Bienenvolk bruetet nicht und wird ausgeraubt von Wespen

  • Das war ein indirektes Lob von beetic.

    Du hast es schon richtig gemacht bisher!

    Vorteil von fertiger Lösung wie z.b. das angesprochene Api invert besteht darin, dass es gruchlos ist und zum anderen nicht mehr durch so viele Honigbienenmägen durch muss, um abgelagert zu werden. Beim mehrmaligen Weitergeben der Zuckerlösung geht eben Zeit und Energie verloren.

    Kleckern darf man trotzdem auch damit (Api ist gemeint) nicht! Wo gesucht wird, wird auch gefunden!

    Aber es ist gut, überhaupt zu füttern.

    Nur eben nicht draussen.

  • Ich will dich nochmal ermutigen, über das Vereinigen nachzudenken. Du verdoppelst die Bienenmasse und verdoppelst die Vorräte. Gleichzeitig halbierst du damit die Arbeit für die Bienen.

    Also sprüh die Brutfreien mit OX ein und vereinige sie.

    Wir haben Oktober...Also fast.

  • Es ist nach wie vor nicht hundertprozentig sicher, was mit der Kö in dem brutlosen Volk ist.

    Vielleicht ist sie noch da.

    Und hat, aus welchen Gründen auch immer, einen Brutstopp eingelegt. Aus gesundem Instinkt, wer weiss.

    Deshalb hatte ich angeregt, einen erfahreneren Imker IN DIE KISTEN gucken zu lassen.

  • Flugloch auf eine Bienenbreite, wenn gut verteidigt auf 1cm, enge die mit der Futtertasche auf besetzte Waben ein, Füttern mit warmen Sirup(mind 6-8 kg Sirup oder 3:2), Boden schließen wegen Wärme und damit keine vertropfte LösungWespen von unten anlockt.

    Wenn Oxalsäure da 1x sprühen- Varroazählen ist bei brutfreier Behandlung überflüssig.


    Ich füttere Problemfälle am liebsten mit Lochdeckel-Glas (0,7l- 1,7l Gurkenglas)auf dem Futterloch im (Zwischen)Deckel oder in der Zusatzzarge über dem Bienensitz. Die wenigen Löcher im Deckel direkt am Bienensitz geben Räubern keine Chance und der Sirup kann auch bei niedrigen Außentemperaturen Tag&Nacht aufgenommen werden, wenn die Futtertasche schon zu kalt ist. Und der Imker muß sich nicht über räumungsrenitente Bienen und festgekitteten Schwimmkörpern in der Futtertasche ärgern.


  • PS: wie oben schon gesagt Brutlos ist nicht weisellos! Zeit für Weiselprobe ist nicht, also nehmen wir positiv denkend an- Brutpause wegen Futtermangel. Beim Futterpressing kann man ja mal nach freien geputzten Arealen schauen, bevor die ersten Eier zu sehen sind.

    Werden sie nachweislich drohnenbrütig, können sie immer noch vereinigt werden. Ungezeichnete Weisel kann auch von erfahrenem Imker übersehen werden

  • Es ist nach wie vor nicht hundertprozentig sicher, was mit der Kö in dem brutlosen Volk ist.

    Vielleicht ist sie noch da.

    Warum sollte sie nicht da sein, er hat doch im ersten Posting geschrieben, dass er sie gesehen hat?

    (edit: habe für mein Posting zu lange gebraucht, Schievel hat es inzwischen selbst nochmal geschrieben.)


    Das eine Volk wirkt doch nur deshalb als 'Problemvolk', weil keine Brut da ist, und weil sie die zweite Futtergabe nicht aufgenommen haben. Keine Brut erscheint mir bei dem beschriebenen Futterstatus um diese Jahreszeit normal.

    Warum sie die zweite Futtergabe nicht genommen haben, die erste aber schon, weiß ich nicht, aber vielleicht war die zweite Nacht kälter als die erste, und zwischen dem Bienensitz und der Futtertasche lagen zu viele Waben, so dass sie in der Nacht da nicht rüber sind?

    War ja nur eine Nacht, wenn ich das richtig verstanden habe. Noch kein Grund zur Panik. Die Mist-Wespen können leider bei deutlich niedrigeren Temperaturen aktiv werden als unsere Bienen, das ist einfach wieder so eine kleine Gemeinheit der Natur.


    Wenn da wirklich 10.000 Bienen im Volk sind, dazu noch eine Königin (sogar gezeichnet), und das Wetter noch eine Weile mitspielt, dann sehe ich da gar kein Problem.


    Angewärmtes ApiInvert füttern, egal ob Tag oder Nacht. Ich persönlich bevorzuge ja die Kunststofffuttertröge, die über ein Loch im Innendeckel aufgesetzt werden. Da kann man beliebig oft Sirup nachgießen, ohne den Brutraum öffnen zu müssen, und ohne dass Bienen auffliegen können.

    An den Sirup im Glas mit gelochtem Deckel, direkt über dem Bienensitz, was bienenfred beschreibt, kommen sie natürlich noch besser ran.


    Viele Grüße,

    Robert

  • Ja, stimmt, ich hatte es im eiligen lesen falsch aufgefasst, tut mir leid!!

    Dann hab noch etwas Geduld.

    Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

    Es wird schon. Zumindest mit dem füttern.

    Was das behandeln angeht und das weitere Vorbereiten auf den Winter wäre es vielleicht doch hilfreich für Dich, wenn Dir jemand zur Seite stehen könnte, der einfach besser beurteilen kann, weil schon mehr gesehen und erlebt. Nichts für ungut.

    Leider bin ich zu weit entfernt. Aber evtl kann ja jemand anders zumindest mal einschätzen, wie die Zukunft für beide Völker aussieht.

    Wäre schade, wenn Du jetzt mit den besten Bemühungen scheitern würdest.

  • Wenn manchmal eine oder zwei Wespen ein und aus fliegen das kann passieren, aber wenn das öfters ist und oftmals mehr Wespen dann ist für mich der Patient Bienenvolk auf der Palliativstation mit 100 % Garantie, dass der Kasten im Frühjahr leer ist.

    Ist hart, aber ist eben Erfahrung.

  • Deshalb war mein erster Gedanke das Vereinigen - nachdem ich auch über den Futtermangel nachgedacht hatte.

    Aber die Wespen rein und raus dabei :/

    Es ist nicht mehr viel Zeit, um das abzuwarten/ auszuprobieren.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper