Varromed Erfahrungen

  • Zwecks der Temperatur brauchen Sie sich keine Sorgen machen, die einzigartige Kombination aus den Säuren garantiert eine Wetter und Temperatur Unabhängigkeit.

    Dies ist eine Marketingerklärung, die nicht korrekt ist. Ameisensäure würde die Bienen bei hohen Temperaturen negativ beeinflussen. Heute wird 39° im Schatten.


    Bitte sag mir, wer würde Ameisensäure Heute empfehlen? Beevital/Varromed.

  • Habe Varromed kürzlich zur Sommerbehandlung eingesetzt.

    - Milbentotenfall war heftig

    -die Bienen haben sich nichts anmerken lassen beim träufeln und danach auch nicht. -3 Anwendung mit je 40ml im Abstand von 5-6 Tagen reichen bei großen Völkern mit normalem Befall dicke aus.

    Reine Ameisensäure kommt mir nicht auf meine geliebten Bienen. Ich weiss , dass es die meisten nutzen aber das ist wie man weiss kein Indiz für richtiges Handeln.

    Es wirkt meistens aber für die Biene ist es eine Qual, bei der die Völker teils sogar schweren Schaden nehmen. Leute haben von selbst abgrissenen Fühlern wegen der Dämpfe berichtet, Königinnenverluste, Brutschäden und giftig und ätzend ist es auch. Ob es im Wachs wiederzufinden ist weiss ich nicht. Pflanzen sterben vor dem Flugloch ab. Sowas kommt mir nicht ins Volk.

    Varromed wirkt sehr gut , ist einfacher zu handhaben ,dank Skala und bienverträglicher.

    Thymolpulver hatte ich letztes Jahr ausprobiert und mit Erfolg angewendet aber relativ aufwendig. Zumal es im Wachs nachweisbar sein kann.

    Varromed wurde mir von einem relativ bekannten Imkerkollegen empfohlen der es schon länger benutzt und sehr gute Ergebnisse damit erzielt.

    So wie ich und viele andere auch.

    Durch Ableger/Königinnenableger im Frühjahr (Brutverringerung/Brutpause/ausnutzen des natürlichen Schwarmtriebes) und Milchsäure Anfang-Mitte Dezember (Brutpause u. verkraftbar kühl) habe ich durch Varroa bisher keine Probleme gehabt. Hinzu kam eben Thymol/MS im Spätsommer , jetzt ersetzt durch Varromed.

    Mit Varromed bin ich effektiv, wesentlich bienengemäßer und schneller. Dem Bien gehts damit besser. Somit habe ich ein sehr wirksames Varroakonzept. Sollte jeder selbst entwickeln und nach seinem regionalen Klima richten.

  • Reine Ameisensäure kommt mir nicht auf meine geliebten Bienen. Ich weiss , dass es die meisten nutzen aber das ist wie man weiss kein Indiz für richtiges Handeln.

    Hast du mal einen Vergleich angestellt, was du da eigentlich den Völkern antust?


    Der Oxalsäuregehalt ist mit 4,4 % höher als die allgemein mit 3-3.5 % angegebene Empfehlung für die Winterbehandlung. Durch den enthaltenen Zucker nehmen es die Bienen auf. Das führt dazu, dass nur eine Behandlung pro Bienenbesatz möglich ist. Alles andere ist, nach langjähriger Erfahrung, recht schädlich. Trotz dieser schon höheren Oxalsäuredosierung kommen noch 5 % Ameisensäure obendrauf, die direkt auf die Bienen geträufelt werden und die sie ebenso aufnehmen. Das dürfte mehr sein, als die Bienen bei Verdunstung von 60 %iger Ameisensäure mitbekommen, die sie nicht, oder nur in vergleichbar sehr geringen Mengen, aufnehmen. Außerdem ist bei der Verdunstung die Verteilung erheblich besser.


    Du machst also die von dir verteufelte Ameisensäurebehandlung in verstärkter Form und obendrauf noch eine Oxlsäurebehandlung mit höherer Konzentration als empfohlen.

    Superschonend.:rolleyes:

  • Bei meiner Varromed-Anwendung letztes Jahr mit Dosierung gemäß Packungsbeilage sah ich am folgenden Tag mehr tote Bienen vor der Beute liegen, als ich das mit AS60% im Liebig-Dispenser je geschafft habe.

    So ganz das Wellness-Fluid scheint es auch nicht zu sein. Von einer mehrmaligen Anwendung habe ich daher auch schnell Abstand genommen.

  • Du machst also die von dir verteufelte Ameisensäurebehandlung in verstärkter Form und obendrauf noch eine Oxlsäurebehandlung mit höherer Konzentration als empfohlen.

    Die Applikationsform ist schon entscheident und natürlich die enthaltenen Komponenten: 2 Säuren in höherer Konzentration als bei der Verdampfung (beider !) und dann noch mit Zucker, was zur oralen Aufnahme der Lösung durch die Bienen und folgenden Verätzungen führt. Dagegen dürfte die HMF-Bildung bei unsachgemäßer Lagerung noch das kleinere Problem sein.

    Ob ein Volk eine neun-malige wiederholte Behandlung mit dem Mittel unbeschadet übersteht ? Da habe ich meine Zweifel!


    Viel hilft nicht immer viel !

  • zur Erinnerung

    Jeder ml enthält:

    Ameisensäure 5 mg

    Oxalsäure-Dihydrat44 mg (entspricht 31,42 mg Oxalsäure wasserfrei)

    ..

    .1.Verzeichnis der sonstigen Bestandteile:

    Ammonsulfit-Zuckerkulör (E150d)Zuckersirup, Propolis-Tinktur 20 %, Sternanisöl, Citronenöl, Citronensäure-Monohydrat, Gereinigtes Wasser (Ph Eur.).


    ? 50% Zuckerkonzentration? wird nur im Zusammenhang mit Überdosierung verwendet.


    Warum sollte sich die Handlungsempfehlungen bzw. (Schad-)Wirkung von Träufelung von Oxalsäure-Zuckerlösung auf Grund einer neuen Zulassung ändern? Die bisherige Empfehlung war 1x Brutfrei

  • ich habe Varromed dieses Jahr das erste mal getestet. Milbenfall kenn ich nicht, da der Boden in der Regel zu ist. Anwendung ist einfach, keine Schutzmaßnahmen notwendig. Beim Träufeln gab es von den Bienen keine Reaktion. Habe es in Kombination mit der totalen Brutentnahme eingesetzt.

  • Jeder ml enthält:

    Das kann ja nicht stimmen, oder? Beemax?

    44 mg in einem ml auflösen?

    Ja, es steht in dem Schriftstück zumindest so.


    Was ist das denn für ein Schriftstück? Der Inhalt ist ja in dem Link sehr oft wiederholt.

    Wenn das ein offizielles Schreiben ist, das Bestandteil der Zulassung ist, finde ich es katastrophal, dass soetwas eine Zulassung bekommt.

  • Ich habe Varromed letztes Jahr angewendet bei 8 Völkern. Es ist total einfach und die Bienen hat es nicht geschert, dass ich es in die Gassen träufelte. Und nach der Anwendung sind unglaublich viele Milben gefallen. Aber nach der 3ten Anwendung auch sehr viele tote Bienen vor den Beuten!

    Meiner Meinung nach ist es in der Saison zugelassen und ich kann mir vorstellen, dass es dann durchaus helfen kann bei hohem Varroadruck.
    Die Schädigung einer adulten Biene, welche eh nur 3-4 Wochen alt wird ist hinnehmbar, wenn die Zahl der Milben reduziert wird.

    Für das behandeln von Winterbienen nehme ich es nicht mehr, da die Entwicklung meiner Völker im FJ murks war...

    Aber ich glaube auch, dass das Üben damit, die Wetterlage usw auch Einfluss hat. Wenn es funktioniert und starke Völker resultieren, ist es ein Alternativprodukt.

  • Mich macht die Werbung mißtrauisch. Wenn Leute das so über den grünen Klee loben und dabei 'vergessen' zu erwähnen, das sie zusätzlich noch mit Amitraz usw., ...

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife