Ableger Wintereinfütterung

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    Die Vita der Völker ist doch bekannt?

    Woher sollen diese Ableger die Milben haben?


    Es sind Einwabenableger. Diese haben gegenüber Mehrwabenableger bereits eine geringere Milbenmenge, dann kommt die Behandlung noch dazu und dann noch die Brutpause bis die Königin legt. Wenn also 20 Milben bei Erstellung drin sind, die Behandlung nur 80 % Wirksamkeit hat, bleiben 2 Milben und dann kommt noch die Brutpause.

    Es hat soviel Probleme, wenig Volksstärke, wenig Brut, muss dann noch mit den wenigen Bienen Futter sammeln und einlagern, wenn da noch viele Milben wären, dann wären solche Völker hin.

    Die Milbe kann sich in gute Wirtschaftsvölkern bei optimalen Bedingungen in einem Monat verdoppeln, aber das schafft sie nicht unter diesen Verhätnissen.

    Aber es gibt auch mal Ableger, die mehr Volksstärke haben und die dann auch Milben haben können, das wird ja kontrolliert und dann wird nochmal behandelt.


    Es kann zwar bei den schwachen Ablegern zu einer Reinvasion kommen, aber das wird auch nur wenige Milben ins Volk bringen. Ich glaube nicht, dass ein Volk auf drei Waben auch nur dem Versuch einer Räuberei standhalten würde, und selber andere Völker räubern ist wohl auch nicht drin.


    Das ist doch der Trick von Frau Aumeier, deswegen legt sie die Völker erst im Oktober zusammen. Da kann dann auch zum Winter hin keine grosse Milbenbelastung entstehen, so hat man dann eine sehr geringe Völkerverlustrate durch die Milbe im Winter. Und die Völker starten gut in die Saison.Legt man zwei Völker mit wenig Milben zusammen, ist da erstmal nicht die Milbenmasse drin und wenn dann eine gute Winterbehandlung kommt, hat es jemand der Milbe echt schwer gemacht.


    Deswegen haben diese Ableger für mich kaum Milben. Wo mache ich da einen Gedankenfehler?


    ich bin etwas überrascht, denn für mich war es so offensichtlich, dass genau mit diesem Vorgehen Frau Aumeier soviel Erfolg hat. Aber bitte berichtigt mich


    Ich denke, ich kann meine Meinung und Ansicht hier gut vertreten ohne zupöbeln. 😉


    Ich werde keine "Aumeier" Jünger, dafür ist mir die Methode zu bienenunfreundlich.

    Auch für einen "rase"Jünger eigne ich mich leider nicht, da ich lieber selbst über Probleme nachdenke und meine eigenen Fehler dabei machen möchte, ohne gleich für eine eigene Meinung verurteilt zuwerden. ;)

  • Wenn man denn einfach nur seine Meinung postet und diese gerade nicht mit Polemikmen über andere oder eigene Rechtfertigungen kombiniert, vermeidet man weiteren Zündstoff.

    Es geht nicht ums Weichspülen oder Blümchen werfen, sondern eher um Deeskalation und die Stöckchen einfach mal liegen zu lassen.


    Liebe Grüße Bernd

  • Hallo,

    wie kann ich jetzt noch bienenfreundlich nachfüttern? :

    Ich war am 10.09. zeitig fertig mit dem Einfüttern (18 bis 23 kg pro Volk) und die Bienen waren winterfein und ich wollte sie in Ruhe lassen.

    Durch einen Hinweis hab ich am vergangenen WE doch noch eine Futterkontrolle gemacht und festgestellt, dass ein Volk fast kein Futter mehr hat (dafür viele Bienen und noch immer viel Brut), andere Völker ebenfalls zu wenig Futter. Das habe ich so noch nicht erlebt.


    Die Bienen sind in Mittelhessen, wir hatten bis vor 7 Tagen tagsüber Temperaturen tagsüber von 22-26 nachts immer 10 bis 12 Grad. Natürlich so gut wie keine Tracht mehr, daher wurde wohl stark Futter beim Brüten verbraucht. Räubereien gab es keine, den Völkern geht es gut.


    Ich hatte den Eindruck, handeln zu müssen oder sonst die Völker zu verlieren.

    Gestern habe ich in der Mittagswärme Futterzargen Zuckersirup 3:2 gegeben. (Auf 30 Grad erwämt, mit Bodenschieber und sehr kleinem Flugloch - diese Tipps hatte ich schon bekommen.) Die Abnahme ist erwartungsgemäß mäßg: Das zahlenmäßig stärkste Volk mit dem geringsten Vorrat nimmt es sehr stark ab, wie im August. In den anderen Völkern gehen die Bienen nur einzeln daran.


    Bei uns ist es nun kühler geworden, tags 12 Grad bewölkt, nachts 5 Grad.

    Ich imkere in DNM 1,5.


    Ich bin dankbar für freundliche Tipps!


    Viele Grüße, Lavender

  • wie kann ich jetzt noch bienenfreundlich nachfüttern?

    hmm jetzt wird's wohl nichts mehr. Die Temperaturen fallen und teilweise erste Nachtfröste.

    Was ist denn "fast kein Futter" in ca. Kiloangaben. Von Anfang September können Sie auch nicht 20kg verbraucht haben, da waren dann andere Nachbarvölker mit auf Speiseplan.

    Ohne Angabe was noch drin ist, ist es schwer zu sagen, ob es über den Winter reicht.



    grüße Stefan

  • Auch angewärmtes Futter verliert an Wärme, wenn es nicht - durch Abwärme des Brutnestes bspw. - genügend nachgeheizt wird. Ist der Fütterer/die Restfuttermenge sehr groß, wirkt das (spätestens nach der ersten kühlen Nacht) als Kälteakku -> schlechte/keine Futterabnahme.

    Die Schlußfolgerungen daraus für eine Notlösung kannst nur Du vor Ort ableiten (bspw. Fütterer wegnehmen, statt dessen kleine Futtermenge angewärmt + gut isoliert anbieten). M.E. werden bei diesen Temperaturen kleine Fütterer in größtmöglicher Brutnestnähe und ohne Aufstieg am besten angenommen (z.B. Futter-/Joghurteimerchen mit Lochdeckel), besser jedenfalls als 1,5l Adam-Fütterer oder gar Großfütterer (6l und größer) im Zargenmaß. Mit Futtertaschen habe ich selbst keine Erfahrungen. Liebig-Jünger stellen evtl. noch ein brennendes Teelicht in die Leerzarge, die den Fütterer umgibt unter bienendichter Abschirmung. Da muß dann aber genügend Frischluft zufließen, damit die Kerzenflamme nicht erstickt. Technischer Brandschutz sieht auch anders aus.

    Ich gege davon aus, daß Du bereits fertig invertierten Futtersirup gibst, nicht selbst angerührten 3:2 Sirup.

  • Sitze räumlich recht nah an Lavender , habe bei wenigen Völkern bis vor zehn Tagen noch etwas nachgefüttert.
    Wollte ich jetzt noch füttern, würde ich Api Invert von unten im hohen Boden in flache Schalen mit etwas Heu als Aufstiegshilfe geben.
    Mit Räuberei rechne ich nicht mehr, Wespen gibt es hier kaum noch, die Fluglöcher sind recht schmal. Heute war fast kein Bienenflug bei bedecktem Himmel und 12 Grad.

  • Ja, es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten für Notlösungen, z.B.:

    - LeerW entnehmen ->angewärmten Invertfuttersirup in dünnem Strahl aufgießen, mit dem Finger in die Zellen verreiben + wieder an das Brutnest heranhängen.

    - Futterteigbeutel mit Schlitz direkt über dem Bienensitz auf die OT flach auflegen (#27):

    Jetzt Notfütterung mit Teig?

  • Hallo,

    wie kann ich jetzt noch bienenfreundlich nachfüttern? :

    Ich war am 10.09. zeitig fertig mit dem Einfüttern (18 bis 23 kg pro Volk) und die Bienen waren winterfein und ich wollte sie in Ruhe lassen.

    Hast du 18 - 23 Kg gefüttert oder waren die wirklich gewichtsmäßig am 10.9. drin im Volk?

    Oben wurden ja schon einige Punkte genannt. Dem habe ich nicht´s hinzuzufügen.

  • Wie geht ihr weiter vor, wenn da nichts mehr zu machen ist; also kein Futter mehr angenommen wird.

    Entweder die nehmen noch, oder sie sterben. Man kann Futterwaben, oder eine Futtertasche ans Brutnest hängen, Teig in Folie auflegen, aber die müssen auch wollen. Wollen sie nicht, stimmt was anderes, Grundsätzlicheres, auch nicht. Dann isses einfach so. Das Problem tritt ja nicht jetzt auf, man bemerkt es nur. Dann muß man auch loslassen können.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife