Ableger Wintereinfütterung

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    Mit der Dadantbeute kann man nicht imkern, ich habe es 2 Jahre erfolglos versucht.

    Das ist natürlich eine ziemlich gewagte Aussage - da stimme ich voll zu.

    Ich prüfe das indem ich mit meinen Vereinskollegen diskutiere und letzten Endes höre ich auf meinen Paten :) (er und ich imkern übrigens auf Dadant ;) )

    Imkerei-Silberbiene

    Aus Freude an den Bienen / Honig aus Rotenburgs Gärten

  • Warum nur gerät in diesem Forum immer wieder der sachliche und fachliche Austausch aus den Augen (...)

    Der Dr. seine Partnerin sind halt neben vielen guten Ansätzen auch für 50% der Probleme hier im Forum zumindest mitverantwortlich, sei es durch Einwabenkrüppelchen mit ihrem Blumenstrauß an Folgeproblemen, kippkontrollierte Schwärme oder ihre Verflechtungen in die Spritzmittelindustrie. Das polarisiert natürlich.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Merci, Ulrich.
    tja... es lag mir auch der Zunge... Genauso isses... Ich hatte das nun etwas anders formuliert und dann 2mal wieder gelöscht...

    und... Ratet mal, wen ich in Hohenheim noch live erleben durfte und nach wessen "Lehre" ich die ersten Jahre geimkert habe?

    Nicht von denen, die am lautesten Schreien lernt man am meisten, sondern von denen die dafür keine Zeit haben, weil, sie vom Imkern leben müssen. Denen müsst ihr zusehen! 8o

  • Das ist alles ganz schön OT gerade, aber ein großartiges Beispiel ist das aktuelle Aumeier Video zum Thema "Umweiseln im Oktober", wo die Königin eines Schwächlings-Ablegers dazu verwendet wird, ein WV umzuweiseln.


    In dem Video soll es vermutlich zuvorderst darum gehen zu zeigen, wie man ein WV mithilfe eines Ablegers umweiseln kann, ohne die alte Königin im WV suchen und finden zu müssen.


    Das ist ein interessanter und sicherlich nützlicher Tipp.


    Aber das Ganze wird verdorben dadurch, dass bewusst mit Wissen und Wollen eine Nullnummerkönigin selektiert wird - ohne irgendeinen Grund zu liefern, warum die jetzt doch eine gute Wahl sein könnte.


    Und so geht es mir oftmals bei den Videos: Es fehlt Kontext, oder es fehlt der explizite Hinweis, dass die vorgestellten Verfahrensweisen möglicherweise nur

    * mit den dortigen klimatischen Verhältnissen und

    * mit dem dort vorhandenen Bienenmaterial funktionieren.


    Das war so meine persönliche Erkenntnis als Anfänger - dass da oftmals wichtige Informationen und Relativierungen fehlen. Und dann wundert man sich, wenn etwas nicht so funktioniert wie propagiert...

  • Ich finde diese Antwort eher gruselig. 🤷

  • Mag sein dass in den videos nicht alles perfekt erklärt wird, aber das gleiche gilt für fast alle Resoursen die ich so finde. Alles ist immer nur teilweise anwendbar, das gilt in meiner Erfahrung für kurse, Bücher, Foren, Videos etc.


    Ich lese dafür zu jedem Thema erstmal alles was ich so finden kann, und versuche dann den besten Weg für mich zu entscheiden.


    Egal, ich freue mich trotzdem immer über gut gemeinte Tips hier, auch wenn sie sagen, ich mach gerade alles falsch.

  • BaarImker & rall0r , so stelle ich mir den Umgang in einem Forum vor. Ihr seid anderer Meinung, habt eure Erfahrung gemacht und teilt diese hier mit anderen. Ob sich dann jemand etwas von der anderen Meinung oder den Empfehlungen etwas annimmt, ist ihm ja dann selbst überlassen.

    Aber ne Schippe nehmen und direkt drauf hauen, weil jemand das böse Wort "Aumeier" in den Mund genommen hat, ist nicht gerade die feine englische Art.

    Nehmen wir beispielsweise die Antwort von wasgau immen ... ich glaube er hat meinen Text überhaupt gar nicht gelesen ansonsten würde er merken, dass er Unsinn schreibt. Habe ich irgendwo anmerken lassen, dass ich mehr Ahnung habe als alle anderen hier? Habe ich irgendwo geschrieben, dass Aumeiers Herangehensweise die einzig richtige ist? Aber Hauptsache erstmal drauf hauen. Respekt! Das nenne ich eine gute Argumentation. ^^

    Ich habe einzig und allein versucht zu helfen, indem ich meine Erfahrung teilen wollte. Blöderweise habe ich dabei diesen furchtbaren Namen genannt, der hier scheinbar für starke allergische Reaktionen führt.

    Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich mir bei manch einem Kursbesucher wünschen würde, dass er lieber Briefmarken sammelt und die Finger von allen Lebewesen lassen sollte.

    Ich hoffe, dass Freaknose hier zwischen den ganzen Kommentaren doch etwas sinnvolles mitnehmen konnte.

  • Nein, du machst nicht alles falsch. Der Ansatz verschiedene Informationsquellen zu nutzen ist vollkommen richtig. Natürlich darf die entsprechende Überprüfung in der eigenen Imkerei nicht fehlen. Nach ein paar Jahren Imkererfahrung wirst du dann merken, dass manche Aussagen von Frau Dr. Aumeier einfach falsch sind.


    Für deine derzeitige Volkssituation: Im Oktober sollte man gerade als Anfänger nicht mehr groß in den Völkern herumbasteln. Es sollten Varroabehandlung, Auffütterung und Volksvereinigungen möglichst abgeschlossen sein. Ist dies nicht der Fall, schnellstmöglich handeln, denn bei einer Kältephase geht nicht mehr viel mit Füttern. Auch längere Durchsichten sind bei Kälte nicht förderlich für den Bien.


    Dieses Jahr scheint der Oktober sehr mild zu sein/werden, aber das muss nicht immer so sein und kann sich ganz schnell ändern.


    Grüße vom Apidät

  • Passt dir denn der Schuh?:)

    Kann mich nicht erinnern........

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ihr habt ja auch alle recht, ich habe wohl irgendwo zu lange gezaudert und nun jab ich einfach Glück, dass das Wetter nochmal so super ist.


    Ganz ehrlich finde ich nach den Erfahrungen von diesem Jahr Ableger auch echt schwierig für Einsteiger, wird aber viel empfohlen! Ich fand es die ganze Zeit voll schwierig, da man einerseits nicht zu viel öffnen soll, andererseits aber auch echt viel füttern und machen und tun muss. Ich hab mich da bisschen abschrecken lassen und bin deshalb vielleicht auch nicht so zu Potte gekommen. Dann kam noch hinzu dass ich gerne auf Wochenenden wartete, damit mein Mann assistieren konnte, und manchmal war dann plötzlich Regen oder so und man musste wieder ne Woche warten. Am Ende kam mir die Info mit den späten Aktionen der Frau Dr. A gerade revht denk ich (obwohl ich ihren ruhigen Umgang mit den Bienen trotzdem mega cool finde!).


    Wie dem auch sei, sehr, sehr viel gelernt, sicher nicht alles falsch gemacht, und ich freu mich schon auf nächstes Jahr!

  • @ Freaknose

    Lass dich nicht abschrecken. Es soll recht nette Imkerkollegen geben, nur ist manchmal das Grundrauschen etwas sehr laut.


    Ich denke, die guten Tipps sind auch schon geschrieben.

    Nur zu deinem Eindruck, dass Ableger auch schwierig sind für Einsteiger. Bienen sind immer eine Herausforderung. Ein Wirtschaftsvolk erfordert noch mehr.


    Als Einsteiger wird man oft vom Bienenvolk gefordert und überfordert. Wissen aus Büchern kann manchmal helfen oder auch verwirren. Deswegen finde ich es immer wichtig einen Ansprechpartner, einen erfahrenen Imker, zu haben. Der bei Problemen, und die gibt es immer, auch da ist und hilft. Es ist einfach viel, was man beim Bienenvolk beachten und erlernen muss. Und auch nach Jahrzehnten lernt man immer noch neues, wenn man nicht die Augen zumacht.


    Dies Jahr ist außergewöhnlich in vielerlei Hinsicht.

    Ich wünsche dir viel Erfolg.

  • Aumeier-Kurse würde ich eher als sektenähnliche Veranstaltungen anzusehen. Sie zieht den Zuhörer in ihren Bann und hat scheinbar einfache Konzepte und Lösungen - und die können auch funktionieren - sie werden übernommen und verteidigt, denn sie müssen ja stimmen.

    Erst nach Jahren wird manches überdacht, aber auch nur, wenn man im April mal andere Völker sieht; Völker die eine Zarge ausfüllen und den HR benutzen, wo die eigenen noch ein paar Wochen für brauchen. Zu Anfang wird es das Wetter, oder Pech...die Details der Betriebsweise landen erst später auf den Prüfstand.


    Eine sachliche Diskussion vor dieser Phase ist eigentlich kaum möglich. Bis dahin ist man der böse Bienenquetscher oder Anti-Aumeier-Imker vor denen gewarnt wird. Das ist wie mit den Kursteilnehmern von der Bienenbox.

    "Du musst füttern, die räumen schon die Brut aus." - 3 Wochen später -

    "Die Kiste leer, aber ich weiß nicht wieso. Ich habe aber nicht gefüttert, weil Zuckerwasser ist ja nicht so gut und Schwärme finden ja genug haben sie im Kurs gesagt."


    Ich fand sie bei Veranstaltungen auch faszinierend, aber am Ende zu einfach. Es gibt nur Schwarz und ihr Programm. Was nicht klappt ist des Imkers Schuld. Den Kurs habe ich am Ende nicht beendet.


    Damit Bin ich dann hier raus.

  • Deswegen finde ich es immer wichtig einen Ansprechpartner, einen erfahrenen Imker, zu haben. Der bei Problemen, und die gibt es immer, auch da ist und hilft.

    Das ist ja sicherlich ein guter und sinnvoller Rat, keine Frage.

    Aber die Realität sieht meiner Erfahrung nach so aus, dass ein Imkerpate sehr schwer zu finden ist.

    Meine Suche währt jetzt schon weit über ein Jahr, erfolglos, trotz Verein, trotz netzwerkeln.

    Gleiches gilt für den gerne in diesem Forum gegebene Rat, "einen BSV zu fragen".

    Bei uns gibt es schlichtweg niemanden, der das macht.


    Deswegen finde ich es vollkommen vorhersehbar, wenn Neuimker hier aufschlagen, vollgepumpt mit YT-Video-Wissen und Büchern aus dem Kosmos-Verlag, und hier auf erfahrene Alt-Imker treffen, dass dort dann Reibungen entstehen. Da treffen buchstäblich Welten aufeinander...

  • Ist schon lustig hört man sehr oft, dass Anfänger von der Frau begeistert sind und einige Jahre später nur noch schimpfen ;-)


    Zurück zum Thema:


    Wie Frank Osterloh schreibt, sollte man vor allem bei Ablegern erst spät zu Ende füttern, damit kein Platz fürs Brutgeschäft verloren geht. Kommt sicherlich auch immer auf den Standort an. Auf die letzten 20 Jahre gesehen, konnte ich bei mir in der Gegend immer noch bis Mitte Oktober einfüttern.


    Abnahme ist hier gar kein Problem zur Zeit - seit gestern sind die 2,5 Liter schon so gut wie weg. Meine 6er Dadantableger stehen dann Mitte Oktober bei eingelagerten acht bis zehn Kilo Futter. Vollkommen ausreichend bis in den Februar hinein. Dann nehme ich sowieso einen Reizung vor und setze die Völker im März / Anfang April in die große Kiste um. Hier kann bei Bedarf noch eine Futterwabe dazugehangen werden, falls nicht genügend Futter im Volk sein sollte. Diese Völker explodieren in der Regel und bringen tolle Ernten ein.




    Grüße,

    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)