Wachs nach dem Abschwefeln noch für Kerzen geeignet?

  • Bei Faulbrut werden da nicht gleich die kompletten Rähmchen verbrannt, manchmal sogar die Beuten wenn sie sehr alt sind. Schwefel im gesunden Wachs macht keine Probleme.

    Hi,


    bei einer Sanierung kann der Veterinär die komplette Verbrennung anordnen.


    Er kann aber durchaus auch die Gewinnung des Wachses zulassen. Dieses muss dann bei einem


    Eintausch als Seuchenwachs gekennzeichnet werden, damit der Umarbeiter das


    Wachs entsprechend "entseuchen" kann. Danach kann es wieder bedenkenlos eingesetzt werden.


    Gruss Joachim

  • Dieses muss dann bei einem Eintausch als Seuchenwachs gekennzeichnet werden, damit der Umarbeiter das Wachs entsprechend "entseuchen" kann. Danach kann es wieder bedenkenlos eingesetzt werden.

    Und was bot mir "mein Umarbeiter" an, für Wachs aus einer handvoll verkunstschwarmter Völker mit geringem Sporenbefund...für 0€ nimmt er es entgegen, entseucht es und bringt es in Umlauf. Ich soll froh sein, dass es nichts kostet...und das obwohl er angeblich sowieso jedes Wachs entseucht.


    Ne lass mal, die Teelichter sind jetzt zwar alle, aber da nutze ich es lieber selber...und gieße auch selber MW.


    Nachtrag: okay, die Teelichter brannten schlecht ab, aber das lag bestimmt nicht der mangelnden Entseuchung, aber das ist eine andere Baustelle

  • Björn Bienenfreund,


    Hast du den Wachs noch. Ich würde dir bei entsprechend niedrigem Preis das Zeug abkaufen.

    Es muss allerdings mit AFB Sporen belastet sein.

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    Neutral und unbelastet.

  • Obwohl OT, aber im Interesse der Bienen und unschuldiger Imker:

    Das Verbrennen ist nach § 9 BienenSeuchVO die Regel, das Kunstschwarmverfahren die Ausnahme, die der Amtstierarzt erst einmal begründen muß in Form eines förmlichen Gutachtens. Das macht durchaus Arbeit. Bei dieser Begründung handelt es sich um eine Prognose, bei der u.a. auch der Aspekt eine Rolle spielt, für wie zuverlässig der Amtstierarzt den betroffenen Imker halten darf. Daran sollte man bei Kontakten mit dem BSV und dem VetA immer mal denken:

    https://www.gesetze-im-interne…seuchv/BJNR005940972.html


    ChrisAusEssen : Würdest Du noch die Frage aus #17 beantworten, notfalls auch mit pN? Den Wahrheitsgehalt der von Dir erwähnten Werbeaussagen gilt es im Interesse der Allgemeinheit zu überprüfen. Die Aufkaufaussagen deuten auf Unzuverlässigkeit i.S. der BienSeuchVO.

    Ist der Umarbeiter ordnungsgemäß registriert (IX/6-14)?

    https://tsis.fli.de/GlobalTemp/201811082151180171.pdf

    Das IF-Mitgleid butsche findet man dort auch im Register (Bayern).

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von ribes ()

  • Eine Frage mal zum Thema:

    Muss ich eigentlich akzeptieren das jemand vom Kreisimkerverein oder den dazugehörigen Vereinen eine Probe nimmt.
    Nach meinen letzten Erfahrungen glaube ich nicht mehr, dass da noch Neutralität herrscht.

    Fakt ist, dass der Veterinär als letzte Instanz fungiert. Er muss natürlich seine Anordnung begründen. Die Begründung kann aber auch einfach lauten, dass eine Sanierung zu arbeitsaufwendig ist.

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  • Eine Frage mal zum Thema:

    Muss ich eigentlich akzeptieren das jemand vom Kreisimkerverein oder den dazugehörigen Vereinen eine Probe nimmt.

    Hi,


    lt Gesetz musst du den BSV nicht auf dein Gelände lassen.


    Die Folge wird sein das der Amtsveterinär kommen wird und dir dieses


    natürlich auch in Rechnung stellt. ( Der BSV wäre günstiger/kostenlos )


    Solltest du auch diesen nicht auf das Gelände lassen, würde er die Polizei zur


    Amtshilfe rufen und diese würde das Betretungsrecht durchsetzen. Sie können


    dich notfalls sogar dafür fixieren.


    Der Veterinär wird sich im allgemeinen dazu entschliessen, was der BSV oder


    ggf. auch der Bienenzuchtberater ihm rät. Diese haben mehr Ahnung von der AFB


    als der Veterinär. Diese Entscheidung ist für alle gültig, wenn nicht irgendwelche Gründe


    dafür sprechen, jemanden anders zu behandeln.


    Als Bsp. wenn jemand einen Stand verheimlicht und sich dann noch der Kontrolle


    widersetzt als Bsp.. Dann kann der Veterinär davon ausgehen, dass der Imker die notwendige


    Zuverlässigkeit für eine Sanierung nicht besitzt und diesen einen Stand abschwefeln lassen.


    Gruss Joachim

  • Hallo Bienen-Ede,

    wir reden jetzt von Faulbrut also Futterkranzprobe und nicht von Wachsprobe?

    Wenn ein Imker die Probe zieht dann ist er nur berechtigt wenn er vom VetAmt als BSV beauftragt ist.

    Oder der Vet macht es selbst.

    Gruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Die Liste der Bienenwachsverarbeiter wird auf der Seite des BMEL verlinkt. Von dort habe ich sie heruntergeladen mit dem Link in #20. Es ist übrigens sehr interessant zu sehen, welche Wachsverarbeiter sich an ihre gesetzliche Registrierpflicht halten und welche nicht. Ich wüßte gern, ob wenigstens einer der 6 registriert ist, die der FBA immer hinter seinen 6 "KontrollNr." mit Siegel versteckt. Der eine mit Nr 1566, den wir hier schon enttarnt hatten, ist seiner Registrierpflicht offenbar nicht nachgekommen. Ob er sich an die anderen gesetzlichen Pflichten v.a. zu Dokumentation der Warenströme hält, erscheint deshalb ebenfalls fraglich:

    https://eur-lex.europa.eu/lega…=CELEX:32009R1069&from=DE

  • Vielen Dank für die Informartiion.

    Gegen das Betreten des Amtsveterinärs habe ich nichts und werde gerne hierfür auch gerne in die Tasche greifen und bezahlen.
    Ich kann die Leute nicht verstehen, die gegen diese Instanz verstossen, vor allem ds wir anscheinend jemand vernünftigen vor Ort haben.


    Damit ist klar, dass ich die vom Kreisimkerverband bestellten nicht mehr auf Haus und Hof und Bienenstand lasse. Einige davon werden von mir zur gegebener Zeit Hausverbot erteilt bekommen, damit das Betreten von vornhinein ausgeschlossen wird.

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    Neutral und unbelastet.

  • Hm, versuchen wir es anders: Diesem Link folgen:

    https://www.bmel.de/DE/Tier/Ti…odukte.html?docId=4022730

    Dort gibt es eine Rubrik "Tierische Nebenprodukte" -> "zugelassene und registrierte Betriebe...". Wenn man die anklickt, erscheint eine ziemlich lange PDF, von Schlachthöfen, Abdeckereien, über Pharmaunternehmen bis wissenschaftlichen Instituten, die mit Tiermaterialien zu tun haben. In Abschn. IX Zf. 6-14 ist das Kapitel für Imkereierzeugnisse, in dem der Butsche (übrigens deutschlandweit als Einziger) als verarbeitender Betrieb (PROCP) registriert ist, die übrigen nur als Handelsbetriebe (API).

    In manchen Bereichen herrscht eben mehr Ordnung als in anderen...

    Ich kann nur hoffen, daß spätestens nach dem Strafprozeß gegen den ersten dort (neuerdings) Registrierten die übrigen Verarbeiter gehörig für ihre bisherigen Gesetzlosigkeiten zur Verantwortung gezogen werden, denn sie verschaffen sich durch ihre Verletzung der Registrierpflicht einen rechts- und kontrollfreien Raum, der Unmögliches erst möglich macht.