Ableger + Varroabefall - Welche Behandlung im Oktober?

  • Was wäre denn Deine Alternative, so am 3.10.?

    Vielleicht wäre das ja ein Anwendungsfall für das Spezialsalz südamerikanischer Herkunft? In Flüssigfutter aufgelöst, Konzentration 25 mmol/l, wenn ich mich richtig erinnere. 'Gegen die Varroa anbrüten' ist dann aber nicht drin, denn es kombiniert die Varroabekämpfung mit einem chemischen Brutstopp. Aber das tut Ameisensäure ja auch oft...


    Grüße,

    Robert

    3 x rückwärts "Vater unser" betend um die Beuten wäre auch eine Alternative zum Spezialsalz.😀

    Obendrein ist "nass" besser als tot.

    Bei Milchsäure muss man auf die richtige Konzentration 15 % , auf das richtige sprühen, schräg von unten und die Benetzung aller Bienen achten, dann hat sie auch den erwünschten Wirkungsgrad.

    Ableger und Schwärme werden bei mir nur so behandelt, obendrein muss natürlich der ideale Zeitpunkt gefunden werden, D.h. in diesen Fällen Brutfreiheit.

  • Ganz ehrliche Meinung? Schwefelschnitte tut's meistens auch. Xavier hat's ja geschrieben, Varroabehandlung passiert im Sommer. Isso.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Wenn der Ableger gut Bienen hat, dann würde ich die Brut entnehmen und mit Milchsäure behandeln. Zweimal Oxalsäure in flüssiger Form würde ich nicht machen, (zweimal, jetzt und Winterbehandlung gerechnet), beim Verdampfen mag das anders aussehen.

    Die Brut bringt doch jetzt nur mehr Milben, aber rettet das Volk nicht, daher ist das kein Verlust. Und Milchsäure kann man ggf. Noch einmal anwenden nach einer Woche.


    Nur als Anregung

  • So ein Volk noch zu sanieren lohnt sich nicht mehr wirklich...

    Die Genetik kannst Du einfach vergessen.

    Besser jetzt weg, als im nächsten Jahr dann auch noch was nachziehen davon oder auch noch Drohnen rumfliegen lassen.


    Ich mach das inzwischen so:


    Solche Völker werden milbenfrei gemacht und dann umgeweiselt. Ich gebe einer neuen eine Chance, ob die besser mit den Milben umgehen kann. Zum Milben"frei" machen muss man erst brutfrei machen und jetzt beim vorbereiteten Wintersitz würde ich die Brutwaben entdeckeln, einen Tag mit Behandlung warten, damit die Milben aus dem Futtersaft gekrochen sind und dadurch erwischt werden können.


    Ihr glaubt gar nicht was bei solchen milbenverseuchten Völkern Milben im Futtersaft versteckt sitzen. Die kriegt man nicht raus, wenn man die gleich nach dem Entdeckeln behandelt und nicht einen Tag wartet, bis alles an Schmodder ausgeräumt ist und die Waben wieder zum bestiften vorbereitet sind...

    Alles immer wieder probiert und getestet, was noch an Milben in den Völkern ist. Die Brutwaben ganz raus machen ist da besser, weil dann auch die Virenbelastung aus den bebrüteten Zellen weg ist.


    Bayvarol- oder Apitrazstreifen sind jetzt nix mehr. Das ist für eine Behandlung über mehrere Wochen am Brutnest ausgelegt. Im Spätsommer. Ein Brutnest hat es nach brutfrei machen nicht mehr. Außerdem führen diese Langzeitbehandlungen zu den vom honigmayerhofer genannten Resistenzen. Fragt mal die Erwerbsimker in Italien danach...


    Es hilft dann nur noch:


    JETZT SOFORT mit Oxalsäure im brutfreiene Zustand besprühen. Oder wie der Franz sagt mit Milchsäure. Fertig! Keine Milbenbehandlung mehr im Winter. Für was denn jetzt und dann in 8 Wochen noch einmal? Erfahrungsgemäß werden solche Völker, ohne dass du diese mit noch so einem Kandidaten vereinigst nichts mehr G'scheites. Die Bienen sind oft durch den Milbenbiss und durch Viren zu stark geschädigt. Im Frühjahr fehlen dann die Bienen, weil die Langlebigkeit fehlt.


    Eine Schwefelschnitte wie der rase meint ist wohl besser? Muss zugeben, dass ich das bisher auch nur einmal in meinem Imkerleben gemacht habe mit dem Abschwefeln. Chance zum Überleben geben ist ok, eine Chance zur Vermehrung im nächsten Jahr ist ein No Go für so ein Volk.

    :wink:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Die Völker mit hoher Varroalast brüten massiv dagegen an - die merken das ja auch! Die haben garantiert große, lückige Brutnester. Deswegen nutzt auch sprühen, dampfen, oder Schwammtuch nix, wenn das Kind bereits im Brunnen liegt (oder als Milben unterm Zelldeckel steckt).

    Entschuldigung, das ist nicht logisch.

    Wenn ein Volk mit hoher Varroalast gegen die Varroa anbrütet und noch nicht kollabiert, dann ist es dringend geboten, eine OS-Blockbehandlung durchzuführen. Dadurch erzeugt das Volk mit dem Anbrüten gegen die Varroa einwandfreie Brut, die ihm das Überleben ermöglicht.

    Das ist vermutlich auch der Grund, warum Völker, die Ende September einen Varroafall >10 haben, durch eine sofortige OS-Blockbehandlung im Oktober meist nicht zusammen brechen und den Winter überleben.

    Gruß Ralph

  • Was ist mir Varromed??

    Ich benutze es gerade

    Was machen die Bienen damit?

    Es wäre möglich "diesen Bienen!" zu helfen, und das OHNE den Bienen mit Säuren den Pelz zu verbrennen oder den Magen zu verderben sprich die noch mögliche Lebenslänge zu verkürzen.

    Die viel gepriesene Winterbehandlung macht übrigens nix anderes, also Lebenslänge verkürzen.

    Man könnte so denken: jetzt pfui bäh mit Langzeitwirkung bis November einhängen und die Winterbehandlung fehlen lassen.

    Duck und wech