Zander-Rähmchen in 65er Graze-Tangetialschleuder wenden?

  • Guten Abend zusammn.


    Hat jemand Erfahrung mit einer 65 cm Grazeschleuder, tangential, 4 Waben, mit Mittelwelle?

    Kann man da trotz der Welle die Rähmchen in der Schleuder wenden? Die 50er-Schleuder hat keine Welle, da ginge das gut.

    Das 65er-Modell wäre mir lieber, weil ich dann evtl. später einen Selbstwendekorb und Motor nachrüsten kann.


    Hat damit jemand Erfahrungen?

  • Habe mit dieser Schleuder keine Erfahrungen, mich aber an Geometrie erinnert und gerechnet - der Abstand Mittelwelle/Wabentaschenmitte beträgt 21-22,5cm, je nachdem wie Graze den Korb gebaut hat.
    Kann also knapp werden mit dem Wenden eines 22cm hohen Zander-Rähmchens.

  • Guten Abend zusammn.


    Hat jemand Erfahrung mit einer 65 cm Grazeschleuder, tangential, 4 Waben, mit Mittelwelle?

    Kann man da trotz der Welle die Rähmchen in der Schleuder wenden? Die 50er-Schleuder hat keine Welle, da ginge das gut. ...

    Ich habe lange Zeit mit einer ähnlichen Schleuder und 142mm Dadanträhmchen geschleudert. Ein Wenden ohne die Rähmchen nach oben zu ziehen war das theoretisch gut möglich. In der Praxis habe ich das aber nicht gemacht. Das war mir zu hakelig und ich halte es für günstiger das Rähmchen nach oben zu ziehen, sonst brechen sie leichter (kleben am Korb).


    Gruß Jörg

  • Leider hat der Frager sein Profil nicht ausgefüllt. So weiß man nicht, von wieviel Völkern/Erntemengen er ausgeht.

    Mein Imkerpate schleudert seit vielen Jahren mit einer 4-W-Tangentialschleuder seine 14 ... 20 Völker ab - im Korb mit Mittelachse. Er ist bereits 78 Jahre alt und schleudert seit 5 Jahren auch noch die ca. 5 Völker eines Imkerpatenkindes ab. Das Nachfolgemodell dieser Schleuder von Logar hat aktuell nur noch Korb ohne Mittelachse (Schleuderdurchmesser 520mm, Korb für Wabengrößen bis 480x300mm). Es ist eine kleine Arbeitserleichterung, die Rä. beim Wenden nicht mehr ganz aus dem Schleuderkorb herausziehen zu müssen, aber wesentlich ist das bei kleineren Völkerzahlen/wenigen Einsatztagen/Jahr nicht.

    Von Wabenbruch durch festgeklebte Rä. beim Wenden habe ich noch nie etwas gehört, obwohl ich selbst auch schon NaturbauRä. (Zander) ohne Drahtung in solchen Schleudern bearbeitet bzw. Kollegen mit entsprechenden Erfahrungen habe.

  • Von Wabenbruch durch festgeklebte Rä. beim Wenden habe ich noch nie etwas gehört, obwohl ich selbst auch schon NaturbauRä. (Zander) ohne Drahtung in solchen Schleudern bearbeitet bzw. Kollegen mit entsprechenden Erfahrungen habe.

    Die Frage ist, wie der Schleuderkorb aufgebaut ist.

    Nur aus Rundstäben oder wie bei mir (CFM) aus "Lochblech) - ausgestanzte Quadrate ca. 10 x 10 mm.

    Da kann es schonmal vorkommen, dass eine Wabe am Gitter klebt.

  • Blütenbiene : Ah, danke für diesen Hinweis! Einen Vorteil von Lochblechen kann ich allerdings nicht erkennen (außer mglw. für den Hersteller) und blutige Finger habe ich mir beim Reinigen einer Schleuder mit Rundstabkorb noch nie geholt.

  • Das hat bei meiner Schleuder den Vorteil, dass ich alle Wabenmaße einschließlich Dadant un DN 1,5 schleudern kann und die Waben immer sicher im Korb stehen und nicht kippeln.

    Und das ganze ohne Mittelachse!

  • Größere Kesseldurchmesser -> größere Schleuderkörbe -> größere Rä. schleuderbar, das leuchtet ein.


    Aber was Lochbleche im Vergleich zu vernünftigen Rundstabkonstruktionen daran ändern können/sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Aber ich kenne CFM-Schleudern nur von Fotos aktueller Modelle, die mir kein Lochblech zeigen.

  • Ooch, lieber ribes,

    was sollen diese Spekulationen? Ich habe jahrelang mit so einer Schleuder gearbeiten und das war gut so. Ob das "vernünftig" war oder ob du dich da vielleicht verletzen könntest mag ich nicht zu sagen...

    Nichts für ungut!


    Gruß Jörg

  • Entschuldigung für meine mißverständliche Formulierung.

    Meine Anspielung auf blutende Finger bezieht sich nicht auf CFM. Die blutenden Finger sind gleichwohl keine Spekulationen, sondern Schilderungen anderer Kollegen in diesem Faden:

    Noch ein "welche Honigschleuder" Beitrag....


    Bei Schleudern mit Lochblechen vermute ich - ganz unabhängig von der Verarbeitungsqualität - daß da mehr Resthonig hängenbleibt als bei Rundstabkonstruktionen. Diese Honigreste bekommt man nicht so einfach und nutzbringend vom Lochblech wieder ab - iss doch schade drum...

  • Also wir haben derzeit 3 Völker und beabsichtigen im Laufe der Zeit, wenn möglich, nicht über 15 zu kommen.

    In diesem Jahr haben wir mit einer 3-Waben-Handschleuder (50er-Kessel) geerntet, was ich recht eng und umständlich fand - ging aber.

    Bei der Anschaffung einer eigenen Schleuder dachten wir daran in einem 60er- oder 65er-Kessel mehr Platz und es damit leichter zu haben.

    Bei den 65er-Grazeschleudern (tangential) wäre es möglich später den Korb eventuell gegen einen Selbstwendekorb zu tauschen, Motor vorausgesetzt.

    Zu Beginn sollte es mit Handantrieb weitergehen, da in der Regel ja auch mit einer größeren Gruppe von Schülern geerntet werden soll. Schließlich wollen bzw. sollen die ja auch ein Gefühl für das Schleudern bekommen, was meiner Meinung nach mit Handkurbel eher gelingt.

    In einer anderen Anfrage hatte ich ja nach Erfahrungen mit der Giordan Selbstwendeschleuder mit Handantrieb gefragt. Die ist nach Besichtigung nun endgültig vom Tisch, da zu Unfallgefahr zu groß.


    Nun würde ich mir eben möglichst viele Optionen offenhalten, was die weitere Entwicklung unserer Imkerei betrifft.


    CFM bietet auch eine 60er-Tangetialschleuder ohne Welle an. Wäre auch interesant, aber leider kein Selbstwendekorb nachrüstbar.


    Schenken sich die beiden (Graze und CFM) eigentlich bzgl. der Materialstärke und Verarbeitung viel? CFM ist im Tangetialbereich sogar günstiger, wenn ich das richtig gesehen hab.

    Und in welcher Liga spielen denn die angesprochenen Logar-Schleudern?


    Ich weiß, dass das vermutlich alles etwas durcheinander wirkt, aber irgendwie muss ich den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung treffen, da ich bis dahin mein Bugett ausschöpfen muss.

    Die eierlegende Wollmilchsau gibt eben wohl nicht.

  • Die Logarschleudern sind gut beschrieben bei Bienenweber -> Produktfoto vergrößern, da ist das Logar-Logo mit der bunten Biene und dem Namenszug zu erkennen. Die Preise findet man dort auch. Ich empfehle die 4 W-Variante, die ich oben beschrieb. 3W-Schleudern halte ich für unwuchtanfälliger, da man immer 3 (statt nur 2) HoW mit annähernd gleichem Gewicht auswählen muß. Selbstwendeschleudern sollen Arbeitszeit/-kräfte einsparen. Das macht sich erst bei höheren Völkerzahlen bemerkbar. Außerdem dürfte bei der Schüler-AG eher das Problem darin bestehen, für alle Kinder eine angemessene Beschäftigung zu finden, statt an der Arbeitsproduktivität zu feilen.


    Den E-Antrieb kann man später nachrüsten, wenn keine Schüler mehr zu beschäftigen sind, die die Kurbel drehen. Dazu muß man nur die Getriebe-Traverse auswechseln, die quer über den oberen Rand der Schleuder gelegt und rechts und links mit Handmuttern festgeschraubt wird an den beiden Stehbolzen, die am Rand der Schleuder angebracht sind.


    Zur Arbeitssicherheit mit Motorantrieb (bei Handbetrieb vermutlich ähnlich):

    1. Die Schleuder schaltet zwar ab, sobald der Plexi-Glasdeckel geöffnet wird, aber sie läuft nach - nicht vorzeitig hineinzufassen, das muß man den Kindern in Fleisch und Blut antrainieren.

    2. Schleuder nicht durch Umschalten in den "Rückwärtsgang" (Drehrichtungsumkehr), also während der Fahrt abbremsen. Das schädigt den Motor bzw. das Getriebe.


    Tip gegen die Wandersucht von Schleudern bei Unwucht: Auf T-förmigem Holzbohlenkreuz die drei Gerätefußenden aufschrauben (sind bei Logar bereits mit Bohrloch versehen). Da dürfen dann die schwersten Kinder als "Zitteraale" ihren Fuß zur Beruhigung der Schleuderunwuchten draufstemmen, ggf. noch zusätzliche Handgriffe bspw. an der oberen Verschraubung jedes der drei Gerätefüße mit festschrauben (geräteseits ist (geschätzt: M6?) Mutter und Schraube zur Befestigung jedes Gerätefußes dort bereits vorhanden - auf den Produktfotos sind die je 2 Schrauben/Fuß gut zu erkennen.