazit für mich: Umwohnen immer über KS-Bildung ca. 2 Wochen vor Trachtende - wie oben bereits empfohlen.


    Gruß, Jörg

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • EnerReldeif

    Du solltest den bereits erwähnten Faden wirklich mal komplett bis zum Ende durchlesen. Da kam zum Schluss nochmal eine ähnliche Frage

    und wurde ohne weiteren Wiederspruch nochmal genauso beantwortet wie auch hier... Manches ändert sich eben nicht, so oft man auch fragt.

    Aber Vorsicht, beim Lesen könntest du dich hinterher fragen, welchen Sinn dein Plan überhaupt haben soll :S ?

  • Aber Vorsicht, beim Lesen könntest du dich hinterher fragen, welchen Sinn dein Plan überhaupt haben soll :S ?

    Haha, was ist "besser": DNM1.0 oder DNM1.5?

    Ja, auch das eine wunderbare Frage zum Hinterfragen mit reichlich Fäden ... Viel Spaß! :wink:

    Eine Fischsuppe aus einem Aquarium zu machen, ist leichter als ein Aquarium aus einer Fischsuppe.

  • Aber Vorsicht, beim Lesen könntest du dich hinterher fragen, welchen Sinn dein Plan überhaupt haben soll :S ?

    Haha, was ist "besser": DNM1.0 oder DNM1.5?

    Ja, auch das eine wunderbare Frage zum Hinterfragen mit reichlich Fäden ... Viel Spaß! :wink:

    Da ist der Spruch den ich jetzt schon sehr oft gehöhrt und gelesen habe sehr zutreffend .... " 10 Imker 10 Meinungen " :/:/:/

  • Wenn überaus starke Völker einwintern, könnte es sein, das sie auch stark auswintern und zeitig trachtstark sind. Wenn sie dann die Kiste relativ schnell voll gesammelt haben, der Imker noch nicht aus dem Quark kam mit erweitern, packen sie die Koffer und ab gehts, wir wollen uns vermehren Rohstoffe sind genug für die Hinterbliebenden da.


    So ein mögliches nicht ganz ernst gemeintes Orakel.


    Liebe Grüße Bernd

  • Ich habe eigentlich keine Lust auf eine lange Ausführung, weil ich da schon genügend geschrieben habe. Ein Volk auf einer DNM-Zarge wird im Frühjahr bis fast zur Schwarmreife getrieben. Dann kommt eine Zarge 1,5 DNM drauf, sobald die Bienen die Waben ausgebaut und ein Brutnest errichtet haben, kommt die untere Zarge über das ASG oben drauf und schon hat man Umgewohnt.


    Zur Frage was ist besser 1,0 DNM oder 1,5 DNM, kann ich nur sagen, das man 2-5 Jahre braucht um das System 1,5 DNM zu verstehen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Wenn Du die Völker im zeitigen Frühjahr bekommst und Brut nur auf 3-4 Waben ist, würde ich diese direkt in die 1.5 DN Zarge vorne ans Flugloch hängen. Futter und Pollenwaben hinter das Schied. Sonst Mittelwände geben und restliche Bienen dazuschütten.

    Unter den alten Brutwaben wird Drohnenbau errichtet (nicht notwendigerweise brav parallel an jedem Unterträger), den Du wegschneiden kannst oder nicht, aber kaum bei der Bearbeitung stört. Die vorderen Waben werden nach und nach verpollen und können dann rausgenommen oder hinter das Schied gehängt werden. Brutnest mit Mittelwänden nach und nach erweitern, damit es kompakt bleibt und darauf achten, dass bei kaltem Wetter noch Futter auf oder nahe den Brutwaben ist.

    Gruss, Jan

  • Kasnn man so machen, aber da muss du viel in dem Volk rumrühren. Die Frühjahrsentwicklung wird gestört, wie du selbst schreibst, sind Kälterückschläge für das Volk sehr gefährlich. Bei der oberen Methode brauchst du über einen Monat nicht mehr ins Volk, außer Honig schleudern.;)

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)