Wie am besten eine Dadantbeute mit Bienen besetzen?

  • Hallo,

    im nächsten Jahr möchte ich mit der Dadant Beute imkern.

    Nun gibt es hier nicht viele Leute mit Dadant. Oder zumindest noch nicht gefunden.

    In dem akteullen Buch was ich lese, werden Kunstschwärem angesprochen. Ich wusste gar nicht, dass es sowas per Port gibt?

    Was ist besser?So eine Beute Ende April mit einem Kunstschwarm besiedeln oder eine anderes Rähmchenmaß nehmen und die Rähmchen hinter einem Absperrgitter mit Umbau/Anpassung einhängen und warten bis die Brut ausgelaufen ist und gleichzeitig neue Mittelwände geben?

    Was geht denn besser? Hier gibt es doch bestimmt genug Leute mit Erfahrung in dem Bereich?


    Schonmal danke für die Tips.

    Thorsten

  • Nicht Ende April, sondern im Juni. Richtiger Schwarm oder KS mit neuer Königin. Super klappt das. Und nicht mit Porto, sondern mit hinfahren :)

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ok, das wusste ich nicht.

    Die Händler haben dann Ihre Völker dort stehen oder beziehen die die Bienen von Züchtern aus Italien?

    Ist eigentlich egal wem die Bienen gehören. Das Problem ist ein anderes. In Italien wurde der kleine Beutenkäfer gefunden. Ein Bienenvolk das davon befallen ist geht sehr schnell zu Grunde. Mit den Bienenimporten kommt der evtl. mit über die Alpen. Das möchte man unbedingt vermeiden.

  • Wie von den Vorrednern schon geschrieben, solltest du keine Bienen per Post schicken lassen - auch abseits der Seuchengefahr halte ich das für ganze Völker oder Schwärme für unpassend bis Tierquälerei.


    Somit bleiben dir drei Möglichkeiten:

    1. im Frühjahr Dadant Volk kaufen oder später im Jahr einen Ableger auf Dadant. Beides muss man eigentlich immer selbst abholen - am besten gleich mit der Beute, wo sie nachher drin wohnen sollen. Sowas findet sich bestimmt auch in maximal 150 km Entfernung.


    2. Kunstschwarm kaufen. Gibt es bei den Kollegen ohne Importbienen allerdings meist erst so ab Mai. Auch hier wäre Abholen sinnvoll.


    3. Volk auf anderem Maß kaufen und selbst als Kunstschwarm umwohnen. Innerhalb der Beute mit Adapter andere Rähmchen einsetzen führt nur zu Wildbau und Frust. Nachdem die Bienen das weniger störend empfinden als der Imker, wirst du das ganze Jahr damit Freude haben, weil sie die alten Teile immer wieder bebrüten oder befüllen wollen.


    Ich würde zu Beginn der Imkerei mit gekauftem Kunstschwarm oder Ableger beginnen. Da kann man sich am Anfang dran gewöhnen und sich am Aufstreben erfreuen, ohne für Fehler in der Völkerführung gleich mit Schwärmen oder übelstem Verbau bestraft zu werden. Die Honigernte findet dann allerdings erst im Jahr darauf statt - ein bisschen was zum probieren ist drin, aber eigene Ernteausstattung wirst du eher nicht brauchen.

    In der Natur gibt es weder Belohnungen noch Strafen. Es gibt Folgen.
    (Robert Green Ingersoll)

  • Genau so handeln, JungerImker . Als Einsteiger ist ein Ableger oder Kunstschwarm aus Deutschland optimal um langsam mit dem Bien zu wachsen. Besser sind nur zwei oder drei solcher Jungvölker als Vergleichsmöglichkeit.


    Grüße vom Apidät

  • Vielen Dank für alle Ratschläge.

    Der Plan mit dem Bienenversand wäre auch nicht meine Lösung gewesen.

    War überrascht, dass es überhaupt per Post geht. Nach dem ich google bemüht habe, gibt es tatsächlich wohl einige, die es auf diesem Weg machen.

  • Nach dem ich google bemüht habe, gibt es tatsächlich wohl einige, die es auf diesem Weg machen.

    So etwas ist wirklich böse.

    Deswegen wird der kleine Beutenkäfer auch irgendwann hier aufschlagen und dann wird alles ganz, ganz toll!


    Im April gibt es in D keine Kunstschwärme, die nicht von irgendwo ganz anders her kommen. Da werden auch fleißig Papiere gefälscht - geht ja immerhin um einiges an Geld.


    Die einzige wirklich verantwortungsbewusste Bezugsquelle ist aus der jeweiligen Region, in Kombination mit einem aktuellen Gesundheitszeugnis oder zumindest einem aktuellen Laborbericht, was die AFB betrifft.


    Richtig schön ist es, wenn man einen Verein findet, der seine Jungimker mit Jungvölkern versorgen kann... aber das ist nur ein schöner Traum.

  • Hallo


    ich kennen einen Verein
    bei dem man sowas organisiert


    Sprich man hat seine Quellen, die bewährt sind
    Ableger und Völker beim Imker X direkt um die Ecke
    Königinnen bei mir, usw

    ABER dazu brauchst es jemand der die ganze Arbeit macht und die Neu Imker müssen auch zumindest mit dem Verein zusammenarbeiten.


    Die Gefahr das es große Probleme gibt, besteht bei denjenigen die von Anfang an alles alleine machen.


    Gruß Uwe