Wenn der Imker wieder einmal Mist baut.....

  • Heute war so ein Tag, wo man am besten den Kopf in die Erde rammen möchte.


    Ich habe ein Volk, dass während der AS Langzeitbehandlung die Königin verloren hat. Ich habe bei der Kontrolle eine Woche nach Beendigung der Behandlung einen Haufen ausgefressener Weiselzellen entdeckt. Also ganz klar Prinzessin ist geschlüpft.

    Wenn es ein normales Jahr wäre, hätte ich noch Drohnen in den Völkern. Aber in diesem Jahr gab es die Drohnenschlacht sehr extrem und seit mehr als zwei Monaten hab ich keinen einzigen Drohn mehr gesehen.

    Daher wollte ich einfach kein Risiko eingehen und da das Volk gut auf zwei Zargen sitzt, habe ich eine Königin gekauft....

    Vorbereitet habe ich alles.... Prinzessin gefunden und gekäfigt, dann auf die Lieferung gewartet. Alles lief gut.

    Dann der Tausch im Volk, super. Alles wieder paletti. Letzte Aktion Prinzessin abdrücken. Tja, dabei entkam mir die Dame.


    Wenn ich Glück habe, war sie noch nicht auf dem Begattungsflug und fliegt nicht in die Beute zurück.

    Aber bei meinem Pecb....

    Einzig der Umstand, dass ich immer den Käfig einen Tag im Volk lasse und erst dann öffne, kommt mir hier zu gute. So kann ich morgen das Volk noch einmal durchsehen. So ein Mist, wegen einer kleinen Unachtsamkeit.


    Passiert euch auch mal ein Missgeschick, oder bin ich der einzige Pechvogel hier?

  • Alles was passieren kann, passiert irgendwann.

    Beim ersten Mal regt man sich auf, z. B. wenn die junge Kö' - unbegattet oder begattet - beim Zeichnen entfleucht. Die fanden bisher immer in ihr Volk zurück. Insofern kannst davon ausgehen, dass die da wieder drin ist. Also musst Du nochmal durch...


    Viel Erfolg - auch mit der Neuen, die hoffentlich noch unversehrt ist.

  • Es mag jetzt wenig Drohnen geben, aber es gibt sie sicher. Wenn nicht bei mir, dann beim Nachbarn… Ich hab so zwei, drei Völker, die immer ein par Drohnen vorhalten.

    Grüße Ralf


    Das mit den 10 Minuten kann ich bestätigen.

  • Nur ruhig Blut, das wird schon...

    Bei mir wird dann gekillt, nämlich die, die sie nicht kennen und, weil länger im Käfig, nicht ganz bei kräften ist. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    12er DD, und Buckies, gaanz sicher!

    Der Pessimist sieht die Schwierigkeit in jeder Möglichkeit!

    Der Optimist sieht die Möglichkeiten in jeder Schwierigkeit!

    W. Churchill

  • Ich habe natürlich auf das Flugloch geschaut, jedoch dort trotz längerer Beobachtungzeit nicht die Jungweisel gesehen. Was aber eben nicht wirklich etwas aussagt.

    Ich tauche den Käfig vor dem Einhängen in Honigwasser um den Fremdgeruch etwas zumildern. Aber trotzdem bin ich der Ansicht, wie Wasgau immen. Die fremde Königin wird abgestochen, wenn die junge wieder da ist.


    Bei uns wurde saniert, daher gibt es wirklich keine Drohnen mehr. Und ich hatte schon im Juni Probleme mit einigen fehlbegatteten Königinnen.

  • Nur ruhig Blut, das wird schon...

    Bei mir wird dann gekillt, nämlich die, die sie nicht kennen und, weil länger im Käfig, nicht ganz bei kräften ist. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Also im Oktober sehe ich die Gefahr nicht mehr. Vor allem wenn das Volk schon Zeit durchs Nachschaffen verloren hat.


    M.

  • Neulich ist mir auch eine Königin weggeflogen. Es war eine legende, rot markierte. Markierung war kaum noch zu sehen, und ich wollte sie nur auffrischen. Sehr dumm. Habe sie ewig im Gras vor den Beuten gesucht, nicht gefunden. An anderen Völkern weitergearbeitet, dann nochmal nach der entflogenen gesucht. Und nochmal...


    Am Ende, beim Zusammenpacken, habe ich sie gefunden: auf einem Fangclip mit einer beim Umweiseln eines anderen Volkes entnommenen Weißen, den ich auf einem Deckel abgelegt hatte. Diese Weiße war offenbar noch recht attraktiv, ihr war da auf der Beute liegend mittlerweile ein recht ordentlicher Hofstaat zugeflogen. Und zusammen attackierten die gerade meine entflogene Rote. Ich hoffe, sie ist nicht beschädigt worden...




    Es geht aber auch anders: ein Imkerkollege hatte ein Volk ohne Brut. Königin seit der Ameisensäurebehandlung nicht mehr gesehen. Ich brachte ihm eine neue Rote, noch keine acht Stunden im Käfig.

    Wir haben sein Volk durchgesehen und eine ungezeichnete gefunden und entnommen. Die hatte mehr als genug Zeit gehabt, in Eilage zu gehen.

    Den Käfig mit der Roten auf die Oberträger gelegt, und sofort kamen aus praktisch allen Wabengassen Bienen hoch, fast gleichzeitig. Keine Ahnung, wie die das machen. Ich bin mir noch immer manchmal unsicher die Reaktion der Bienen auf eine neue Königin zu deuten, aber diesmal war die Sache eindeutig: extrem freundliche Begrüßung. Sie rannten nicht, sie knäulten nicht, jede Menge Rüsseln.


    Wir haben angesichts des freundlichen Verhaltens die neue Königin sofort aus dem Käfig gelassen, und sie lief ganz cool zur nächsten Wabengasse und verschwand darin. Kein Rennen der Königin, und auch kein Bedrängen durch die Arbeiterinnen.

  • Update: Ich bin mit bösen Vorahnungen zum Volk gestiefelt.

    Geöffnet und eine Überraschung erlebt.


    Sonst war das Volk sehr unruhig und gerade bei der Durchsicht und beim Suchen der Jungweisel nicht durch Wabenstettigkeit aufgefallen. Eher das Gegenteil.


    Heute wirkte alles entspannt! Ich habe den Käfig mit Königin und Begleigbienen rausgenommen, schön mit Bienen besetzt von aussen. Die ließen sich wegstossen, kein bisschen aggressiv. Alle Begleigbienen am Leben, Königin am leben.


    Durchsicht gemacht, keine Weisel gefunden. Bienen wunderbar ruhig, saßen auf der Wabe, wie eine 1. Keine summte mich dumm an.


    Ein komplett anderes Volk, als Gestern.


    Ich habe die Königin dann locker einlaufen lassen und sie wurde begrüßt.


    In 14 Tagen weiß ich dann mehr.... ☺

  • Die Annahme scheint sicher

    Ich habe mir gestern auch ein Bein gestellt ...

    Einer meiner Stände befindet sich auf einer ca 3000 Quadratmeter großen Streuobstwiese in Hanglage.

    Aufgrund der Trockenheit und latenter Brandgefahr hatte ich diese Wiese im Sommer nicht gemäht, sondern erst gestern Nachmittag bei bummeligen 20°C.

    So kurz vor Ende, als ich schon etwas unachtsam wurde, kippte mir der 12PS-Allmäher bei einer Wende um, und, um nicht unters Messer zu geraten, musste ich das Ding loslassen.

    Es kam, wie es kommen musste:

    Der rollte ganz gemütlich, trotz Notabschaltung des Motors, in Richtung meiner Bienen und schmiss mir noch viel gemütlicher drei Völker von der Bank und kopfüber ins Gras.

    Meine Freude könnt ihr euch vorstellen.

    Allein schon, um den Riesenmäher wieder aus dem Beuten-Waben-Bienenwirrwarr herauszubekommen, brauchte ich einige Zeit und hab so richtig Prügel bekommen, in Form von Stichen, denn dass die Mädels knatschig waren, versteht sich ja von selbst. Und ich stand da, im verschwitzten T-Shirt und kurzer Hose, mitten im Getriebe.

    Ich hab dann schlussendlich aufgegeben und bin nach Anlegen von Vollschutz wieder zurück in die Wiese, wo ich die Kisten dann wieder zusammengebastelt habe.

    Wenn ich nicht durch irgend eine Dummheit eine Königin gequetscht habe, dürfte die Sache gut abgegangen sein. Außer 2 Futterwaben war nichts zerbrochen, nur meine gute Laune war flöten, und ich durfte Abends 30 Stachel aus meinen Waden, den Oberarmen und dem Nacken entfernen.

    Aber die Wiese ist gemäht, das ist die Hauptsache.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Verstehe ich nicht Michael, machst du keine Zucht, dass du friedfertige Bienen hast 😀

    Nein, du hast mein Mitgefühl, das ist ja eine schöne Sch....Ich hoffe, du, der Mäher und die Bienen sind letztendlich ok und es kommen alle gut über den Winter. Kannst du dir keine Schafe bei dieser Steillage zulegen? Als Rentner muss es dann nicht immer trocken Brot geben. 😀

    Ich habe gestern auch meine Streuobstwiese gemäht. Mittlerweile mähe ich Sie nur noch zweimal im Jahr und der Nachbar mäht mit dem Frontkreiselmähwerk 99 % ab, den Rest schafft mein Motormäher. Mein Motormäher hat ein Wendegetriebe, bleibt normalerweise stehen und bei Gas fährt er los. Vor einigen Jahren ließ ich ihn kurz stehen, ging ein paar Meter abseits, lief eben auch blöd ab, der fuhr alleine los uns schnitt mit eingeschaltetem Mähwerk sich in die Frontschürze des BMW Cabrios meines Schwiegersohns, da kam Freude auf.

    Gott sei Dank ist die Wiese hinter dem Bienenstand, nur ein Riesenhornissennest in einem alten Obstbaum machte mir Sorgen es ging aber alles ohne Stiche ab.

    Schönen Sonntag!