Rhône Beute Dadant

  • Hallo Zusammen


    Ich möchte nächstes Jahr mit der Imkerei beginnen.


    Imkern möchte ich im Dadant-Blatt Mass welches in der Schweiz verbreitet ist, In Frankreich und der Französischsprachigen Schweiz

    werden die Dadant-Blatt beuten nur als Dadant Bezeichnet Wabenmass 470cmx300cm demnach Dadant-Blatt


    Einen Hersteller der dem anschein an gute Beuten Herstellt ist La Ruche Verte in Lausanne https://www.la-ruche-verte.ch/ruches.html

    Die Beuten sind jedoch etwas abgeändert, Fix montiertes kleines Anflugbrett für welches ein Montierbares kleines Dach gibt als zubehör

    und Bügel unten für die Wabenfixierung in den Zargen


    Diese Modifizierten Dadant-Blatt Beuten auch als Rhône Beute bezeichnet. Kennt sich jemand damit aus? bzw. hat jemand dazu genauere Infos?


    Gruss Stefan

  • Hallo Stefan


    Ich kenne diesen Hersteller nicht, vom Aufbau her sind sie aber typisch Italienisch/Französisch. Meine ersten Beuten waren im typischen Lega-Stil der Italiener und was ich daran hasse:


    - Abstandrechen im Brutraum, speziell der untere... weil man bei dem mit nicht nach unten spitz zulaufenden Rähmchen nicht mehr sauber einfädeln kann. Der untere Rechen verhindert auch, dass man die einfach selbst umbauen kann. Der Rechen oben liesse sich ja umbauen... aber unten... :cursing:


    - Abstandrechen im Brutraum: Nochmal, ich weiss... Aber ich empfinde es als mühsam! Die Abstände der Rechen sind grösser als beispielsweise die Abstände mit Pilzköpfen. Das heisst, meine Bienchen haben mir im ersten Jahr den Futterkranz oben massiv ausgebaut und so dick gemacht, dass ich richtig Probleme bekam, Waben sauber raus zu bekommen, ohne tote Bienen. Das Gewicht so einer vollen Wabe ist auch nicht zu unterschätzen mit nur einer Hand und einem Wabenzieher... Und ohne Wabenzieher gehts fast kaum. Ohne Abstandrechen und vorsichtigem Rumschieben imkerts sich für mich deutlich besser!


    - Format: Meine waren für Kaltbau und man konnte, auch den quadratischen 12er, nur in einer Richtung drauf packen. Es war auch nicht möglich, mehrere Bruträume übereinander zu stellen. Boden und Brutraum waren quasi fest ineinander verheiratet und untrennbar vonainander...



    Mittlerweile habe ich Beuten von bienenbeuten.ch, die Dadant Blatt aus Weymouth-Kiefer und bin echt zufrieden damit. Einfacher, rudimentärer, dafür auch praktikabler. Es ist quadratisch, was quadratisch sein soll.


    Also mein Tip:

    Überleg dir genau, ob du mit Abstandsrechen imkern möchtest oder ohne! ;)

  • Danke für die Antwort 👍


    Den Oberen und unteren Kamm wollte ich so oder so entfernen weils verdammt unpraktisch ist. Dann sind die dinger wohl wirklich nicht gut durchdacht...

  • N'Abend


    Ich habe auch einige der ital. (LEGA ? ) 10er DD-Blattbeuten, gekauft bei Imme kurz hinter Basel (inseriert auch immer in der CH-Bienenzeitung). Auch mit Abstandsrechen oben und unten. Ich fand das die letzten Jahre nicht so schlimm, wie von Viva beschrieben.

    Futterkränze habe ich per Einengen weitestgehend in die HR verschoben und das "fummelige" Einhängen der Rähmchen in die unteren Abstandshalter, naja, 97% der Rähmchen gehen problemlos da rein, für den Rest gewöhnt man sich dran und sucht sich eine Technik, wie es gut geht. Bei mir ein bisschen seitlich ankanten, dann spürt man schon, wenn man drin ist und dann runtergleiten lassen. Am besten mit 2 Händen an den Rähmchenohren, da hat man meiner Meinung nach mehr Gefühl als mit nem Rähmchenheber. Und ja, ein voller Brutrahmen hat seine knapp 4-5kg und ist recht unhandlich ;-).

    Bei meinen Beuten ist der untere Abstandsrechen ein schlangenförmig gebogener Draht in einer Rille in der Beutenwand (wie auf den Fotos bei Ruche Verte). Ich habe noch nicht genau geschaut, aber ich bin mir fast sicher, das man den auch "operativ" entfernen kann.


    Dafür habe ich bei einigen anderen Beuten (Holtermann) mit "nur" oberer Auflageschiene das Problem, das einige verzogene Rähmchen unten von den Damen zusammengekittet werden und dann fast nur als Doppelpack gezogen werden können. Gut, ich muss zugeben, das ich da an den Pilzköpfen gespart und im Unterträger nur 1 mittig eingeschlagen habe. Und Holtermann hat anscheinend die Rähmchenmasse nicht gut im Kopf gehabt. Der Beespace zwischen den Rähmchenohren und der Beutenwand ist zu knapp (also die Kiste in Rähmchenlängsrichtung zu kurz) und meine propolisliebenden Dunklen kleben die Stirnseite der Oberträger in diesen Kisten ständig an der Wand fest. Das haben die Italiener besser konstruiert.


    GRüsse, Robert

  • Vielen Dank für die antworten


    Ich habe mich nun für die 12er Dadant Blatt Beuten von Imkereitechnik Wagner entschieden.


    Bei den Bruträhmchen breiten gibts die 28er und die 25er ohne Hoffmann. Mit den 25er Bruträhmchen komme ich mit 7mm Polsternägeln auf 32mm Beespace mit den 28mm entsprechend auf 35. Im Buch von Rainer Schwarz steht dass ein schmalerer abstand als 35mm guten Naturbau zulässt. Wenn ich von anfang an mit 25er Rähmchen imkern würde, müsste ich später nichts austauschen für Naturwabenbau. Sollte bei 25er Rähmchen eine kleinere Zellgrösse verwendet werden? Hat jemand erfahrung damit?


    Gruss

  • Hallo,

    bei 32mm Wabenabstand solltest Du mit möglichst wenig Hilfen arbeiten. Zur eigenen Beruhigung kannst Du einen schmalen, etwa 20mm breiten Mittelwandstreifen ankleben. Das genügt. Selbstverständlich 4,9 oder 5,1mm.

    Meine Bienen bauen alles in beweglichem Naturbau, d.h. ich habe Rähmchen, nicht nur Oberträger. Im BR (380mm hoch) sind es Halbrähmchen. Damit gebe ich den Bienen unten etwa 100mm Platz für völlig freies Bauen. Das soll dazu beitragen, dass die Bienen das "Gefühl" haben, dass sie noch ihren Wabenbau erweitern können. So ist die Schwarmneigung geringer. Damit habe ich aber erst begonnen und nehme das als Vermutung.

    Gruß

    Harald

  • 32mm Abstand sind für 4,9 er MWs und Bienen dir damit umgehen können - aber dazu braucht man auch die richtige Bienenherkunft, oder muss langwierig umstellen - dazu gibt es viele Threads nur einmal nach "Zellmaß 4,9" suchen, die meisten und ausführlichsten Threads dazu sind aus 1999-2008

  • Mit 35 mm bekommst Du auch wunderschönen Naturbau.

    Welches Zellmaß ein schmaler Anfangsstreifen hat, ist vollkommen egal, die Bienen bauen darunter, was sie brauchen und wollen. Du kannst auch nur einen schmalen Wachsrand ohne Prägung hinkleben, Hauptsache, sie haben etwas, was die Orientierung vorgibt. (Nicht mal das brauchen die Bienen, aber Du freust Dich, wenn sie nicht aus dem Rähmchen raus bauen.)

    Bei 35 mm sowie bei ganz freiem Wildbau bauen meine Bienen im Naturbau Arbeiterinnen-Zellen mit 5,3-5,4 mm. Ob sie bei kleinerem Wabenabstand kleinere Zellen bauen würden, weiß ich nicht. Dazu habe ich sie noch nicht genötigt.

  • Hallo,

    ist das Nötigung?

    Da gibt es ganz andere Imkeraktionen auf die das zutrifft.

    Die Bienen bauen bei kleineren Abständen auch kleinere Zellen. Das tuen sie auch ohne Anfangstreifen mit 4,9mm .

    Freien Naturbau / Stabilbau will ich mal mit einem Schwarm probieren.

    Gruß

    Harald

  • ich dachte die Zellgröße hängt von der Bienengröße ab. Die Arbeiterinnen die auf 5,3-5,4mm geschlüpft sind, bauen auch solche wieder. Sie nehmen sich selber ja als Maßstab her.

    Auch, aber nicht nur, es liegt vor allem auch an der Genetik. Darüber hinaus ist richtig das im Naturbau die Zellgrößen auch vom Verwendungszweck und von der Lage der Zelle in der Wabe abhängt. Dazu wurde in den letzten 200 Jahren sehr viel nachgemessen und dokumentiert.

    Beachte bitte auch das Zellgrößen von 5,4 oder größer bei unseren mitteeuropäischen Honigbienen nicht natürlich sind/waren und vor ca. 100 Jahren vergrößert wurden - auch dazu gibt es Berichte...

  • ...Zellgrößen von 5,4 oder größer bei unseren mitteeuropäischen Honigbienen nicht natürlich sind/waren und vor ca. 100 Jahren vergrößert wurden

    Sicher? Gab es mglw. andere Auswahl-/Zuchtziele vor 100 Jhren bzw. in Zeiten, in denen Mangelwirtschaft, Zuckerknappheit herrschte und sogar spätere Nobelpreisträger ihre eigenen Lebensmittelmarken opferten, um Zucker für ihre Experimente mit Honigbienen zu bekommen? Gehören Carnica, Ligustica o.a. auch zu den "mitteleuropäischen" Honigbienen? Welche Überwinterungsverlustraten waren vor ca. 100 Jahren üblich im Vergleich zu den Verlustraten heute? Letztere wären um den Sonderfaktor der varroabedingten Verluste zu bereinigen, um wirklich Gleiches mit Gleichem vergleichen zu können.

    M.a.W.: Ich fürchte, wir machen uns zu oft ein idealisiertes Bild von der Vergangenheit, die so glorreich gar nicht war, als sie uns im wohlwollenden Rückblick erscheinen mag. Mglw. zeigt der von rase so treffend benannte Honigkübelindex zuverlässiger an, wie gut es einem Bienenvolk wirklich geht, besser als manch idealisierte Vorstellung von den guten alten Zeiten.

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  • Auch, aber nicht nur, es liegt vor allem auch an der Genetik. Darüber hinaus ist richtig das im Naturbau die Zellgrößen auch vom Verwendungszweck und von der Lage der Zelle in der Wabe abhängt. Dazu wurde in den letzten 200 Jahren sehr viel nachgemessen und dokumentiert.

    Beachte bitte auch das Zellgrößen von 5,4 oder größer bei unseren mitteeuropäischen Honigbienen nicht natürlich sind/waren und vor ca. 100 Jahren vergrößert wurden - auch dazu gibt es Berichte...

    Bitte nochmal Ordentlich nachlesen, die Dokumentation ist wesentlich besser als du hier darstellt. 5,4 mm ist eher der Durchschnitt der Zellen. es wurden auch größer und kleiner Gefunden. Je nach Lage auf der Wabe, Wabenabstand und vor allem Jahreszeit der Errichtung.