Ratten am Bienenstand

  • Ich habe im Landwarenhandel immer die Weisheit gehört, dass wo Geflügel ist,

    auch immer Rattenn sind. Das ist auch so.

    Als jemand der den Pflanzenschutzabgabeschein vor 30 Jahren gemacht habe, kenne ich die Problematik von Rattengift nur zu gut. Auf dem neuesten Stand bin ich aber seit Jahren nicht mehr.

    Die Rattengifte bestehen in den meisten Fällen aus Cumarin Derivaten. Es ist tatsächlich so, dass das Zeug wie Blutverdünner wirkt und die Ratte innerlich verblutet.

    Leider passen sich Ratten, den Wirkstoffen sehr schnell an und bilden Resistenzen.

    Hinzu kommt, dass die Sozialstruktur der Rattenfamilie, immer im Zweifel die rangniederen Tiere vorschickt.
    Also war immer die Parole,.möglichst oft den Wirkstoff zu wechseln.
    Leider hat der Gesetzgeber aber immer mehr an der Schraube gedreht.
    Am Anfang habe ich noch das Pulver verkauft, womit man selber die Köder vergiften konnte. Das hat anscheinend zu vielen Kollateralschäden geführt z.B. bei Katzen, Ehefrauen und -Männern, Vögel etc.

    Danach gabe es nur noch die Fertigpacks. Auch hier war der Umgang leider nicht immer Sachgerecht. Die Köder durften ja nicht offen ausgelegt werden, sondern mussten so ausgelegt werden, dass keine anderen Tiere zu schaden kommen.

    Ich könnte da ein paar Storys erzählen.

    Auch das hat dann wieder unter dem Einfluss der Veggie Fraktion zur Reduzierung der Konzentration der Wirkstoffe geführt.

    Als Sohn eines Tiefbauingeneurs habe ich dann die ersten Kanalkameras der Gegend life sehen dürfen. Mensch, da liefen Ratten rum. Eine schöner als.die Andere. Das Ganze damalige auslegen von Giftködern hatte alles nichts gebracht.
    Ich habe meine Bienen an Bauernhöfen, Schafs- und Geflügelställen stehen. Ds gibt es Ratten ohne Ende. Bisher habe ich nur einmal Ärger mit Frassspuren gehabt. Das war nie im leben eine Ratte. Solange lass ich die auch in Ruhe.

    Meine beste Rattenabwehr ist mein Kater. Der schleppt in regelmäßigen Abständen

    Ratten an. Dafür dürfen wir ihn auch ein oder zweimal im Jahr zur Behandlung zum Tierarzt fahren.

  • Was die Verminderung der Wirkstoffkonzentration mit den Vegetariern zu tun hat, erschließt sich mir nicht.

    Ich hatte noch nie Ärger mit Ratten - möchte aber auch keinen


    Grüße Ralf

  • Ich bin mittlerweile Fotofallen-süchtig. Es ist doch etwas ganz anderes, wenn man sieht, welche Tiere die Köder aufnehmen, oder wie sie auf eine neu aufgestellte Schlagfalle reagieren. Auf den Fotos sieht man kleine Geschichten, manchmal mit Überraschung.

    Bin froh, dass das Tier am Ende die Falle genausowenig ausgelöst hat wie die Ratten. Muss die in Zukunft wohl doch noch besser geschützt aufstellen.


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  • Es gibt in der Bevölkerung so etwas wie eine Ratten-Phobie, weswegen andere wiederum (Punker) sie gerne halten. Die können sehr zahm werden.

    Sachlich ist es so, dass es Ratten in der ganzen Welt gibt (sind also richtige Konkurrenten für uns ;)) und sie in dieser Welt auch ihre Funktion haben. Schädlich sind sie nur, wenn ihre Population zu groß wird (was meistens an der von Menschen bestimmten Umwelt liegt). Deswegen werden sie, wie andere wilde Tiere auch, immer wieder in der Population begrenzt. Bei uns wird das noch regelmäßig gemacht (in der Kanalisation, weil die ziemlich frei von anderen Tieren ist). Ich bin in den letzten 20 Jahren nur wenigen Ratten begegnet (im Hühnerstall, natürlich). Mit denen konnte ich dann gelassen umgehen. Sollte es eine Rattenplage geben (kann man ja nie ausschließen), würde ich auch erst einmal die Kommune einschalten.

    Seit 2005 Sächsischer* Hobby-Imker mit ca. 10 Völkern in DNM

    * sie summen weicher als die nicht-sächsischen Bienen

  • Mittlerweile haben sich meine 5 vor einigen Wochen gekaufte Hühner eingelebt. Jeden Tag 4-5 Eier das ist schon Klasse, wenn ich bedenke dass ich von den andern 8 Hühnern nur ein bis drei Eier bekam. Meines Erachtens ist es besser nur eine Rasse zu haben, die vielen verschiedenen Rassen die ich hatte, haben sich bei den Hühnern in der Legeleistung negativ ausgewirkt. Den Stall habe ich mittlerweile noch nach gebessert nachbetoniert, mit vielen Sechseckgeflecht und mit Blechen versehen. Momentan scheint keiner Ratte mehr um den Einbruch in den Stall zu gelingen.

    Seit gestern funktioniert auch meine automatische Hühnerklappe, die wahlweise mit Dämmerungsschalter oder mit Zeitautomatik funktioniert, finde ich eine prima Sache.

    So könnte es bleiben, aber es ist wie mit der Imkerei, immer wieder tauchen dann Probleme auf. 😥

  • aber wie? Das Hühnerfutter ist in einer Tonne für Ratten unerreichbar. Kein Kompost, nichts was Ratten zum Fressen haben, aber ich habe schon beobachtet, dass Ratten untertags durch die Hühnerklappe rein sind und sich an den Körnern, die beim Picken aus dem Futterautomaten spritzten auflasen - schwierig.

    Momentan ist mein Hühnerstall offensichtlich rattensicher, aber wie bei der Varroa oder bei anderen Dingen in der Tierhaltung, plötzlich wirst du wieder vor unangenehmen Tatsachen gestellt.