Wachsmottenkot im Gemülle im Ableger

  • Hallo Leute,


    Gestern im Gemülle der Ableger keine Varroen, dafür Wachsmottenkot gesehen.

    Die beste aller Ehefrauen hat die Windeln abergesäubert bevor ich fotografiert habe.

    Behandelt mit AS im Liebigdispenser Anfang September.

    Ableger aus dem Juni, im Sammelbrutableger beim Imkerverein gebildet.
    Bei dem einen hat sich beim einlaufen lassen nach dem Zeichnen die Königin verflogen. (Eigene Nachzucht aus bereits gelegten Stiften)

    Eigentlich waren alle zugesetzten Honigwaben nach Schleudern und ausschlecken 3 Tage im Gefrierschrank.

    Wachsmotten müssten also schon drin gewesen sein. (?).

    Muss ich bei den Ablegern jetzt irgendwas gegen die Viecher tun? Kann ich überhaupt was tun?

    wenn es übermorgen Freitag warm wird (>20°C) kann ich die Rähmchen ziehen, abfegen und abklopfen, wie in einem anderen beitrag beschrieben.

    Das wird aber wohl kein 100% Lösung sein. (!/?)

    Was kann ich noch tun?


    Ich freue mich über eure Ratschläge, am Donnerstag abend ist dann noch Stammtisch.


    danke


    ULI

    Genieße das Leben.

    Sei Dankbar und Glücklich.

  • Wenn es ein gesundes Volk ist, kommen die Bienen mit den Motten alleine klar. Ist das Volk aber schwach oder gar krank so werden die Mottenlarven ihr Werk vollenden. Das die Larven sich auf den Honigrähmchen befanden ist eher unwahrscheinlich weil diese ja nicht bebrütet waren und daher uninteressant sind.

  • Eigentlich ist schon alles gesagt.
    Finger raus aus dem Volk um diese Jahreszeit, wenn es nicht absolut sein muss.

    Wo Bienenvölker sind, sind auch immer Wachsmotten.
    Da ein Sammelbrutableger normalerweise aus verschiedenen Völkern gebildet wird, erbt man diese Tierchen immer mit.

    Ein gutes Volk kann damit umgehen. Los wird man die allerdings nie richtig.

    Ansonsten entsorge ich die Mottengespinste wann immer ich sie finde.
    Allerdings suche ich nicht speziell danach.


    Keep calm

    Freier Imker

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    Neutral und unbelastet.

  • Jo, mir hat man das so erklärt, dass diie eine Legeröhre haben und damit Ihre Eier in das kleinste Loch legen können. Ferner finden die mit tödlicher Sicherheit, den nächsten Bienenstock.

    Somit ist die Diskussion ob die zugeflogen oder bereits drin waren mit der Frage vergelichbar, ob zuerst das Huhn oder das Ei da war.

    Das Ergebnis ist das Gleiche...

    Wo Bienen sind, sind auch Wachsmotten.

    :evil::saint:

    Auch wenn sie auch mich nerven.

    Freier Imker

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  • und legen überall, wo es nach Wachs nur riecht, kleine schwarze Eier ...dies Jahr ist heftig, Eier auch auf Mittelwandkiste, und dann versucht Made alles zu fressen, Honigraumwaben und auch Mittelwand. Bei sauberen Waben endet der Zyklus, aber einige Fressgänge bzw Löcher bleiben, ansonsten reichen ein paar Pollenzellen für ein paar Motten...

  • Wenn es ein gesundes Volk ist, kommen die Bienen mit den Motten alleine klar. Ist das Volk aber schwach oder gar krank so werden die Mottenlarven ihr Werk vollenden. Das die Larven sich auf den Honigrähmchen befanden ist eher unwahrscheinlich weil diese ja nicht bebrütet waren und daher uninteressant sind.

    Möglicherweise sind Wachsmotten deutlich nützlicher für den Bien, als wir es wahrhaben wollen.

  • In diesem Jahr sind die Wachsmotten gut unterwegs...

    Das Wachs stammt aus einer Verarbeitung nach 2 Stunden auf 130°C Reinigung. Da kann sie eigentlich nichts zum essen finden, aber die kleine Wachsmotte frisst ja auch das Wachs selber.

    Die Schubleisten würde ich mit B401 einsprühen, das schadet den Bienen nicht und das Wachslager in diesem Jahr ebenfalls mit Essigsäure oder B401 schützen. Noch haben wir ja keine Temperaturen von -18°C zum Killen der Schädlinge.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Möglicherweise sind Wachsmotten deutlich nützlicher für den Bien, als wir es wahrhaben wollen.

    Klar, aber auch nur theoretisch und für den Fall von ausgewilderten Schwärmen. Gehen sie an Faulbrut zu Grunde, überleben die Sporen im Darm der Larve und der Falter überträgt sie schön durch die Gegend.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Gibt es dazu Studien, die das bestätigen?

    Und sind Varroa und evtl. Ohrenkneifer dann auch Überträger von Faulbrut?

    Google doch mal. Es gibt Untersuchungen, aber nicht zu allen Fragestellungen gleich eine wissenschaftliche Studie.

    Ich wurde gut erzogen. Keine Ahnung, was dann passiert ist...

  • Ich war gerade auf einer Schulung. Hier wurde auch berichtet das AFB auch durch Wespen übertragen wird. Da die Sporen der AFB fast unzerstörbar sind, gehe ich davon aus, dass die Wachsmotte als Überträger auch in Frage kommt.

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  • Sicher kann es sein, dass sie Sporen übertragen.

    Aber wieviele sind denn das.

    Das werden ja sicher nicht soviel sein, das die AFB bei einem Volk klinische Anzeichen hervorruft, sprich die Krankheit ausbricht.

  • Ups, mich wundert das noch kein Aufschrei gegen Blütenbienes Kommentar gekommen ist.
    Natürlich entwickeln sich keine Symptome bei der AFB der Stufe 1.
    Genau das war auch das Argument was ein örtlicher Züchter brachte.

    Bei dem Kauf ich nichts mehr. Auch stimmt das Argument, dass nur wenige Sporen im Labor nachweisbar sind.
    Allerdings handelt es.sich um eine hoch ansteckende Krankheit und jede Gefahr eines Ausbruchs sollte im Keim erstickt werden. Eine Sanierung in dem Stadium ist noch recht einfach.

    Wir hatten die AFB hier im Kreisgebiet und ich möchte das nicht nochmal erleben. Eine Pandemie kann ganze Bestände ausrotten und Gegenden kontaminieren.

    Ist die Krankheit erstmal ausgebrochen, ist nur noch das Abschwefeln und verbrennen die einzig richtige Lösung. Ich gehöre bestimmt nicht zu den Hygiene fanatikern. Leider ist der Umgang einiger weniger hier mehr als fahrlässig und verstehe nicht wie es Leute gibt, die Ihre Völker so verwahrlosen lassen.

    Das schlimme ist, wenn man ein schwarzes Schaf irgendwo stehen hat, wird man die AFB nicht los, bis dann manchmal per Zufall der Krankheitsherd gefunden wird.

    Dabei hat die AFB noch nicht mal was damit direkt zu tun. Jeder kann sie in seinen Völkern bekommen. Entscheidend ist wie man damit umgeht.

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