Unbegattete Königinnen kaufen, begatten lassen und einweiseln - ein paar Fragen

  • Ich möchte keine Königinnen selbst heranziehen - noch nicht.

    Mein Kompromiss wäre für das nächste Jahr: Unbegattet kaufen, von gutem Züchter. Krabbelzellen gingen dabei natürlich auch - ist vielleicht hinsichtlich Einweiselung möglichweise einfacher.


    Die Sache mit in-Mini+-begatten lassen wäre auch ein wenig dem Plan geschuldet, dass ich so Stück für Stück die Hardware für eine eigene Vermeherung zukaufe und das hantieren mit Mini+ gleich mit üben kann.

    Und wenn von den 13-16 Kö's am Ende mehr begattet werden, als ich tatsächlich für die WV benötige, habe ich noch gleich die Möglichkeit, überwinterungsfähige Mini+ Einheiten zu bilden.


    Ginge es denn so:

    • Königinnen sind geliefert worden.
    • Am gleichen Tag entsprechende Anzahl Mini+ mit KS (wenn ja, wie groß eigentlich?) befüllen,
    • Königinnen da jeweils im Käfig rein,
    • Kellerhaft, 24, 48, 72 Stunden (?)
    • Abends Mini+ aufstellen, Ausfressschutz weg,
    • auf Begattung hoffen/warten

    Grüße

    Ralf

  • Vor allem wie...

    Man stellt sich das erst mal alles so einfach vor, gibt ja genug Anleitungen, aber in der Praxis sieht es dann eben leider meist alles etwas anders aus.

    Mich würde zum eigentlichen Thema aber nochmal ganz was anderes Interessieren:

    rase Lieber Ralf, wie weiselst du deine vielen unbegatteten Königinnen ein und wann?

    Du hast hier sicher die meiste Erfahrung.

  • bei mir war oft die nötige Bienenmasse das Problem (um alle Minis bestücken zu können)

    Idealerweise fange ich ein Jahr früher damit an, einige doppelte Minis mit Schwärme oder Kunstsschwärme zu bestücken. Aber bereite dich vor, wenn Du den Weg mit den Minis gehst, das ist tatsächlich nochmal eine Imkerei in der Imkerei.



    grüße Stefan

  • ... und die Arbeit mit den ganzen kleinen Rähmchen!

    Ich nehme zum begatten lieber Kieler, da hat man nur Oberträger oder auch die etwas teureren Plastikrähmchen mit Anfangsstreifen und muß sich nicht noch um Draht und Mittelwändchen kümmern. Die eingesetzte Bienenmasse ist auch geringer. Nach Gebrauch werden sie aufgelöst und "Reserve"-Königinnen überwintern in ganzen Zargen als richtige Völker im Standmaß.

  • Besorge dir 4er Trennböden und Einschübe für dein Standmaß.

    Für die Bienenmasse löse einfach 2-3 Völker auf und erstelle dir 16 (4×4) 2Wabenableger + MW mit den unbegatteten Königinnen.

    Das hat den Vorteil, das später zum Umweiseln einfach die 3-4 Waben in die anderen Völker gehangen werden können und du nicht noch mit anderen Wabenmaßen und Beuten herumoperieren musst. Ich dachte früher auch ok MP feine Sache, handlich usw. aber wie schon gesagt, es macht es nicht unbedingt einfacher.


    Liebe Grüße Bernd

    Pushen wir uns nicht an den Stöckchen dieser Welt, bewegen wir Baumstämme, auf denen wir stehen.

  • Erstmal hört sich dein Vorgehen schon mal recht gut an.


    Die willst 10 Völker umweiseln sagst du, damit solltest du dann auch genug Bienenmaterial haben.


    Benötigen wirst du etwa 15 Unbegattete.

    Wenn du M+ nimmt also auch 15 am besten mit Imgut Futtertasche.


    Für jedes M+ nimmst du dir etwa 800-1000 ml Bienen aus den Honigräumen, reingeben Futtertasche voll und die Königin dazu geben.


    Zum umweiseln der Völker kannst du dann das M+ auf das umgeweiselte Volk drauf setzen (in Leerzarge über Folie oder per Lochplatte.


    Alternativ, hast du zufällig ein paar Ersatzbeuten? Die könntest du sonst auch nehmen und ein paar Königinnen in Segebergern BGK's begatten lassen und die begatten dann im Kunstschwarm ein neues Volk gründen lassen. Dann brauchst dubmivht umweiseln, sondern lösst das Alt-Volk direkt auf.

  • rase Lieber Ralf, wie weiselst du deine vielen unbegatteten Königinnen ein und wann?

    Die gibt's ab Mai. Ich will aber etwas später, wenn es richtig losgeht mit Schwarmdusel rundherum. Ich geh dann mit zwei Leerzargen mit Mittelwänden zum Stand, und nehm eine Brutwabe je Volk raus (Zander o. DD) und tausche gegen eine MW. Die Brutwaben kommen mit Bienen alle zusammen in eine Kiste, und stell die dann, zu zwei Zargen auf eigenem Boden am gleichen auf oder einen anderen Außenstand (mehr als 20 auf einmal ist Streß). Nach acht, neun oder zehn Tagen (grade bei Postversand braucht man Puffer!) hol ich die in unseren Garten oder auf den Ablegerplatz, verteil die Brutwaben da auf leere Beuten, ein oder zwei Brutwaben (Zellen brechen!), ggf. Futterwabe und zwei oder drei MW und 'ne Futtertasche. Königin im Ausfresskäfig einhängen, fertig. Sobald die Dame stiftet, flüssig füttern. Ausfälle vielleicht 5-20%. Kommt aufs Wetter an. Und und und. Je mehr man dringend braucht, desto schlechter die Annahme. Und umgekehrt. Hast Du keine Kisten, werden alle was :)


    Mini+ und Kieler hab ich auch, aber lieber mach ich im Standmaß. Die Königinnen nehm ich für die Damen, die ich zum Abschleudern für die KS brauche.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Für unbegattete oder den Eigenbedarf ohne Belegstelle sind die 3er oder 4er-Böden ideal. Kein zusätzliches Rähmchenmaß und Material das sonst nur rumsteht und Platz wegnimmt. Miniplus etc. find ich erst sinnvoll wenn es zur Belegstelle geht.


    Gruß Chris

  • Für unbegattete oder den Eigenbedarf ohne Belegstelle sind die 3er oder 4er-Böden ideal. Kein zusätzliches Rähmchenmaß und Material das sonst nur rumsteht und Platz wegnimmt.

    Find ich nicht. Bis August sind die im Juni gebildeten Ableger auf einer vollen Zarge. Was soll ich da mit Dreierböden?

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was ich immer sage, nützt die Dynamik einer Jungen Queen aus.

    Anfang Juni die Nieten auflösen/aufteilen,..... und Ende August ist die Kiste voll.

    Das sind 3 Monate, was bis da nix wird wird nie was!

    Das, was du sicher weisst, hält dich vom Lernen ab.


    Hier gibts was Gutes zu lesen

    http://www.pedigreeapis.org

    Eure Pedigrees, könnt ihr ab sofort hier problemlos u. fachlich geprüft im Original eintragen

  • Viererböden finde ich deswegen charmant, weil es vom Platz- und Finanzbedarf machbar ist (gehen wir von Unterbringungsmöglichkeiten von 16 Kö's aus).

    Ich kann nicht 16 Böden, Hauben, Deckel, Zargen zusätzlich holen, vier Viererböden hingegen schon.

    Wenn ich Anfang Juni Nieten auflöse, bringt das vielleicht das eine oder andere Stück Material, aber nicht in dem Umfang.


    Bei Viererböden ist auch praktisch, dass im Falle des Falles (Königin geht verloren) man sehr einfach mit dem Nachbarabteil vereinen kann.

    Und dann sollen die Damen ja auch im September in ihre Zielvölker umgesetzt werden (was ich vermutlich auch schon früher machen kann, wenn die "vollreif" sind und samt ihren BW rein gehangen werden), und damit würde dann wieder sehr viel Material zunächst nicht gebraucht werden und Platz wegnehmen.


    Im Standmaß zu bleiben finde ich ziemlich naheliegend - bin ich selber aber nicht drauf gekommen. Danke!

    Insgesamt habe ich jetzt schon deutlich eher eine Vorstellung davon, in welche Richtung das gehen kann als heute früh :-)