Unbegattete Königinnen kaufen, begatten lassen und einweiseln - ein paar Fragen

  • Hast Du nicht TBE gemacht, ralle?


    Willst Du das 2019 wieder?

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Kommt drauf an, wen Du da nun Umweiseln möchtest und ob und was mit der TBE verbinden willst/kannst.


    Jedoch ist das eh Materialbedarf im Standmaß und theoretisch hast Du pro Volk mindestens 1 x die Chance dabei die jungen unterzubringen.

    Bei Misserfolg aus dem Nachbarkasten nehmen oder halt mal eine begattete evtl nachkaufen. Je nachdem. Bei großen Einheiten hatte ich noch keine Versager beim Hochzeitsflug. Ist auch eine Aufstellungssache.

    Ich hatte terminlich passgenau schlupfreife Zellen für die Brutscheunen, das war top. Die sind dann nicht weisellos, fliegen folglich nicht ab, man braucht keine Wartezeit oder Zellen brechen, Zustecken, Deckel drauf, machen lassen. Zellen hab ich trotzdem nachgesehen, damit kein dummer Gedanke an Abflug evtl übersehen wird.

    Allerdings geht das auch mit Zweitschlupfzelle oder Käfig. Bis zur ersten Verdeckelten ist noch gut Fenster zur brutfreien Behandlung. Oder man nimmt bei Turboschnellen halt den kleinen Rest raus und setzt auf MW oder LW.

    Ich hab die Scheunen dann sofort in der Beute zum Volk werden/stehen lassen. Bei mir läuft Blockbedampfung der Scheunen.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zu den Zellen:

    D.h. die schlüpft und es wird alles zurückgebaut

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Zur Zeit der TBE gibt es aber nicht mehr zwingend unbegattete Königinnen. Da muß man sich vorher absprechen. Ansonsten ist das eine gute und elegante Möglichkeit!

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Mit einer entsprechenden Zeitplanung kann er die Unbegatteten in Standmaßbegattungseinheiten zur Begattung bis kurz vor die TBE führen und dann Fluglinge mit einer der neuen BW + neuer legender Königin + MW bilden.

    Die 1. Brutwabe der neuen Königin bildet dann mit Stiften die Fangwabe im Flugling.

    An den folgenden 2. und 3. Tag kann er die Altkönigin mit einer BW in die Begattungseinheiten umsetzen und dann kann das Restvolk vor die Fluglinge abgefegt werden. Die alten BW können dann schrittweise in Sammelbrutableger verbracht werden. Wenn man das täglich mit 4 Völkern macht, hast dann jeden Tag ein SBA.

    Ich vermute, da die neue Königin noch nicht so schnell stiftet, drängeln sich die Varroen in die zur Verfügung stehenden wenigen bestifteten Zellen und behindern sich gegenseitig durch Mehrfachbefall.

    Dadurch könnte man den Sammler evt auch noch effizient ohne extreme Infektion benutzen.


    So hat man mehrfache Sicherheit gegen Königinnenverlust, kann dann unter Umständen die SBA auch nach brechen aller Nachschaffungszellen, mit einer der alten Königinnen beweiseln und mit OXS Blockbehandlung führen.


    Eine sorgfältige Termin-, Ort- und Materialplanung mit Zeitreserven der sich bedingenden Vorgänge ist dafür sehr wichtig, sonst gibt es Panik und Chaos.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Erstmal herzlichen Dank für die vielen Anregungen.

    Ich lag gestern mit Magen-Darm-Kotz-Kacki darnieder, deswegen erst jetzt eine Rückmeldung.


    Ich möchte nächstes Jahr TBE machen - richtig, und die dort entstehenden Brutscheunen sollen auch mit den neuen Kö's beweiselt werden. Allerdings werde ich die TBE später machen als es i.d.R. unbegattete Kö's zu kaufen gibt (siehe rases Beitrag).


    Meine Hauptsorge galt der Einweiselung der unbegatteten Kö's.

    Was Beuten und Umweiselung betrifft, gibt es tausend-und-eine Möglichkeit, und keine davon wird wirklich falsch sein, und am Ende kommt es wohl aufs Geld, die Betriebsweise und den persönlichen Geschmack an.


    Daher verdichtet sich die Planung auf:

    • Begattungseinheiten im Standmaß,
    • welche in den vorhandenen Ablegerkästen und zu beschaffene 3-Kästen kommen,
    • und aus BW der vorhandenen Völker zur Schwarmzeit gebildet werden.
    • Und wenn dann die Begattung erfolgreich war, die Kö's "reifen lassen" und dann samt BW und Gefolge in die Zielvölker hängen (wie Bruder Adam das beschreibt).

    Diese Überlegungen resultieren im Wesentlichen aus rases Beschreibungen (zur Schwarmzeit arbeiten, nicht zu spät im Jahr, im Standmaß bleiben, 8-10 Tage Vorlauf zur Kö-Lieferung)


    Bis die Damen gereift sind, ist dann auch die TBE durch, und dann können ein Teil der Kö's auch in die Brutscheunen und da richtig loslegen.

    Ich muss mir nur noch mal klar werden, wie ich da für die Ableger die OSX-Behandlung einbaue, und wie ich das mit den Brutscheunen handhabe, wenn die ja zeitnah eine Königin verpasst bekommen, und so keine brutfreie Phase zustande kommt. Aber das lässt sich mit etwas Überlegung bestimmt auch einbauen.


    Der Punkt ist halt, das alles so zu organisieren, dass es vom Aufwand her noch machbar ist.

    Ich kann nicht jeden Tag an den Bienenstand fahren.


    Viele Grüße

    Ralf

  • Ich denke, das ist ein gutes Konzept.


    Ein Tipp noch: Die Mehrfachböden, die man zu kaufen bekommt, taugen teilweise nichts. Da sind dann seitlich Lücken in den Abtrennwänden und auch oben können Bienen durch.

    Bei meinem ersten Versuch hat das dazu geführt, dass jeweils nur eine Königin pro Kiste übrigblieb. Ich habe dann nachgearbeitet, d.h. straff sitzende Sperrholzabtrennungen eingesetzt, die überstehen und oben statt mit Folie mit einem Brettchen als Deckel abschließen. Dann ging das gut.


    Was ich an Ablegern im Standmaß in der dieser Größe auch sehr praktisch finde: Die übrig bleibenden Begattungsvölkchen kann man sehr schon zu überwinterungsfähigen Völkern vereinigen oder wahlweise andere Völker damit verstärken.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • Lass die Brutwaben weg und setzt die Völker auf Mittelwände, dann hast du dir das Problem mit der Einweiselung wesentlich erleichtert und kannst direkt mit OS behandeln.

  • Wenn die Zarge entsprechend dem Trennschied genutet ist, geht's. Sonst isses oft 'ne Glückssache. Aber kann man so Zargen kaufen?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife