Varromed Erfahrungen

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    Michael , die Ableger wurden ab September insgesamt 5 x mit Varromed behandelt, die WV Anfang September mit AS (Libigdispensor) und im Oktober 3x mit Varromed, da die Temperaturen für AS zu niedrig war. Mein Fehler war, die um 4 Wochen zu späte Behandlung der WV mit AS wegen Spättracht und Heide. Und den Heidevölker hätte ich mit dem Honig auch die Brut entnehmen müssen und mit Oxalsäure einsprühen müssen. Ich war zu gierig nach hohen Erträgen pro Volk! Was nützt eine hervorragende Ernte, wenn die Völker an Varroa leiden und schwach in den Winter gehen? VG

  • Nochmal bitte, Georgie, keine Kritik an Dir. Echt nicht.

    Eher Kritik an einem System, das uns Imker zwingt, totkranke Bienen hoch dosiert mit einem anerkannten Gift zu traktieren, um sie irgendwie am Leben zu erhalten.

    Grüße an alle


    Michael




    -Das größte Geheimnis ist, ein Genie zu sein, aber niemand außer einem selbst weiß es-

    (Mark Twain) Donald Duck

  • Erstmal rallOr viielen Dank für deinen Erfahrungsbericht:.


    Mir hat man immer versucht beizubringen, dass es keine Päpste, Götter oder sonstiges in menschlicher Gestalt gibt.

    Ich bekam immer den Satz zu hören: Bild dir deine eigene Meinung.


    Das Leben hat mit gezeigt, dass man damit nicht immer richtig liegt.


    So habe ich mich gegen Amitraz und Co vor langer Zeit entschieden und dafür AS, MS und OXS als Favoriten bevorzugt. Das mit den Arbeitsspitzen lasse ich auch bei Berufsimker nicht gelten. Eine Behandlung muss nicht zwangsläufig direkt nach der Honigernte erfolgen.


    Am letzten Wochenende sind die Bienen definitiv nach der Behandlung aus der Wintertraube gegangen.

    Wer Folie unter dem Deckel hat, konnte das genau beobachten!

    Das sehe ich nicht als schädlich an, auch wenn mir nicht klar war, dass die Phase so lange dauert.

    Meine Beobachtung geht eher dahin, dass selbst mehrfache Störungen der Wintertraube die Bienen nicht stören.

    Gerade letztes Jahr haben mehrere Sturmschäden, Igel, Ratten Mäuse mir gezeigt, dass gesunde Völker damit umgehen können, auch wenn für mich immer noch der beste Imker der ist, der die Finger im Winter aus den Völkern hält.

    Also für mich keine Begründung.


    Leider klagen meine Imkerkollegen über hohe Varroafallzahlen hier am Niederrhein.

    Gott sei Dank hat es hier auch mal gefroren. Werde am Wochenende mehr wissen.

    Freier Imker

    Ohne Verein, DIB, Imkerverband und sonstigen Establishment

    Neutral und unbelastet.

  • Moin,

    auch von mir vielen Dank für die Info's!

    Wie ich zu dem Faden schon mal geschrieben hatte, sind die Erfahrungswerte einfach Gold wert.

    Nur so kann man wirklich erkennen und verstehen, wie ein Mittel wirkt, wenn es entsprechend angewand wird....

    Ich habe immer gerne OSX-Dampf benutzt, da ich sicher bin, dass dies eine der Bienenschonensten Methoden ist, leider immer mit einem eher hohen zeitlichen Aufwand wegen der Blockbehandlung. Auch hier geht man leider viel zu häufig an die Völker, habe aber bisher sehr gute, positive Erfahrungen gemacht, auch wenn spät im Jahr (September/Oktober) die natürliche Milbenfallzahl noch mal hoch gegangen ist.

    Varroamed sollte eine gute Alternative sein. Hat mich bisher enttäuscht, was ich hier lese und ich habe die Behandlung mit Varromed abgebrochen.

    Zwei Dinge, die mich für das anstehende Jahr interessieren:

    - Hat die Behandlung mit Varromed wirklich ausgereicht, um die Milbenzahl effektiv zu drücken, damit möglichst starke, vitale Völker auswintern?

    - Wie stark ist die Belastung der Bienen, vor allem deren Verdauungstrakt, durch das Mittel zu bewerten? Tritt bei den vielen Behandlungen verstärkt Durchfall o.ä. auf, was auf das MIttel zurück zu führen ist?

    Parallel werde ich mich noch einmal bei meinem Züchterkollegen erkundigen, wie er das Mittel, dass er dieses Jahr bei seinen Völkern das erste Mal angewand hat, einschätzt, und wie seine Völker aus dem Winter gekommen sind.

    Wahrscheinlich werde ich aber nicht mit Varroamed gezielt anfangen, sondern eher ein Behandlungskonzept wie es rase beschrieben hat, vorziehen:

    Nach der Sommerernte durch TBE die Völker bei Brutfreiheit durch Oxalsäure behandeln, 2x, auffüttern, fertig.

    SBA ist natürlich gesondert zu betrachten.

    In diesem Sinne bitte weiter berichten!

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Was ich nicht verstehe ist, dass Varromed keine Wartezeit erfordert, obwohl es AS und Ox beinhaltet. Das verführt zu einer Anwendung von Frühjahr bis Herbst, was Resistenz der Varroa gegenüber organischen Säure begünstigt. VG

    Was hat eine Wartezeit mit der möglichen Resitenzbildung zu tun?

  • Was ich nicht verstehe ist, dass Varromed keine Wartezeit erfordert, obwohl es AS und Ox beinhaltet. Das verführt zu einer Anwendung von Frühjahr bis Herbst, was Resistenz der Varroa gegenüber organischen Säure begünstigt. VG

    Solche Resistenzen sind noch nicht beobachtet worden. Das ist wie ein Schrotschuss auf Warmblüter, dagegen kannst auch nicht resistent werden.

  • Hallo, bei Varomed ist Geld in die Hand genommen worden und es ist untersucht worden, dass sich im Honig keine Rückstände befinden.

    Für Oxal-Ameisensäure wurden keine Untersuchungen gemacht.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Nein, das sind einfach zwei verschiedene Fragestellungen, die von zwei verschiedenen Vorschriften geregelt werden. Die Zulassung als Arzneimittel fragt, ob es schadet. Die Honigverordnung legt fest, was als "verkehrsfähig" erlaubt ist. Varromed ist als Arzneimittel zugelassen. Nach Honigverordnung ist der ohne Wartezeit gesammelte Honig aber nicht verkehrsfähig, weil er definitiv Oxalsäure aus der Behandlung enthält. Auch wenn er nicht direkt gesundheitsgefährdend ist.

  • Hallo Kikibee, da irrst du dich:

    Ich habe mal in der Imkerkiste gekramt und einen Beipackzettel gefunden. Das Medikament ist vor 10 Jahren schon abgelaufen und nicht mehr im Handel, es war und ist aber immer noch zugelassen.

    Wartezeit


    Die Wartezeit zwischen der diagnostichen bzw. therapeuutischen Anwendung von XXXXX und dem Beginn der Trachtflüge beträgt 6 Woche(42) Tage. Wenn die Anwendung innerhalb 6 Wochen vor der Tracht erfolgt, darf der anschließen gewonnene Honig nicht zum menschlichen Verzehr, bzw. zum verfüttern an Bienen verwendet werden.


    Also darf ich nach aktuellem Recht das Mittelchen bis Februar bedenklos verwenden. Der Hersteller hat dazu die Freigabe.


    Es steht weiterhin auf Packung:

    Der mit xxxxx behandelte Bienenvölker darf in der folgenden Trachtzeit nur ordnungsgemäß gesiebter und abgeschäumter Honig, der keine Wabenteile enthält, für den menschlichen Verzehr gewonnen werden.


    So ähnlich wird es auch bei Varoamed aussehen.

    Bis bald

    Marcus

    48 Völker 32x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 6xDadant US und 5x Zander und einmal Warre :O)

  • Marcus und nun zitierst du wieder aus dem Beipackzettel.

    Siehe Kikibee, das hat auch meiner Meinung nach nichts mit der HonigVO zu tun. Und darum stehe ich bei Thema Varromed beim gleichen Standpunkt. Warum? Geträufelte OXS soll auch nur auf Grund der HonigVO bis 31.12 des Vorjahres angewendet werden.

    Wirkstoff ähnlich, Applikation ähnlich.

    Was ein Hersteller auf sein Beipackzettel schreibt, unterliegt garantiert arzeneimitteltechnischen Regularien und müssen enthalten sein. Zu Regularien aus der HonigVO wirst du da nicht verpflichten können.


    Liebe Grüße Bernd.

  • Hast du für Fr. Dr. Rademachers Brandbrief eine Quelle?

    Leider nein. Sie hatte das auf der Mayener Vortragsreihe vorgetragen und konnte nicht verstehen, warum sie nicht von der Kommision angehört wurde.


    Sie hatte noch die Vorgehensweise und Kriterien bei der Nichtzulassung von HopGuard in guter Erinnerung. Ihr Team war an der HopGuard Studie beteiligt.

    Sie meinte das eine Zulassung für HopGuard als Winterbehandlung duchgegangen wäre, aber nicht als Winter- und Sommerbehandlung. Der Hersteller hat es aber drauf ankommen lassen und somit wurde die gesamte Zulassung angelehnt.

    "Lupolone (Hopfensäuren) neue Wirkstoffklasse

    ... Für Herbstbehandlung brutfrei bis zur Zulassungsfeife entwickelt. Zulassung zurückgezogen." Fr. Dr. Rademacher


    Nur Brutfrei Behandlung, eine von vielen auf dem Markt. Die Zulassung eines neuen Produkts kostet viele Millionen. Dies ist das gleiche Problem mit Lithium.


    Bayer und ein paar andere, die es sich leisten können, sind nicht interessiert. Bayer hat seinen Geschäftsbereich Bee Health in Deutschland verkauft. Welchem Worldwide player wird der Imker im Deutschland vertrauen?


    Wer kann Millionen nur für Europa investieren? Wie hoch ist der Return on Investment? Das selbe von Verdampfen. "Blister verpackte Tabletten nötig."

    Investition, Entwicklung, Genehmigung. Der Imker kauft 1 kg für 10 € und macht es selbst.



    VG Patrick