Bienenvolk bruetet nicht und wird ausgeraubt von Wespen

  • Hatte irgend jemand Wabenhygiene als anstehende Aufgabe genannt?! Bienen lieben dunkle Waben, helle sind Störungen im Brutnest und Wintersitz.

    Nach Futtermangel und Varroa nagen nun Totgucken und Wabenmikado am Bien.


    Bzgl Imkerbedarf haben sich vorheriger Anruf/Mail bzgl Öffnungszeiten und Verfügbarkeit/ Reservierung von Futter bewährt, wenn selbst eigne Webseiten nicht aktuell sind, warum sollte es die Händlerliste sein.

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  • Sorry, da hatte ich mich nicht klar ausgedrückt. Im Buch steht, dass man an den Rand jeweils eine volle Futterwabe macht. Ich habe stattdessen die vollsten Waben an den Rand gehängt.


    Das Buch ist das Imkern Schritt für Schritt von Kosmos. Aber allzu viel habe ich nicht umgeändert, eigebtlich nur die Waben an Rand. Das Brutnest war eh schon in der Mitte der unteren Zarge.

    Gegen Wochenende, wenn es wärmer ist, mache ich mal Fotos aller Waben, ok?


    / Achja, das mit der Wabenhygiene stand im Buch

  • Wichtig ist es, dass du die Futterwaben im Anschluss an die Brutwaben hängst, dazwischen sollten keine Leerwaben oder Mittelwände sein. Bei extremer Kälte könnte ansonsten der Bienenstrom abreißen und dir das Volk verhungern.

    Wichtig ist es, dass du an Weihnachten eine OS Beträufelung machst. Die Winterbienen sind jetzt schon erbrütet und mit einer derzeitigen Varraobehandlung wirst du auch jetzt nicht mehr viel verhindern oder ausrichten können. Die Brut ist jetzt doch schon sehr rückläufig und damit kann sich die Varroa auch nicht mehr vermehren.

    Thema Wabenhygiene, natürlich gehören die dunklen Waben raus aus dem Brutraum. Diese oftmalig bebrüteten Zellen werden immer kleiner und am Schluss hast du mal Liliputanerbienen

    In Bayern sagt man - passt scho!


    Viel Glück. 🍀

    Franz Xaver aus Niederbayern

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  • Wichtig ist es, dass du die Futterwaben im Anschluss an die Brutwaben hängst, dazwischen sollten keine Leerwaben oder Mittelwände sein. Bei extremer Kälte könnte ansonsten der Bienenstrom abreißen und dir das Volk verhungern.

    Stimmt ja im Prinzip, aber da er gerade mehrere Kilo einfüttert, füllen sich die Bienen den brutnestnahen Bereich gerade (bzw. haben dort seit dem Umhängen schon wieder etwas aufgefüllt).

    Deshalb evtl die Bienen einfach erstmal machen lassen, bevor man schon wieder Waben umhängt. Ausnahme: falls die Beute doch auf eine Zarge reduziert werden sollte. Damit würde ich nicht so lange warten. Kommt aber auch auf die Bienenmasse an...


    Wichtig ist es, dass du an Weihnachten eine OS Beträufelung machst. Die Winterbienen sind jetzt schon erbrütet und mit einer derzeitigen Varraobehandlung wirst du auch jetzt nicht mehr viel verhindern oder ausrichten können.

    Doch, bei dem bisher brutlosen Volk schon! Die sollten möglichst bald mit Oxalsäure behandelt werden, aber nicht per träufeln.



    Grüße,

    Robert

  • Gegen Wochenende, wenn es wärmer ist, mache ich mal Fotos aller Waben, ok?

    Das erscheint mir evtl. etwas zuviel des guten. Interessant wären Bilder von ein oder zwei Waben mit Brut und ansitzenden Bienen. Vieiieicht noch wenige Beispiele von Futterwaben. Möglicherweise ein Blick von oben auf die Oberträger nach einer kalten Nacht, wenn sie noch rel. eng sitzen.


    Zusätzlich sauberen, hellen Varroaeinschub für drei bis fünf Tage einlegen und ein gutes Foto davon hier posten. Man kann oft am Gemüll sehen, wo Bienen schlüpfen, in welchen Waben Pollen eingelagert wird, wo gebaut wird...


    Nicht so viel drin rumwühlen. Die Brut wird auf 35°C gehalten. Selbst wenn man jetzt einen etwas wärmeren Tag erwischt, kühlt da zuviel aus, wenn du sämtliche Waben ziehst und auch noch fotografierst.

  • Nach Futtermangel und Varroa nagen nun Totgucken und Wabenmikado am Bien.

    Gegen Wochenende, wenn es wärmer ist, mache ich mal Fotos aller Waben, ok?

    Bitte nicht, weil wegen siehe oben. Du hast die Bienen nun in einer schwierigen Zeit offenbar schon einige Male gestört, mach es nicht noch schlimmer. Wenn das Volk noch nicht winterbereit ist, wird es das wohl auch nicht mehr werden. Hier bei uns im Süden beginnt trotz generell eher milder Witterung der Winter Mitte September. Dann muss das Volk seinen Sitz eingerichtet, die Winterbienen erbrütet und das Futter verfügbar haben. Ich glaube nicht, dass das bei Euch wesentlich anders ist.

    «Wer heute die Dunkle Biene, die Carnica oder die Buckfast will, findet dieselbe Ausgangslange vor: Allein intensives Züchten und gepflegte Belegstationen entscheiden darüber, ob sich die gewünschte Rasse halten, bzw. erhalten lässt. Der Unterlassungsfall nennt sich Swissmix, hat alle erdenklichen Eigenschaften und ist vor dem Anspruch der Biodiversität wertlos» (aus: mellifera.ch-Magazin, April 2018, S. 10).

  • Wichtig ist, die Kisten gut zu desinfizieren (z.B. ausflämmen, bei Holz) vor der Wiederbesiedlung nächstes Jahr. Und bis dahin einen Imkerpaten suchen und das Erlebte sacken lassen.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • So langsam nähere ich mich diesem Gedanken auch


    Warten wir's mal ab

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Moin, moin,


    ich bin für weiter füttern, so lange sie noch abnehmen, dicht zusammengeschobene Waben und im übrigen minimalinvasive Diagnostik:


    Fluglochgucken.


    Pollenträgerinnen zählen.


    Sauberen Einschub unten und den nach einigen Tagen deutbar fotografieren.


    Wiegen der ganzen Beuten.


    Fotos von den ganzen Beuten außen.


    Ansonsten erstmal auf die Hände setzen.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Ich habe heuer nur ca 7 l eingefüttert und die Beuten sind gewichtsmäßig per Anheben abgeschätzt sehr voll, eventuell zu voll. Ein Volk musst ich gar nicht einfüttern. Meiner Beobachtung nach bekommen die Landwirte irgendwie Zuschüsse weil sie schon ab der ersten Ernte , zum Beispiel Gerste im Juli abgeerntet jede Menge Blühflanzen auf die Felder gesät haben, ich denke da haben die Bienen jetzt schon einiges an Nektar eingetragen.

  • ...im Juli abgeerntet, jede Menge Blühflanzen auf die Felder gesät haben, ich denke da haben die Bienen jetzt schon einiges an Nektar eingetragen.

    Hauptsache, Deine Bienen haben den Nektar selber eingetragen (und nicht von anderen Völkern eintragen lassen und dann geräubert). Auch hier haben die Bienen bis vor ca. 1,5 Wochen noch soviel Nektar eingetragen, daß sie keine Bienentränke anrührten. Jetzt fliegen sie massenhaft auf die Wasserstellen - heißt für mich: Sie verbrauchen das eingelagerte Futter. Ich könnte mich zu dieser Jahreszeit nicht unbeschwert über unerwartete Gewichtszunahmen freuen. U.a. wegen der Infektionsgefahr lasse ich jährlich im Frühjahr auf eigene Kosten auf AFB-Sporen beproben. Aber das ist hier OT.

    Clas Beitrag in #81 kann man nur zustimmen.

  • ...im Juli abgeerntet, jede Menge Blühflanzen auf die Felder gesät haben, ich denke da haben die Bienen jetzt schon einiges an Nektar eingetragen.

    Hauptsache, Deine Bienen haben den Nektar selber eingetragen (und nicht von anderen Völkern eintragen lassen und dann geräubert). Auch hier haben die Bienen bis vor ca. 1,5 Wochen noch soviel Nektar eingetragen, daß sie keine Bienentränke anrührten. Jetzt fliegen sie massenhaft auf die Wasserstellen - heißt für mich: Sie verbrauchen das eingelagerte Futter. Ich könnte mich zu dieser Jahreszeit nicht unbeschwert über unerwartete Gewichtszunahmen freuen. U.a. wegen der Infektionsgefahr lasse ich jährlich im Frühjahr auf eigene Kosten auf AFB-Sporen beproben. Aber das ist hier OT.

    Clas Beitrag in #81 kann man nur zustimmen.

    Keine Angst, meine Biene haben sicherlich eine natürliche Nahrungsquelle und das freut mich sehr macht mir keine Angst!