Varromed Erfahrungen

  • Was fuhrwerkt man denn jetzt noch in den Völkern herum... Ich kann manchmal nur noch den Kopf schütteln.

    :eek:

    So geht's mir auch beim lesen. Grausam.

    :/

    An den Titel von dem Faden hier mußte ich eben denken, als ich bei einem Stand bei zwei Volkern falsch zurückgelegte Steine auf dem Deckel fand. Und keine offene Brut. Und ausgebissene Nachschaffungszellen.

    :P;)

  • el schnorro :

    - Wann endete die Blockbehandlung?

    - 30 Milben/Tag als behandlungsbedingter Totenfall? (Das ist mglw. - je nach Brutumfang - noch zu hoch)

    - Nicht die beraubten Völker holen sich fremde Milben ein, sondern gerade die starken und gesunden - also die Räuber bzw. die attraktivsten für irritierte Bienen, die sich verflogen haben oder aus (unter Varrolast) zusammenbrechenden Völkern geflüchtet sind.

  • - Wann endete die Blockbehandlung?

    Behandlung war Anfang September beendet.

    - 30 Milben/Tag als behandlungsbedingter Totenfall? (Das ist mglw. - je nach Brutumfang - noch zu hoch)

    Die 30 Milben waren nicht pro Tag, sondern innerhalb von den 3 Tagen, bis die nächste Behandlung fällig wäre. Also 10 Milben/Tag.

    - Nicht die beraubten Völker holen sich fremde Milben ein, sondern gerade die starken und gesunden - also die Räuber bzw. die attraktivsten für irritierte Bienen, die sich verflogen haben oder aus (unter Varrolast) zusammenbrechenden Völkern geflüchtet sind.

    Die beiden mit der höchsten Milbenlast sind aber nicht unbedingt die stärksten am Stand.

  • In den 3 Tagen Pause zwischen den Blockbehandlungsschritten bieten sich für geschickte Milben (entsprechende Zuchtauswahl infolge Auslese durch vorherige Behandlungen?) genügend Unterschlupfmöglichkeiten in den Futtersaftseen offener Brutzellen - und wenn es nur durch Füßewaschen die Osmose der OX über die Haftlappen an den Füßen ins Körperinnere der Milben unterbricht. Wenn die beiden auffälligen Völker also Anfang September noch größere Brutnester als die übrigen hatten, ließen sich die Ausreißer damit erklären.

  • :P;)

    was hat das eine mit dem anderen zu tun? Der Arsch, der mir die Königinnen geklaut hat, hat ja vermutlich noch Bienen. Imker sind echt ein seltsames Volk.

    Dann nix, mea culpa. Dachte du hättest die Völker verwechselt und beim falschen ein/um/was-auch-immer-geweiselt, sprich noch die Finger im Volk gehabt, und fand es daher recht lustig. So isses das natürlich nicht 😕

  • Beim brutlosen Volk nach TBE oder nach Scalvinikäfig im Sommer ist nach meiner bisherigen Erfahrung das Besprühen mit OS das am besten funktionierende Mittel. Dazu sollte das Volk schon offene Brut pflegen, aber erst so 2 bis max. 3 Tage alte. Dann sind noch keine Milben im Futtersaft und man erwischt sehr sehr viele Milben. Vielleicht funktioniert das ja auch mit Varromed?

    Warum sind die jüngsten, offenen Brutzellen so wichtig (besserer Wabensitz vieler Pflegebienen?)?

    Ich beobachtete einmal zufällig beim Auszupfen von Drohnenlarven aus offenen Brutzellen, daß bereits am Tag 3 nach Schlupf aus dem Ei Larvenzellen eine Muttermilbe enthielten. Ich habe das aber nicht weiter systematisch untersucht.

  • Hallo Ribes!


    Genau!


    Bei offener Brut sitzen viele Pflegebienen auf engeren Raum zusammen. Da wirkt die OS besser.


    Und deswegen nicht später als 2 bis 3 Tage alte Brut, wegen der Muttermilben, die dann noch nicht in die Brutzellen eingewandert sind.

    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Nächste Woche kommt der Imker von LiB Hohen Neuendorf und beprobt 10 Völker von mir. Abgesehen davon, dass die dann tatsächlich alle aufgemacht werden müssen, sind da auch etliche VarroMed Völker dabei, über die ich dann einen recht genauen Varroa- und Virenstatus bekommen werde. Vielleicht kann ich dann meine Befunde noch mal entsprechend ergänzen, über Dinge, die man sonst nicht offensichtlich sehen kann (Z.B. Virenstatus).

  • wie geht‘s Deinen Varromed-Völkern aktuell? Wie hat sich der Befall entwickelt? Hast Du noch zusätzlich behandelt?

    Auf einen ersten Blick nicht so prall. Es fallen zu viele Milben, die Wintertrauben empfinde ich als klein.

    Ich warte derzeit noch auf Brutfreiheit, um dann mit OXS zu behandeln.


    Aktuell würde ich von der Verwendung von VarroMed dringend abraten und lieber zu erprobten Vorgehensweisen raten - inklusive AS, auch wenn das hier verpönt ist.

    Aber lieber Anfängern zu einer wirksamen AS Behandlung mit dem Nassenheider oder dem Liebig-Dispenser raten, als zu einer vermeintlich sanften und bienenschonenden Methode wie VarroMed, was dann aber leider auch sanft und milbenschonend zu den Varroen ist.

  • Und dann steh in einem Artikel in eine Fachzeitschrift: Ich verzichte auf die Winterbehandlung und setze dafür im Februar VarroMed ein.

    Ich habe die gleiche Zeitschrift und weiß auch, wer das schreibt.

    Zweifelsohne ist dessen Fachkunde unstrittig und der Leumund tadellos.


    Um so weniger will mir diese Empfehlung mit VarroMed in den Kopf, genauso wenig die Empfehlung von Amitraz von der selben Person, in der selben Zeitung.

    Das hat mich alles etwas nachdenklich gestimmt.