Buckelbrut Volk zu retten ist fehlgeschlagen - jetzt abschwefeln.

  • Ich sehe das genau so.

    Damit die Wache von dem Andrang nicht überfordert wird und zur eigenen Beruhigung habe ich die 15 meter weiter abgekehrt. Damit teilt sich die Masse auf und fliegt nicht auf einmal in das verbleibende Volk bzw Völker.

    Ich empfehle nichts, was ich nicht schonmal gemacht habe oder wo andere zwingenden Gründe vorliegen, von denen ich überzeugt bin.

  • Außerdem bitte nur da abkehren wo sie nicht im Weg sind - manchmal fliegt da nämlich gar nichts zurück...selbst bei schönstem Wetter. Dann sind da schon Drohnenmütterchen oder defekte Queens die den Laden zusammenhalten und dann hängt die Schwarmtraube (oder mehrere) dort für Tage!


    Warte auf gutes Wetter; abschwefeln braucht es da in der Regel nicht...warum denn auch?


    M.

  • rase ' s Aussage in irgendeinem anderen thread, in dem er anzweifelt, dass Drohnenmütterchen nicht mehr zur Beute zurück fliegen können.

    Das war zwar meinereine aber ist ja auch egal.


    Warum man die jetzt nicht wie sonst bei Drohnenbrütigkeit abfegen können soll, kann ich grad auch nicht nachvollziehen.


    Wobei ich da eindeutig für rases Vorschlag plädiere, schön in aller Ruhe und nach und nach. Nicht alle auf einmal in einer Hau-Ruck-Aktion vor eine einzige Beute. Dann gibt`s dort unnötigen Ansturm.


    Ein entabliertes Volk benötigt eine solche Verstärkungmit zugeflogenen Bienen sicher nicht.

    Abtöten braucht man diese Bienenmasse aber auch nicht.


    "Etwas besseres als den Tod findest Du überall" heißt es doch so schön bei den Bremer Stadtmusikanten oder?

    Abgestochen werden hier nur die Afterweiseln, die nützen nun nix mehr.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

    Einmal editiert, zuletzt von beetic ()

  • Moin Ede,

    das Abschwefeln nur das letzte Mittel der Wahl sein kann, da bin ich ja voll bei dir. Diesen Schritt mache ich mir auch nicht leicht, denn ich habe 2 mal den Versuch mit abfegen und neuer Königin zusetzen praktiziert.
    Beide mal ist es fehlgeschlagen. Eine weitere Königin habe ich nicht und werde ich auch nicht nochmal zukaufen.
    Auch ist mir das Risiko zu hoch, dass mir das oder die Drohnenmütterchen andere Völker gefährden.


    Das Argument "Was denken denn Andere von uns, wenn sie das lesen?" kann ich nicht gelten lassen, weil es für mich nicht relevant ist was andere denken, denn nur ich bin für meine Bienen verantwortlich.
    Dieser Verantwortung werde ich auch dadurch gerecht, wenn ich ein Volk, welches nicht überleben kann, sachgerecht abtöte.
    Ich werde dieses Volk sich nicht selbst überlassen bis es durch meine Nachlässigkeit früher oder später eingeht.

    Gerade weil ich meine Bienen für die Umwelt erhalten möchte, muß ich meine anderen Völker davor schützen, daß sich ein Drohnenmütterchen ins weiselrichtige Volk einnistet. Diese Gefahr scheint mir bei einem erneutem Abfegen und Wegnahme der alten Beute zumindest gegeben.


    Daher scheint mir in diesem Fall das Abschwefeln als letzte und einzige Möglichkeit. Auch wenn´s mir nicht leicht fällt.


    Gruß von der Nordseeküste aus Cuxhaven
    Bernhard

    Imkern ist kein Hobby - imkern ist eine Lebenseinstellung!<3

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)



  • Nachdem ich das drohnenbrütige Volk, ca. 50 m vom Bienenstand auf der Wiese abgefegt hatte und am bisherigen Standplatz eine neue Beute mit ausgebauten Mittelwänden und eine neue Königin platziert habe, hoffte ich, dass die zurückkehrenden Bienen diese neue Königin annehmen werden.

    .

    .

    Nach intensivem Betrachten der Waben musste ich wieder das gleiche Bild mit Wabenzellen und mehreren Stiften, sowie eine ausgezogene Zelle erkennen. Folglich der Rettungsversuch ist gescheitert und ich werde das Volk abschwefeln.

    Wie oft soll der Bernhard das Volk abfegen bis er es erlösen kann/darf?

    Gruß Eisvogel

    Als ich mich zum imkern entschlossen hatte, fand ich mich ratlos vor diversen modernen Beuten-Systemen.

    Abbé Emil Warre 1948, 12. Auflage Bienenhaltung für alle, Übersetzt von Mandy Fritsche, 2010

  • schwefelschnitten bekommst du in einigen Baumärkten (z.B. Dehner zum Ausschwefeln von Fässern), im Imkereibedarf. Such einfach mal nach Schwefelband/Schwefelstreifen dann sagt Google dir wo es die in der Nähe gibt. Alternativ Bestellt dir morgen ne Packung dann ist die Dienstag da. Aber lass dir Finger von so Experimenten wie hier vorgeschlagen mit dem Abfegen. Seine anderen Völker würden nicht davon profitieren. Ersten das Drohnenbrütige Volk hat mit Sicherheit eine recht hohen Milben last (Alle Milben aus dem Volk sitzen auf den verbleibenden Volksresten, gute Vermehrung in der Drohnenbrut), die Bienen hast du schon einmal angeregt, alle Bienen die jetzt noch im Volk sind, sind alt und ja Afterweiseln Fliegen noch. D.h. von mir definitiv große Anerkennung erst einmal dazu, das du aus dem Fehler gelernt hast und auch Bereit bist, die richtige und schwere Entscheidung zu ziehen.

    Nächstes mal weist du es, wenn es im bis zum Juli passiert, dann kann man das ganze Volk noch abfegen in eine Kunstschwarmkiste, 3 Tage Haft und die meisten Völker sind kuriert. Wenn der Verlust des eine. Volkes nicht stört, dann fegt man es halt ab und gut, die anderen Völker können sich da noch gut Verteidigen (OK vll nicht am Ablegerstand machen), aber spätesten mitte September ist Abschwefeln leider die beste Methode.

  • Wie jetzt? Echt??? Dir haben doch wirklich erfahrene Menschen Tipps gegeben, wie du das vermeiden kannst. Zum Beispiel schön nach und nach.

    Das fand ich sehr hilfreich.

    Erschreckt mich, dass du doch abtöten willst....😕

    Aber wer weiß. ... Vielleicht hilft nur das-keine Ahnung.

  • Hey Nordseeküste, nicht so schwarz sehen,


    Abfegen von Drohnenbrütigen ist doch eher üblich nicht die Ausnahme.


    Und es sind nur ein paar Afterweiseln, danach kommen nicht dauernd immer mehr in diesen Modus. die paar schmeißen dann den Laden dort.

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    Hans Kasper

  • Naja bis zu 15% der Arbeiterinnen, das sind schon ein paar.

  • Ich hab das noch nicht oft gemacht aber es hat die paarmal einwandfrei funktioniert.


    rase ist jetzt Berufsimker, lies was er oben schreibt, wie er das macht. Meinst Du, er hätte Völker übrig für Russisch Roulette und würde die so auflösen, wenn da in den Völkern ein Abstechen droht?


    Wer`s denn immer noch nicht glauben mag:


    sogar hier bei den Honigmachern wird die Auflösung/ das Abfegen beschrieben.


    Das Netz ist voll von Seiten, Blogs, Foren, Bienenthemen. Eine Empfehlung zum Abschwefeln hab ich mal so spontan keine gefunden.

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    Hans Kasper

  • Ich habe das mal vor ein paar Wochen an einer anderen Stelle hier im Forum geschrieben.
    Ich habe mal ein drohnenbrütiges Volk in meinem Garten abgekehrt. Bei der Gartenarbeit konnte ich dann beobachten, wie die Bienentraube sich auf den Boden langsam auflöste. Es blieben nur ein paar tote Bienen zurück. Daraus schliesse ich, dass Drohnenmütterchen fliegen können. Ob die an der Torwache abgestochen werden oder sich die Drohnenmütterchen in einem gesunden Volk zurück bilden, kann ich nicht beurteilen. Ich weiss nur, dass es funktioniert.
    Ferner gebe ich den zu abkehrenden Volk vorher ordentlich Rauch, damit die Bienen sich noch die Honigblase voll schlagen können. Quasi als Bestechung beim Einflug in die neuen Völker. Das beim Einflug ein aufbrausen entsteht, ist normal. Das die abgekehrten Bienen in einer Traube nicht abgeflogen sind, habe ich noch nicht erlebt.

  • Wie oft soll der Bernhard das Volk abfegen bis er es erlösen kann/darf?

    Einmal, dann isses doch weg. Dieses Bohei um Drohnenbrüter hab ich noch nie verstanden. Diese Bastelei auch nicht. Abfegen, fertig. Waben einschmelzen, freuen, weniger Arbeit mit einem Mickerling zu haben. Auflösen ist so befreiend. Einfach machen. Und jaaaaha, ist NICHT vom Hörensagen der Tipp :)


    Last call. Bin raus, die Seelsorge nach dem Schwefeln müssen andere machen. Könnt schonmal freiräumen für den Stuhlkreis. Gruppentherapie.

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Ich mache es auch so wie Rase.

    Kiste wegstellen, schon mal aufmachen, Waben auseinander rücken, ordentlich einräuchern und dann offen stehen lassen. Das Licht ist meines Erachtens nach auch wichtig.

    Dann andere Arbeiten und später verteilt abfegen, nicht alle auf einen Haufen.

    Da meine Völker meist paarweise stehen, mache ich schon vor dem Wegstellen das Flugloch des Nachbarn klein auf eine Bienengröße.

    Hat bisher immer geklappt.

    20170826_131108.jpg

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Völker aufzulösen mittels Abkehren ist jetzt wirklich keine Raketenwissenschaft und ich habe auch noch nie gehört, dass bei beschriebener Vorgehensweise andere Königinnen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei einem Begattungsstand oder ganz jungen Königinnen würde ich das aus Sicherheitsgründen nicht machen, aber das sollte Ende September eher die Ausnahme sein.


    Falls das Volk nicht total vermilbt ist oder andere Krankheitsanzeichen hat, wie bereits oft beschrieben vorgehen:


    - Beute ca. 20 m wegstellen

    - ordentlich Rauch geben

    - Waben mit zeitlichem Abstand abstoßen (am besten auf einen trockenen Untergrund)

    - fertig


    Nicht gerade die befriedigenste Tätigkeit beim Imkern, muss aber manchmal sein.


    Grüße vom Apidät