Varromed Erfahrungen

  • Also ich kann mir bei allem guten Willen nicht vorstellen, wieso das Träufeln von Oxalsäure, wenn es mit Ameisensäure zusätzlich versetzt ist, jetzt auf einmal allen meinen bisher gemachten Erfahrungen widerspricht.


    JETZT im Herbst ist die denkbar schlechteste Zeit für eine Anwendung von geträufelter Oxalsäure. Von Ameisensäure direkt auf die Bienen ganz zu schweigen. Insgesamt wohl um die 3,5% Konzentration.


    Hat man da nicht gelernt, dass das die Langlebigkeit der Winterbienen herabsetzt?

    Zumindest war das bei mir in meiner Anfangszeit so, dass durch die 5 bis 6 malige Beträufelung mit Bienenwohl oder 3,5% Oxalsäurelösung im Herbst, das Bienenvolk im Dezember gar nicht mehr hatte behandelt werden müssen.

    Die Kiste war leer.

    Die Bienen waren hemmungslos übersäuert.

    Als Warnhinweis lese ich irgendwie nur, dass es möglichst früh im Spätsommer eingesetzt werden sollte. Also zur Sommerbehandlung. Was fuhrwerkt man denn jetzt noch in den Völkern herum...


    Ich kann manchmal nur noch den Kopf schütteln.

    :eek:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Moin Luffi

    dass die Säure die Langlebigkeit der Bienen herabsetzt, wußte ich nicht.....

    Nagut, man soll ja Oxalsäure auch nur 1x im Winter einsetzen

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Noch einmal:

    Die erhöhte Sterblichkeit ist in der Fachinformation -> Beipackzettel ausdrücklich als "sehr häufige Nebenwirkung" (=bei mehr als 1 von 10) beschrieben (s. S. 3 Zf. 4.6):

    VarroMed - europa.eu

    https://www.ema.europa.eu › varromed-epar-product-information_de


    Zu den subletalen Nebenwirkungen von OX-Zucker- oder Glycerinformulierungen ist die Dissertation von Dr. Saskia Schneider aufschlußreich:

    https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/5556

  • Die erhöhte Sterblichkeit ist in der Fachinformation -> Beipackzettel ausdrücklich als "sehr häufige Nebenwirkung" (=bei mehr als 1 von 10) beschrieben (s. S. 3 Zf. 4.6):

    Das ist einer der Gründe, weshalb ich es noch nicht getestet habe. Habe es im Keller stehen und bin froh es nicht benutzt zu haben. Vielleicht nächstes Jahr bei Ablegern testen, damit es nicht verdirbt.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Nicht zu viele Gedanken machen, ist auf Dauer nicht gut. Einfach nächstes mal besser machen, wenn es dann überhaupt falsch war.

    Der Pessimist ist ein Optimist, der aus seinen Erfahrungen gelernt hat.

  • Um Mißverständnisse zu vermeiden:

    dass die Säure die Langlebigkeit der Bienen herabsetzt, wußte ich nicht.....

    Nagut, man soll ja Oxalsäure auch nur 1x im Winter einsetzen

    Das trifft auf die von den Bienen aufgenommene Säure zu, also alle Formulierungen in denen Saccharose enthalten ist.
    Milchsäure oder Oxalsäure gesprüht kann mehrfach eingesetzt werden - ebenso sublimierte Oxalsäure.

  • Genau, also das, was bei Varromed passiert.

    Und im Winter per Oxalsäure-Träufelbehandlung.

    Oxalsäure gesprüht und sublimiert wirkt anders.

    Grüße aus HH Andreas


    Man kann sich den ganzen Tag aufregen :evil: ------- Ist aber nicht verpflichtet dazu :cool:

  • Moin zusammen.

    Bei mir sieht es Momentan gut aus, die Bienen haben die Behandlung gut vertragen und die Milben sind deutlich reduziert. Wie hoch die Zahlen genau sind zeigt sich in den kommenden Tagen.

  • Zwischenstand:
    Eine dreimalige Behandlung bei Kunstschwärmen mit der reduzierten Dosis zeigt nicht die gewünschte ausreichende Wirkung. Der durchschnittliche Befall ist zwar nicht alarmierend, aber über dem jetzt wünschenswerten Ziel von <2% Befall. Bei Altvölkern und Ablegern liegt man weit über dem Wert von 2%.
    Zwischenfazit:
    Die empfohlene Dosis des Herrstellers sollte eigenhalten werden. Eventuell ist es empfehlenswert die Behandlungsstrategie nicht nur auf eine Sommerbehandlung mit Varromed aufzubauen, sondern entweder im Frühjahr einen Behandlungsblock mit Varoomed einzuplanen und/oder eine Thymolbehandlung seriell mit dem Varoomedblock im Sommer durchzuführen.

    Die Bevorzugung lokaler Produkte ist weder Nationalismus, noch Faschismus, noch Protektionismus, sondern ist nur ein Symptom von Intelligenz und Umweltverträglichkeit.

  • Hallo Reiner,

    falls es für dich relevant ist:

    Ableger habe ich herstellerkonform behandelt. Auch nach 5 Behandlungen war hier ein zu hoher Restbefall zu sehen, bzw. zu zählen.

    Auch irgendeine Form von Zwischenbehandlung mit VarroMed würde ich nicht empfehlen. VarroMed kam bei mir nicht mal mit der Restlast an Altmilben von Völkern mit Juni-TBE zurecht - wie unwahrscheinlich wird es da sein, wenn im Sommer nur mit VarroMed behandelt worden ist, dass hier im August/September noch irgendetwas gerettet werden kann?!

    Aber ich denke, meine eigenen Tests haben vielleicht auch nur für mich, meine Betriebweise und meine Bienen Gültigkeit.

    Mal sehen, was wie aus dem Winter kommt.

  • Beim brutlosen Volk nach TBE oder nach Scalvinikäfig im Sommer ist nach meiner bisherigen Erfahrung das Besprühen mit OS das am besten funktionierende Mittel. Dazu sollte das Volk schon offene Brut pflegen, aber erst so 2 bis max. 3 Tage alte. Dann sind noch keine Milben im Futtersaft und man erwischt sehr sehr viele Milben. Vielleicht funktioniert das ja auch mit Varromed?

    :wink:


    Ansonsten Verdampfen!

    :u_idea_bulb02:


    OS träufeln klappt auch, aber der Wirkungsgrad ist sehr gering bei vielleicht mal 70% (wenn überhaupt?). Das Träufeln funktioniert am Besten in der Wintertraube und brutfrei. Es gibt dann noch eine Möglichkeit mit ganz viel OS beim ersten mal zu behandeln. Also gleich 100 ml oder so. Hatte ich auch mal probiert, da war das besser, aber die Bienenmasse leidet doch sehr unter dieser Anwendung...

    :eek:


    Das sind aber KEINE Varromed-Erfahrungen von mir, sondern OS 3,5% und auch Bienenwohl.

    :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Ansonsten Verdampfen!

    :u_idea_bulb02:

    Auch wenn es hier um Varromed geht, etwas was mir aufgefallen ist.

    Ich habe als Blockbehandlung bei NICHT Brutfreien Völkern insgesamt 9 mal alle 3 Tage mit dem Sublimox bedampft, mit der 9. Behandlung bei allen 11 Völkern unter 30 Milben als Totenfall.


    Knapp 2 Monate später allerdings schon wieder 2 Völker mit einem täglichen Totenfall von 5 Milben. Alle anderen keine bis maximal 2 Milben.

    Und ehe wer fragt - die beiden mit dem höheren Totenfall werden nicht beraubt.


    Scheint also alles dieses Jahr nicht unbedingt logisch erklärbar zu sein.