Wachs nach dem Abschwefeln noch für Kerzen geeignet?

  • Hallo, nachdem bei einem Außenstand die Kunstschwarmsanierung insofern fehlgeschlagen ist, dass anschl. leider wieder ein positiver Faufbrutbefund nachgewiesen wurde, wurde nun seitens des Veterinäramtes ein Töten angeordnet. Das habe ich gestern nun gemacht mittels Schwefelstreifen:(. Meine Frage : kann der Wachs noch für Kerzen genutzt werden oder hat er zu sehr den Schwefelgeruch angenommen? Wer hat da Erfahrungen?

    LG, Björn

  • Schwefel ist Wasserlöslich, geht also für Kerzen.

    wieder ein positiver Faufbrutbefund

    Wie willst Du denn bei dieser Diagnose das Wachs ausschmelzen und dabei sicher vor den Bienen schützten?

    Besser finde ich es, wenn Du die Waben gut verpackt zur Müllverbrennung gibst. Schließlich müssen die Rähmchen derart intensiv erhitzt und desinfiziert werden, dass es die Mühe und den Zeitaufwand meist kaum lohnt.

    Bestimmt habt Ihr in Deiner Nähe das "Big Mobil" für die Sanierungshilfe, aber das daraus gewonnene Wachs müsstest Du bei einem Umarbeiter als Seuchenwachs kennzeichnen. Die Rähmchen werden dabei eigentlich verbrannt.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Wurde uns auch so beigebracht, Jelle : Grundsätzlich wird so ziemlich alles verbrannt respektive der Müllverbrennung übergeben, was beweglich ist, also insbesondere Rähmchen und Wachs. Lieber auf Nummer sicher gehen!

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Wie willst Du denn bei dieser Diagnose das Wachs ausschmelzen und dabei sicher vor den Bienen schützten?

    Das ist eine Frage der zur Verfügung stehenden Geräte und Räumlichkeiten. Wenn er einen bienendichten Raum hat, wo er ausschmelzen kann, sehe ich da kein Problem.

    Besser finde ich es, wenn Du die Waben gut verpackt zur Müllverbrennung gibst. Schließlich müssen die Rähmchen derart intensiv erhitzt und desinfiziert werden, dass es die Mühe und den Zeitaufwand meist kaum lohnt.

    wenn er das Wachs zu Kerzen verarbeitet, ist die Entseuchung auch kein Problem. Evtl. sollte man darüber nachdenken das Wachs zu färben, dass es nicht versehentlich wieder eingeschmolzen und zu Mittelwänden verarbeitet wird.


    Ob sich das lohnt, bleibt dahingestellt.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo,

    leider war da keine Antwort auf meine Frage, ob sich der Bienenwachs noch für Kerzen aufgrund des Schwefelgeruchs eignet.

    Einen absolut bienendichten Raum habe ich, auch kommt der Wachs nur in Kerzen für den Eigenbedarf, die Rähmchen habe ich anschließend, nach dem Schmelzen verbrannt, den Metall-Wachsschmelzer mit dem Flämmer sicher desinfiziert, also keine Sorge, ich gehe verantwortungsvoll mit der mir durchaus bewussten Gefahr um. Auch ist das alles mit dem Bienenseuchen-Sachverständigen abgesprochen.

    Allerdings gebe ich Ludger recht - die Arbeit lohnt sich für ein paar KG Wachs nicht wirklich, aber der Wachs war mir in der Vergangenheit immer zu wertvoll für Kerzen, ich gieße ja die MW selber.

    Überiegens ist jetzt nach der dritten Wachserhitzung im destilierten Wasser der Schwefelgeruch mittlerweile fast vollständig verschwunden.

  • Bei Faulbrut werden da nicht gleich die kompletten Rähmchen verbrannt, manchmal sogar die Beuten wenn sie sehr alt sind. Schwefel im gesunden Wachs macht keine Probleme.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)